Eicheln sammeln – Vorbereitungen für den Kräuterkurs

Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… Die Möglichkeiten sind groß, der Geschmack prima und die Gesundwirkung klasse. Schade, daß die vielen Verwendungsmöglichkeiten von Eicheln ziemlich in Vergessenheit geraten sind.
Für das kommende Ausbildungswochenende des Volksheilkundlichen Kräuterkurses an der FNL-Akademie (mehr dazu hier!) stehen deshalb neben einer Pilzexkursion mit dem allerbesten Förster der Welt ;-) unter anderem auch Eichelzubereitungen auf dem Stundenplan.
Und lieb wie ich bin, hab‘ natürlich auch ich fleißig Eicheln gesammelt, damit wir genügend zum Verarbeiten haben (Ihr wisst schon, Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… – das Rezept für Eichelbrot findet Ihr weiter unten bzw. im Blog*). Unter erschwerten Bedingungen, in direkter Konkurrenz zu vorher durchgepflügten Wildschweinrotten, im hohen Gras und bei REGEN! Aber dafür mit ehegattlicher Unterstützung, und so kamen wir schließlich auch stolze 6,25 Kilogramm :-)

Rezept für Eichelbrot
200 g Eicheln
300 g Mehl
1 TL Salz
20 ml Olivenöl
50 ml Milch
50 ml lauwarmes Wasser
½ Würfel Hefe
2 Äpfel

– Eicheln in einer Eisenpfanne leicht anrösten, dann mit dem Nussknacker aufknacken, und verlesene Kerne für 2 Tage in eine Wasserschüssel legen um die Gerbstoffe herauszuschwemmen, Wasser zweimal wechseln, Eicheln danach gut abtropfen lassen und mahlen – zur Not auch in einer Kaffeemühle, dann wird aber das Mehl grober.
– Hefe in Milch auflösen, mit Mehlen, Öl und Salz vermengen
– Äpfel reiben und unter unterheben
– Teig zugedeckt eine Stunde gehen lassen, nochmals kräftig durchkneten und in eine befettete und gemehlte Form füllen, nochmals ½ Std. gehen lassen.
– Im vorgeheizten Backofen bei 180°C für 60 Minuten backen

* für alle diejenigen, die siesen Beitrag auf Facebook, Instagram oder Pinterest lesen.

 

 


6 Kommentare zu “Eicheln sammeln – Vorbereitungen für den Kräuterkurs
  1. Betty sagt:

    Ich hab es echt getan. Alleine und ohne jemals zuvor irgendwie „was“ gesammelt zu haben, habe ich mir gestern von unserem Innenhof (München-Isarvorstadt) Eicheln geholt, ins Wasser gelegt und heute schon weil ich es nicht mehr erwarten konnte vor lauter Neugierde mit der alten Kaffeemühle meiner Oma (ist eigentlich nur Zierde im Küchenbuffet) gemahlen und zu dem Eichelbrot verbacken.
    Und es schmckt irre. Mein Man ist auf die Idee gekommen, gezaltene Butter daraufzusttreichen, toll!
    Danke für den tollen Tipp, ich glaub von jetzt an bin ich auch so eine Kräuterhexe :-)

    • Astrid sagt:

      Liebe Betty, das mit der Hexe war mir eh klar – an den Kräutern kannst Du ja noch arbeiten ;-) Und es sieht ja auch so aus als würde es schon bestens gelingen *gg*
      Liebe Grüße!

  2. Christina sagt:

    Gestern Eicheln gesammelt, ich lass sie gerade noch trocknen bevor ich sie weiterverarbeite und bin gespannt und das Backergebnis!

  3. Huber E. sagt:

    Was für Äpfel nimmt man für das Brot?

    • Astrid Süßmuth sagt:

      Ich nehme immer die aus Omas Garten ;-) Vermutlich eine alte Hausgartensorte, es sind eher große Äpfel, und ganz saftig mit einem feinne Sauerstich. Oh weh, die Beschreibung trifft wahrscheinlich auf viele Äpfel zu – aber man kann eben auch viele verschiedene Apfelsorten verwenden.

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