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Pulsatilla, die Aprilschönheit
Veröffentlicht am Dienstag, 9. April 2019

Ganz versonnen scheint die kleine Küchenschelle aus dem frühlingshaft warmen Heidegras der Sonne entgegenzustrahlen – so entzückt vom wiedergekehrten Frühling, daß sie gleich gar die Sonne selbst in ihrem zauberhaft-zartviolettem Blütenkelch wiederspiegelt .
Doch wehe es ziehen Regenwolken auf!
Huschhusch sind die feinen Blütchen zugeklappt und geschwind noch in ein dickes Mäntelchen aus silbrigen Härchen gehüllt. Ganz betrübt lässt sie nun ihr Köpfchen hängen… ach wenn nur bald die Sonne wieder schiene! Was im April glücklicherweise oft gar nicht so lange dauert, zum Glück für das kleine Pulsatillchen und mich als entzückten Betrachter der kleinen Schönheit.

Die Küchenschelle ist aber nicht nur eine der herzergreifend schönsten Frühlingsblumen, sie ist auch eine herausragende Heilpflanze. Schon mit ihrer zart lila Blüte zeigt sie dem aufmerksamen Betrachter eine Aura feiner Melancholie und unbestimmter Sehnsucht an, ein Wesenszug der vielen Menschen inne ist denen sich beim Anblick der Küchenschelle das Herz öffnet. Ganz oft sind dies Menschen mit einem Hang zu Stimmungsschwankungen wie Aprilwetter: von himmelhoch in die Sonne jauchzend zu regenpitschnass zu Tode betrübt, von einem zum nächsten Augenblick. Das sehnsuchtsvoll-romantische Wesen der zarten Blume zeigt sich dann auch oft in der (Gedanken-) Welt dieser Menschen, in Träumen von Liebesromanzen in Cornwall oder einem glücklichen Sommer auf einer Alm weit oben in der Bergen. Klar, meistens sind das natürlich Frauen oder Mädchen, für die dann die Küchenschelle auch das erste Heilmittel der Wahl ist.
Bei Schlafstörungen mit schwierigem Einschlafen und langem Ausschlafen morgens, die mit einer starken nächtlichen Sehnsucht nach Geborgenheit, Einsamkeit oder Trennungsängsten verbunden sind. Bei Blasenentzündung nach Durchnässung oder Sitzen auf kaltem Boden. Als phytohormonell wirkende Pflanze im Bereich von Menstruationsbeschwerden, in der Geburtshilfe sowie im Klimakterium.
Und vor allem bei einem weiten Spektrum psychosomatischer Beschwerden von (oft wehenartigen) Kreuzschmerzen über juckende Hautausschläge bis hin zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die allesamt auf eine zugrundeliegende Thematik von Kälte und Schutzlosigkeit zurückgeführt werden können.

Verwendet wird die Küchenschelle als Giftpflanze ausschließlich in homöopathischer Zubereitung, vor allem in sehr tiefen Potenzen – gepflückt werden darf sie ohnehin nicht, da sie glücklicherweise im gesamten Alpenraum unter Naturschutz steht.
So daß sich auch unsere Kinder und deren Kinder hoffentlich noch in vielen Jahren an dieser wunderbaren kleine Frühlingsschönheit ihr Herz erfreuen können

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Rot, Grün, Blau – die Farben der Natur.
Veröffentlicht am Montag, 1. April 2019

Radiotipp für Dienstag, den 02.04.2019, 10 – 12:00 Uhr:
„Ob leuchtende Sommerblumen, funkelnde Seen oder schimmernde Edelsteine – unsere Welt ist herrlich bunt. Gerade jetzt nach dem Winter sind wir Menschen besonders empfänglich für die vielen zarten und kräftigen Farbtupfer in der Natur. Warum das Pflanzengrün ein echtes Kraftwerk ist, welche Farben für uns besonders wohltuend sind und was es mit der Gesundkraft von Obst und Gemüse auf sich hat, klären BR Heimat-Moderatorin Conny Glogger und Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth in der Aprilsendung des kräuterkulturellen Ratschs von „Habe die Ehre!“.“

„Habe die Ehre!“, der kräuterkulturelle Talk zum Thema „Rot, Grün, Blau – die Farben der Natur“ live und in Farbe*  am 2. April auf der Welle BR-Heimat** des Bayerischen Rundfunks – und natürlich wie immer zum Nachhören als Podcast.

* Farbe gibt es wohl im Radio 🙂  Zur Bildergalerie geht’s hier!
** zu empfangen über DAB, Satellit oder im Internet.

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Erster Bärlauch des Jahres 2019 für uns…
Veröffentlicht am Dienstag, 19. März 2019

… zum Hineinsetzen! Und das nicht nur weil er so richtig gesund ist, sondern vor allem weil er einfach furchtbar gut schmeckt 🙂

Das kleine grüne Pflänzchen ist tatsächlich dermaßen grandios heilkräftig, daß man eigentlich an Ort und Stelle in donnernden Applaus ausbrechen sollte:
Bereits der Genuß von Bärlauch fördert die Blutzirkulation, so daß er prophylaktisch gegen Schwindel und redizivierende Anfälle von Tinnitus eingesetzt werden kann. Er wirkt blutdrucksenkend und verbessert dazu signifikant Lymph- undvenöse Blutzirkulation. Man könnte sagen, die Frühlingspflanze Bärlauch bringt dem Körper einen Hauch Lebensfrühling zurück.

Als Frühlingspflanze ist der Bärlauch natürlich auch eine große Heilpflanze für die Kindheit. Insbesondere durch mehrfache Antibiotikagaben, Impfungen aber auch durch Infekte kommt es bei Kindern immer wieder zu chronischem Darmpilzbefall. Dieser äußert sich typischerweise in Müdigkeitsattacken, schlechter Konzentrationsfähigkeit, unspezifischen Bauchschmerzen bei wechselndem Appetit, Schlafstörungen und schlechter Laune. Die Augen der betroffenen Kinder sind unterschattet, Bäckchen bleich und Händchen kühl. Sie neigen zu redizivierenden Erkältungskrankheiten. Erstaunlicherweise tritt bei diesen Kindern häufig ein regelrechter Heißhunger auf frisch gepflückten Bärlauch auf. Es  schreit geradezu danach, frischen Bärlauch in eine kindliche Darmpilzkur zu integrieren. Mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt unterstützt der Bärlauch den kleinen Körper zudem, den „Kraftstoff“ Eisen aus der Nahrung zu resorbieren. Beim Eisengehalt selbst ist der Bärlauch ohnehin mit 2,9 mg / 100 g einer der Spitzenreiter unserer heimsichen Flora..

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Buchvorstellung „Käuterbrauchtum übers Jahr“
Veröffentlicht am Freitag, 1. März 2019

Rückblick auf den gestrigen Abend des 28.02.2019 im Gartencenter Kiefl in Gauting bei München, an dem ich zusammen mit meiner Autoren- und Radiotalkkollegin Conny Glogger unser gemeinsames Buch „Kräuterbrauchtum übers Jahr“ vorstellen durfte.
Unser herzlicher Dank gilt allen fleißigen Helfern, dem engagierten Team vom Gartencenter Kiefl und natürlich den vielen interessierten Zuhörern, die uns auf unserer Bilder- und Lesereise zu den besonderen Traditionen und das reiche Brauchtum rund um unsere Kräuter durch die Jahreszeiten hindurch begleiteten <3

Kräuterbrauchtum übers Jahr
Astrid Süßmuth & Conny Glogger
Freya Verlag, 2019
ISBN  978-3990253687
€ 19,90
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Unterwegs im bayerischen Erstfrühling…
Veröffentlicht am Montag, 25. Februar 2019

… und immer auf der Suche nach den schönsten und kräuterreichsten Exkursionswegen für unseren Volksheilkundlichen Kräuterkurs 🙂
Jetzt im phänologischen Erstfrühling, der mit dem Goldstaub der blühenden Haselkätzchen die Rückkehr der Sonne nach dem Winter verkündet, zeigt sich das bayerische Voralpenland aber noch immer von seiner kalten Seite. Schneewächten zieren die Moränenhügellandschaft und die herrlichen Himmelsaugen, die in ein paar Monaten aus saftiggrünen Wiesen herausblitzen werden, sind noch von einer dicken Eisschicht bedeckt.
Wer entdeckt denn den kleinen See?

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Winterzeit – Kräuterzeit :-)
Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Februar 2019

Wer sagt eigentlich, daß Skibergsteigen mit Kräuterkunde überhaupts nix zu tun hat?
Ich jedenfalls nicht 😉
… und freue mich sehr darüber, gestern dieses wunderbare kleine Blümchen im Wettersteingebirge auf gut 1900 Metern gefunden zu haben – wenn es auch nicht ganz so grün ist, wie es als Immergrüne sein sollte. Auf jeden Fall aber ist es eine prima Hausaufgabe für meine Teilnehmer am Volksheilkundlichen Kräuterkurs an der FNL-Akademie 🙂
Wisst Ihr, wie diese wunderschöne Pflanze heißt und was sie so macht?

NEIN ???!
Dann müsst Ihr wohl gleich nachfolgenden Spoiler lesen.

Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist als Pionierpflanze im gesamten Alpenraum in Höhenlagen von 1.200 bis 2.500 m auf Felsschutt, steinigen Rasen und Matten beheimatet. Im Gegensatz zu anderen Immergrünen sucht sie explizit einen sonnenexponierten Platz, der schon früh im Jahr ausapert.
Ihre zarten weißen Blüten der Silberwurz täuschen den flüchtigen Beobachter darüber hinweg, dass er eine der robustesten und erdgeschichtlich bedeutendsten Vertreter der heimischen Vegetation vor sich hat. Als verholzender Spalierstrauch mitnur 5 cm Höhe bot die Silberwurz den rauen Gletscherwinden der letzten Eiszeit kaum Angriffsfläche und ermöglichte gleichzeitig Sandablagerungen als Lebensgrundlage für andere Pflanzen. Auch für die Eiszeitriesen war die kleine Silberwurz dank ihres hohen Nährstoffgehalts eine Lebensgrundlage. Funde von Mammutbackenzähnen mit den winzigen Blättchen der Silberwurz darauf sind die stummen Zeugen.

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Zum Apolloniatag
Veröffentlicht am Samstag, 9. Februar 2019

Apolloniatag am 9. Februar – Gedenktag der Zahnheiligen und des Apollonienkrauts.
Die Vorstellung ist kaum erträglich: Auf Befehl des eigenen Vaters wurden der Jungfer Apollonia mit einer eisernen Zange alle Zähne aus dem Kiefer gebrochen, um sie doch dazu zu bringen, dem Christentum abzuschwören. Zwar hüllte dann ein Engel Apollonia in einen heilsamen Nebel, innerhalb dessen ihr die Zähne wieder nachwuchsen, ein Sprung ins Feuer beendete jedoch kurz darauf das Leben der Märtyrerin.

So wie der Engel die frühchristliche Märtyrerin mit einem dichten Nebel umhüllte, umhüllten auch einst Bader und Zahnbrecher ihre Patienten mit dichtem Rauch. Diese Räucherung aus dem Apollonienkraut genannten Bilsenkraut, einem hochgiftigen Nachtschattengewächs, diente der Schmerzlinderung. Half die Räucherung alleine nicht, erhielt der Leidende zusätzlich eine Abkochung aus Bilsenkaut und Stechapfel, um den schmerzenden Zahn zu ziehen. Kaum ungiftiger und gleichwohl alles andere als empfehlenswert war die Praxis, zahnenden Babys Ketten aus Bilsenkrautsamen umzuhängen, die am Apolloniatag auf einem weißen Faden aufgefädelt und geweiht werden mussten.

Noch heute hat die Heilige als Schutzpatronin bei Zahnschmerzen einen festen Platz im Volksglauben, der Gebrauch des Apollonienkrauts hat sich jedoch glücklicherweise zugunsten der modernen Zahnmedizin verloren…

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Kräuterbrauchtum im Winter,…
Veröffentlicht am Mittwoch, 6. Februar 2019

… das ist natürlich viel mehr als zu Weihnachten den Christbaum schmücken.
Gefällte Bäume am Waldmännleintag (2. Januar) zum Dank mit Mooshauben zu schmücken gehört dazu,oder am Apolloniatag (9. Februar) ein Amulett aus der Zauberpflanze Bilsenkraut gegen Zahnschmerezn anzufertigen – und wenn es geht sogar noch weihen zu lassen.
Was ist denn Euer liebstes Kräuterbrauchtum im Winter?

 

Mehr Kräuterbrauchtum für Frühjarn, Sommer, Herbst und Winter findet Ihr natürlich im „Kräuterbrauchtum übers Jahr“ von Astrid Süßmuth & Conny Glogger (Freya Verlag, € 19,90 – https://www.amazon.de/Kr%C3%A4uterbrauchtum-%C3%BCbers-Jahr-Astrid-S%C3%BC%C3%9Fmuth/dp/3990253689).

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Katze müsste man sein!
Veröffentlicht am Montag, 28. Januar 2019

Dann würde man einfach gemütlich am warmen Fensterbrett in der Wintersonne sitzen, den Wind draußen die letzten Blätter an der Hecke zerfleddern lassen (ohne daß der eigene Pelz verwurschtelt wird) – und man würde die wunderbare Beschäftigung haben anderen Leuten, die daneben am Schreibtisch sitzen und arbeiten wollen, wohligst etwas vorzuschnarchen.
Ja. Katze müsste man sein.

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Nach dem Wintervollmond…
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Januar 2019

… wieder im Jahreslauf angekommen – und die erste Aufgabe ist gleich, eine Radiosendung zum wunderschönen Thema „Kräuterbrauchtum übers Jahr“ vorzubereiten.
Zu hören ist der kräuterkulturelle Talk wie immer auf der Welle #BRHeimat des Bayerischen Rundfunks, und zwar am 5. Februar von 10:00 – 12:00 Uhr.

Ich freue mich schon jetzt wieder auf Eure Mails und Anrufe zur  Sendung!
🙂

 

P.S. Vielleicht habt Ihr es ja schon mitgekriegt, „Kräuterbrauchtum übers Jahr“ ist nicht nur ein Radio-, sondern auch ein Buchtipp – bald mehr darüber!

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Mondfinsternis am 21. Januar 2019
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2019

Ob Wetter und Schneewolken wohl mitspielen? Dann kann man am frühen Morgen des 21. Januars 2019 ein ganz besonderes Schauspiel am Himmel beobachten: ab 4:45 Uhr beginnt sich der Mond immer weiter zu verdunkeln, bis gegen 5:40 Uhr die totale Mondfinsternis eintrritt und sich der Mond blutrot färbt. Eine Stunde lang wird er so über dem westlichen Horizont stehen, bis er gegen 6:45 Uhr wieder aus dem Erdschatten heraustritt und langsam wieder zum ’normalen‘ Vollmondweiß verblasst.

Es ist wahrlich beeindruckend! Die Sonne ist nicht sichtbar – aber sie zeigt sich im Dunklen. Ein guter Moment, sich selbst zu fragen welche Bereiche des eigenen Lebens gerade oder vielleicht schon länger von den wärmenden Strahlen der Sonne abgewandt sind und wieder zum Leuchten gebracht werden sollten.
Ein ganz hervorragender Moment sogar, denn dieser Vollmond ist zugleich der Wintervollmond – der Tag an dem einst das alte Jahreskreisfest Imbolc und vor gar nicht so langer Zeit noch Mariä Lichtmess als Beginn des neuen Vegetationszyklus und eines neuen Bauernjahres gefeiert wurden.

Das Bild ist übrigens beim ‚Blutmond‘ am 27. Juli 2018 von unserem Garten aus aufgenommen.

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„Eis und Schnee im Januar…“
Veröffentlicht am Freitag, 18. Januar 2019

„Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet‘ Jahr“, lautet eine wohlbekannte Bauernregel nach der ein kalter und schneereicher Januar eine gute Ernte verspricht.
Tatsächlich lässt sich diese alte Wissensüberlieferung auch statistisch belegen, denn auf kaltes Hochdruckwetter im Januar mit viel Schnee folgt in drei von fünf Jahren ein überdurchschnittlich warmer Juli. Gleiches besagt auch der etwas abgewandelte Spruch  „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß“. Kühle, feuchte Wetterlagen bei Tiefdruck im Januar mit viel Nebel führen dagegen statistisch gesehen zu viel Niederschlag in den darauffolgenden Frühjahrsmonaten.
Folgt also auf den Jahrhundertschnee wieder ein Jahrhundertsommer oder wird es eher ein feuchtnasses Jahr werden? Nachdem es ja eher trüb als klar war während der üppigen Schneefälle würde ich bedauerlicherweise auf ein eher nasses Jahr tippen.
Auch der oft gar nicht so verkehrte Hundertjährige Kalender kommt zu dieser Ansicht. Hier ist von einem warmen und eher trockenen Frühjahr zu lesen, der Sommer soll aber ziemlich verregnet sein. Übrigens: Sowohl den extrem heißen und dürren Sommer 2018 hat der Hundertjährige Kalender beschrieben („…, dann folgt ein heißer und dürrer Sommer … Wenn im Venusjahr der Sommer dürr ist, so wird das Getreide meistens dünne.„), wie auch die extremen Schneefälle der letzten Woche („Es kann so stark und heftigen regnen, dass Menschen, Tiere und auch Häuser Schaden nehmen. „).

Die Natur wird wie immer ihren Lauf nehmen… und ich freue mich jetzt schon wieder auf den nächsten Sommer, hoffe auf gute Vegetationszeiten und schöne Bergtage 🙂
Und was meint Ihr?

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Schneepause mit Christrose
Veröffentlicht am Freitag, 11. Januar 2019

Wie Silberschalen glänzen die Christrosenblüten über dem glitzernden Schnee…  Als Hochwinterblüher ist die Christrose zudem ein hervorragender Lichtverwerter, der Sonnenlicht speichern und seine Photosynthese schon bei wenigen Stunden Sonnenlicht am Tag durchführen kann. Sie ist das Licht der dunkelsten Zeit des Jahres. Im Verblühen zeigt die Blüte das ungewöhnliche Verhalten des Vergrünens und kehrt damit zu ihrem ursprünglichen Zustand zurück. Dies geschieht genau dann, wenn es in der Natur wärmer wird. Kommt also die Wärme von außen, kann sich die Pflanze entspannen und kehrt zu ihrem eigentlichen Korpus zurück. Sie beschreibt damit, wie man aus Erkaltungsphasen in neue Wärmephasen übertreten kann.

Schneepause! Und während der Mann dem Mastwurf einhängt damit ich ihn zum Dachabräumen sichern kann hab ich noch Zeit meine kleine Christrose von ihrer großen Schneehaube zu befreien.
Es ist eine wunderschöne Winterpflanze – und übrigens auch Abzeichen unserer FNL-Kräuterakademie unter deren Blüten unsere Volksheilkundlichen Kräuterkurse stattfinden.

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Im Schnee
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2019

Verschwunden ist die blühende
Und grüne Weltgestalt;
Es eilt der Fuß, der fliehende,
Im Schneefeld nass und kalt.

Wohl dem, der nun zufrieden ist
Und innerlich sich kennt!
Dem warm ein Herz beschieden ist,
Das heimlich loht und brennt!
         (aus Gottfried Keller, „Im Schnee“)



Eigentlich wäre es ja schön jetzt einfach hinauszugehen, über verschneite Wiesen zu blicken und daran zu denken wie jetzt gerade im Lauf der Natur Blumen und Samen weit unten im Boden schlummern und vom nächsten Sommer träumen. Müsste man sich nicht darum kümmern den Gehsteig zu schippen, das S-Bahnchaos zu überblicken oder sich schlimmstenfalls um die Stabilität von Dächern und die Durchgängigkeit von Zufahrtsstraßen sorgen.
Ein sehr verlockender Gedanke wenn man auf das allesbedeckende Schneeweiß schaut, das so mir nichts Dir nichts das ganze schön durchgeplante Dasein durcheinanderwirbelt…

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Zur Winter- Sonnwende.
Veröffentlicht am Freitag, 21. Dezember 2018

Allen Freunden und Lesern wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, wunderbar aufregende Rauhnächte mit den allerfeinsten Träumen und ein glückliches Neues Jahr 2019.
Ich verabschiede mich zum Fest der Wintersonnwende in die Dunkelheit der stillen Nächte und freue mich darauf, mit Euch das kommende Sonnenjahr mit all seinen Kräutern, Blumen und Wundern der Natur zu erleben, zu genießen und zu feiern!

Blessed be )O(
Astrid

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Weihnachten naht – der Klassiker
Veröffentlicht am Freitag, 21. Dezember 2018

Alle Jahre wieder.
Wenn langsam der Adventswahnsinns-Stresslevel sinkt und alles darauf deutet, daß nun wirklich die dunkel-staade Zeit beginnt komm ich einfach nicht um diese wunderbare Weihnachtskatze drum run. Und dann wird’s mir langsam wirklich weihnachtlich – und ich mach mir eine Notiz bloß nicht zu vergessen, den Christbaum auch heuer wieder katzensicher anzubinden 😉

 

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Nachlese ‚Servus in Bayern‘: Unsere Kräuterfrauen
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Dezember 2018

Das MagazinServus in Bayern“ stellt in einer neuen Serie die Kräuterfrauen Bayerns und deren uraltes Wissen vor.
Was Astrid Süßmuth der Journalistin Angelika Jakob (www.angelikajakob.de) über ihre Arbeit mit Kräutern und über die immergrünen Heilpflanzen erzählt hat, konntet Ihr entweder in der Novemberausgabe von „Servus in Bayern“ lesen:

„Seit ihrer Kindheit glaubt Astrid Süßmuth fest an die freundlichen Bergfräulein, die sie einmal gerettet haben. Mit ihnen spricht sie genauso wie mit den Pflanzen, denen sie gekonnt Heilkräfte entlockt.“
Den ganzen Artikel „Die Freundin der Bergfräuleins“ lesen

 

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Was tun bei Dreimonatskoliken?
Veröffentlicht am Freitag, 14. Dezember 2018

Oh weh. Gerade in der Obstabteilung unseres örtlichen Bioladens: Eine junge Mutter mit Klitzekleinbaby, Haare schnell zusammengebunden, dunkle Augenringe. Und als der kleine Bub zum Quäken anfängt weint die Mutter fast gleich mit vor lauter Erschöpfung. Ein klassisches Babybauchwehproblem für Mutter und Kind.
Vielleicht liest die unbekannte Mutter ja ganz zufällig diesen Artikel, der heute noch genauso aktuell ist wie vor 4 Jahren. Und hoffentlich finden beide bald zu einer harmonischen Ruhe.

(Mit freundlicher Genehmigung der Fachzeitschrift Naturheilpraxis, 11/2014)

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Winterringelblume.
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. Dezember 2018

Ganz ehrlich, eigentlich mag ich Ringelblumen nicht sooo arg. Ich find sie ein bisserl brav, ein bisserl zu akkurat beblütenblättert und ein bisserl zu orange.
Jedes Jahr aber wieder, zuverlässig, berührt sie mich zutiefst: Und zwar immer genau dann wenn der erste Schnee gefallen ist und aus dem trüben Schneegestöber das unerschrockene Blütenköpfchen einer Ringelblume herausragt. Halb verschlossen aber noch soweit auf, daß eine späte Biene darin Unterschlupf finden könnte.
Kein Wunder eigentlich daß die Ringelblume ein ganz großes Heilmittel ist – nicht nur in der Wundversorgung, sondern auch bei schlechtem Energiestatus, Minderwertigkeitskomplexen und Erschöpfungssyndrom. Wie man zur Kraft der Ringelblume kommt? Die Möglichkeiten sind mannigfaltig: Ringelblumentee, Massagen mit Ringelblumenöl, Ringelblumenbäder und natürlich die kleine Ringelblume im Balkonkasten für zwischendurch 🙂

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Der Weihnachtsstern
Veröffentlicht am Dienstag, 11. Dezember 2018

ist ein Wolfsmilchgewächs aus Südamerika. Seinen hübschesten Namen hat er aber in Französischen, nämlich „Etoile d’amour“ (Liebesstern). In den Laubwäldern Südamerikas blüht Euphorbia pulcherrima – zu deutsch die schönste aller Wolfsmilchgewächse – zwischen November und Februar. Dann leuchten auch die farbig überlaufenen Hochblätter in durchdringendem Signalrot, denn die unscheinbaren gelbgrünen Blütchen würden im Dunkel des Waldes kaum Aufsehen erregen.
Nicht nur das Dunkel der tropischen Wälder leuchtet der Weihnachtsstern so aus, sondern auch die dunklen Nächte rund um die Wintersonnwende, wenn er zu gleich Hunderten unsere Wohnungen bevölkert seit ihn Alexander von Humboldt nach Europa brachte.

Die Zimmerpflanze, die unsere traditionellen Weihnachtsfarbe Rot und Grün wiedergibt ist in manch ein Beziehung auch wirklich ein klasse Mitbewohner: Baubiologisch sehr empfehlenswert, weil er durch den Abbau chemischer Schadstoffe das Raumklima verbessert und nach Feng Shui, weil er ganz einfach die Laune der anwesenden Personen hebt. Kleinere Kinder und Haustiere sollte man allerdings von ihm fernhalten, wie alle Wohlfsmilchgewächse ist auch der Weihnachtsstern giftig.
Ob der Weihnachtsstern nun aber aus dem schlichten Grassträußchen entstanden ist, das das arme mexikanische Mädchen Pepita mit Tränen benetzte als es seine Gabe in die Krippe zum Jesuskind legte (christliche Version) oder aus den Blutstropfen des gebrochenen Herzens einer unglücklich verliebten aztekischen Göttin (heidnische), das mag jeder für sich selbst entscheiden 🙂

Nur auf eines sollte man bei der Auswahl seines Weihnachtssternes achten: sich damit keine unnötigen Pestizide ins Haus zu schleppen. Also unbedingt auf Pflanzen aus ökologischem Landbau zurückgreifen!
An einem hellen Fensterplatz mit Temperaturen um die 20 °C, mit eher weniger Wasser als zuviel und vor allem keinem Kalk darin kann das Blümchen auch in ganz normalen Haushalten mehrere Jahre alt werden.

Viel Freude beim vorweihnachtlichen Dekorieren wünscht Euch
Eure Astrid Süßmuth

P.S.: *psssssst*, nichtverraten! Auf meinen FNL-Kräuterkurs wartet morgen zu unserer kleinen Weihnachtsfeier auch für jeden ein kleiner Weihnachtsstern 🙂 Und klar reden wir dann auch drüber für was die Pflanze im alten Aztekenreich heilkundlich verwendet wurde!

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Rückblick auf ein winterliches Kräuterkurswochenende
Veröffentlicht am Montag, 10. Dezember 2018

mit den Themen Immergrüne Winterpflanzen und Kräuterkosmetik.
Schon das Sammeln der neunerlei Bäume in der Blumenschule Schongau war ein besonderes Erlebnis zwischen Regenbogen-Sonnenuntergang und Kerzenschein zwischen den Bäumen. Und unsere Kränze mit Weißtanne, Schwarzkiefer, Spirke, Libanon-Zeder, Buchs, Eibe, Thuje, Ilex und Mistel sind einfach herzensschön geworden. Und es waren wieder neun wunderbare Pflanzen, die wir in Brauchtum und Heilkunde kennengelernt haben.

Und die Kräuterkosmetik: Genial, wie einfach es geht wenn man weiß wie. Wie man etwa einen Ringelblumen-Lippenstift zubereitet, oder ein natürliches Deo mit soviel oder eben sowenig Duft wie man selber möchte. Sogar unsere Kräuter-Männer waren davon ganz angetan 😊
Neugierig auf mehr Kräuterwissen? Das gibt es beim Volksheilkundlichen Kräuterkurs an der FNL-Akademie in Oberbayern!


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Newsletter zum Advent 2018
Veröffentlicht am Dienstag, 4. Dezember 2018

Soeben erschienen ist der Newsletter „Vom Gletscher zum Steinkreis“ zum Advent 2018.
Themen sind u.a.
– der heutige Barbaratag und seine Bedeutung
– besondere Zimmerpflanzen und ihre Verwendung
– Zimmerpflanzen als Radiopodcast zum Nachhören in der BR-Mediathek.

Ihr habt noch gar kein Newsletterabo und erfahrt damit weder etwas zur heiligen Barbara, noch zu interessanten Winterzimmerpflanzen und schon gleich gar nichts über die letzten Neuigkeiten „Vom Gletscher zum Steinkreis?!
Dann unbedingt gleich den Newsletter abonnieren unter https://www.vomgletscherzumsteinkreis.de/newsletter/

Viel Spaß beim Lesen!

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Die Heilquelle der alten Göttin
Veröffentlicht am Samstag, 10. November 2018

Minerva Sulis - Die alte Quellgöttin des Heilwassers.An der Göttinnenquelle von Bath, dem römischen Aqua Sulis. Wenn auch in diesem Jahr der Herbst merkwürdig lange viel zu warm und viel zu golden scheint – Abend für Abend ziehen über den Wiesen dichte, dunkle Nebel auf. Wie schön ist es, sich bei solchem Nebelwetter in herrlich heißem Wasser zu aalen, den Rücken recken und zu strecken und das wohltuende Gefühl des puren Quellwassers auf der Haut zu spüren…

Die Lebensenergie, die allen Thermalquellen zu eigen ist, ist im südenglischen Bath besonders ausgeprägt. Schon die Römer errichteten hier eine Therme, wie sie nur noch in Rom selbst gefunden werden konnte: „Aqua sulis“, das Wasser der Göttin. Bereits bei den Kelten galt Bath als heiliger Ort, er war ihrer Heilung bringenden Sonnengöttin Sulis geweiht. Natürlich erkannten auch die geomantisch versierten Römer die Kraft des Ortes und weihen ihn ihrer Interpretation der göttlichen Präsenz: Minverva sulis, Kriegsgöttin und Heilerin.

Schon wenn man sich der Quelle nähert, ist die Kraft des puren Wassers zu spüren. Jede Faser im Körper sehnt sich danach, einzutauchen in das türkisgrüne Nass und Kontakt aufzunehmen mit der Göttin, die so offensichtlich hier noch immer Anwesend ist.

Als „Aqua Sulis“ wurde Bath zu einer der bedeutendsten römischen Siedlungen in ganz England. Der Legende nach wurde die Quelle von einem keltischen Prinzen namens Bladud entdeckt, der durch seine Lepraerkrankung dazu verurteilt war, sich als verbannter Schweinehirt zu verdingen. Nachdem er beobachtet hatte, wie seine Schweine nach einem Bad in der Quelle von diversen Hauterkrankungen genasen, vertraute auch er sich der Heilkraft dieses besonderen Wassers an – und wurde gesund. Bis in das viktorianische Zeitalter wurde die Heilquelle bei Lepra- und Hauterkrankungen, bei Unfruchtbarkeit, Lähmungen und Rheuma genutzt und weithin gerühmt. Studien zufolge enthält das Quellwasser mindestens 43 verschiedene Mineralien, unter anderem Eisen, Kupfer, Magnesium, Kalium und Radium. Heute ist das Wasser der Cross Spring nicht mehr für Badekuren nutzbar, Taubendreck und Rattenkot in den Wasserleitungen und alten Badebecken sind anscheinend nicht in den Griff zu bekommen…

Den Hauch einer Ahnung, wie sinnlich es einst gewesen sein muss, in das Wasser einzutauchen, sich inmitten ihres eigenen Elements mit der Göttin zu verbinden, kann man im modernen Thermalbad der nur wenige hundert Meter vom alten Kultplatz entfernten Hetling Spring erfahren. Es ist eine herrliche Erfahrung, wenn aber auch jederzeit bewußt ist, daß man sich nicht am eigentlichen Heiligen Ort befindet.

Glücklicherweise ist das Wasser der Cross Spring aber als direkte Quellentnahme in homöopathischer Zubereitung in Potenzen von D bis M erhältlich. Wenn unspezifische Schwäche, Lethargie und Antriebslosigkeit besonders in den Morgenstunden auftreten kann „Aqua sulis“ eine wunderbare konstitutionelle Ergänzung darstellen. Dies gilt besonders für Menschen mit starkem Wasserbezug, die von häufigen Wasser-Träumen und ständigen Durstgefühl mit großem Verlangen nach klarem Wasser erzählen und zu linksseitigen Beschwerden tendieren.

Bei trübem Herbstwetter hat sich folgende Tropfenmischung bewährt:

    „Aufhellender Wasserwirbel für Schmuddelwettertage (und andere mehr…)“ Aqua sulis X8, Helios                 30 ml Saphir D15 Ampullen, WALA  20 ml Marble C12, Helios                    10 ml Alchemilla C7                            20 ml Borago officinalis, Urtinktur     10 ml Rosmarin Urtinktur                     10 ml

Das südenglische Städtchen Bath liegt in einem lieblichen Tal, direkt in einer Schleife des Flüsschens Avon, hier befinden sich die einzigen heißen Quellen Englands. In einem gedachten Dreieck liegt Bath, das alte Aqua sulis, auf der Spitze eines Dreiecks, das es zusammen mit Stonehenge und Glastonbury bildet. Es ist als ob sich all die überschäumende Lebenskraft in den heißen Quellen vereint. Besucht man zunächst Stonehenge, danach Glastonbury und zum Schluß Bath, gleicht es dem Gefühl, tief in sich einem Lichtschein verspürt zu haben, diesen zu hegen und zu pflegen und schließlich damit als wohldosiertes Feuerwerk in die Welt zu treten.

 Bath, das römische Aqua sulis In den Tiefen des Quellenreichs von Aqua sulis, direkt am Herzschlag der alten Quellgöttin

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„Pflanzen für’s Herz“ auf BR Heimat
Veröffentlicht am Dienstag, 6. November 2018

Arnika, Weißdorn, Gingko und andere Heilpflanzen können das Herz heilen und stärken. Im Kräuterratsch auf BR Heimat zeigt die Heilpraktikerin Astrid Süßmuth bei Conny Glogger herzstärkende und herzerfreuende Pflanzen.

Sprichwörtlich „das Herz auf der Zunge“ tragen BR Heimat-Moderatorin Conny Glogger und Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth im kräuterkulturellen Ratsch des Monats November: Welche sind die besten herzstärkenden Heilpflanzen, was passiert, wenn ein Herz bricht, und gibt es sowas wie ein typisch bayerisches Herz-Brauchtum? Sicher ist jedoch eines: „A Herzerl fürs Herzerl“ bezieht sich nicht nur auf die beliebten Lebkuchenherzen, sondern auch auf die Form so mancher Herz-Heilpflanze!

Die Sendung vom 06. November 2018 ist nachzuhören unter https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2152982.html – viel Spaß!
(Foto: Bayerischer Rundfunk, 2018)

Fotos unten: Mit Artnika wurde schon die Herzerkrankung Goethes geheilt | Ginkgo ist eine klassische Heilpflanze zur Unterstützung der Durchblutung | Welcher Braut geht bei Pfingstrosen im Brautstrauß nicht das Herz auf?

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Nächte des Geistertreibens
Veröffentlicht am Mittwoch, 31. Oktober 2018

Unzählige geisterhafte Erscheinungen sollen die Allerheiligen- und die Allerseelennacht bevölkern, ein äußerst unheimliches Treiben das in ebenso unzähligen Überlieferungen und Legenden seinen Niederschlag gefunden hat. Es sind die „armen Seelen“ genannten unerlösten Toten, die in dieser Nacht zurück in unsere Welt kommen. Dem Menschen gefährlich werden die Seelengeister nur im Dunklen, weshalb niemand mehr nach Einbruch der Dunkelheit das Haus verlassen sollte – so heißt es nicht nur im Alpenraum, wo auf Allerheiligen hin die „Nacht der 1000 Lichter“ begangen wird.
Ein Kerzchen auf jedes Grab, ein Schälchen Milch unter den Hollerbaum für die armen Seelen und ein Hausgeist vor der eigenen Türe als Schutz vor den Dämonen der dunklen Zeit. Die einen stellen dafür kunstvoll geschnitzte Halloween-Kürbisse auf, traditioneller sind die herrlich schief flackernden Rübengoischter aus der heimischen Herbstrübe – oder man verbündet sich mit einem kleinne Lindengoischt.
Schade eigentlich, daß „Happy Halloween“ so gar nicht in den Alpenraum passt! Deshalb wünsche ich allen Lesern einfach eine herrlich spannende Geisterdunkelnacht. Buh!

 

 

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Herbstliches Heublumenseminar im Schloss Goldrain
Veröffentlicht am Montag, 29. Oktober 2018

Es gibt ja besonders schöne Seminarthemen und auch besonders schöne Seminarorte – wenn beides zusammenfällt, dann ist es ein unglaublicher Glücksfall*.
Passend zum (noch) goldenen Herbst im #Südtirol durfte ich im wunderschönen Schloss Goldrain (#schlossgoldrain) zusammen mit einer hochengagierten Gruppe das Blütengold der Berge erarbeiten: die #Heublumen. Und als das Wetter gekippt ist, Regen und Schnee die Laune hätten verdrießen können? Kein Problem, dank der Heublumen!
Heublumenwickel, Heublumenkompressen und viele andere Zubereitungen frisch von der Alm haben uns wohlig und kuschelwarm gehalten. Sicherlich lag das aber auch am heimeligen Ambiente unseres Seminarraums in der urigen Schlossküche, die zum Schluss nicht nur nach #Bergblumen, sondern auch nach besonders feinem, im Heubad gekochten Schinken geduftet hat:

Wenn man einen großen Schinken schmackhaft sieden will, so legt man ihn in einen Hafen, in welchen er gut paßt, gibt etliche Hände voll Heublumen dazu, füllet den Hafen mit Wasser an, läßt den Schinken gehörig, aber nicht zu weich sieden, damit er seinen Saft behält.“
(aus: „Die baierischer Köchin in Böhmen“ von Maria Anna Neudecker. Mayer’sche Buchhandlung, 1816)

 

* Nur um ganz ehrlich zu sein: Manchmal gibt es tatsächlich auch den ganz dummen Fall, daß beides besonders blöd ist… 😉

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Herbsthausaufgabe für den Kräuterkurs
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Oktober 2018

Kleine, herbstliche Hausaufgabe für die diesjährigen Teilnehmer am Volksheilkundlichen Kräuterkurs – wie schauts aus, wer kennt die Ursprungspflanzen?
Und nein Ihr brauch gar nicht gucken, die Lösungen hab‘ ich natürlich nicht verhashtagt 😉

Viel Spaß beim lustingen Pflanzenraten!

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So eine Manuskriptabgabe…
Veröffentlicht am Freitag, 19. Oktober 2018

… ist eigentlich immer so ein bisserl ein kleines persönliches Festl.
In diesem Fall mit 1400 Höhenmetern, drei Gipfeln und einem Weißbier zum Kirschkuchen mit #Kaiserblick – bestes bayerisches Brauchtum wie ich finde bei goldenster bayerischer Herbstsonne.
Jetzt noch kurz Verschnaufen, dann geht es ins Lektorat – und zum #Lichtmesstag freue ich mich auf eine tolle Buchneuerscheinung 🙂

… *glücklich* mit #FreyaVerlag und #ConnyGlogger bei der #Manuskriptabgabe

 

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Apfelringe – fein und gesund!
Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2018

Welch eine Wahnsinnsernte dieses Jahr in Schwiegermutters Garten! Nach kiloweise eingekochtem Apfelmus sind heute Apfelringe die Verarbeitungsart des Tages. Und was für eine feine!
Während sich beim schonenden Dörrvorgang zwar das Wasser reduziert, bleiben sowohl Mineralstoffe also auch Vitamine erhalten – genauso wie die Süße der alten Obstsorten.
Entsprechend einer bereits im Jahr 2011 vorgestellten Studie bewirkt der tägliche Verzehr von (gedörrten) Apfelringen eine signifikante Senkung der LDL-Cjholesterinwerte und führt darüberhinaus sogar zu einer langfristigen Gewichtsabnahme.
Ob das wohl daran liegt, daß Apfelringe einfach ein wunderbarer Snack für die nächste Bergtour sind und einen Zusatzkick geben um noch viel mehr sportliche Leistung zu bringen? 🙂

Nur eines erstaunt mich gerade: Der hohe Wasserverlust während des Dörrens. Nicht nur daß sich die Apfelscheiben vor meinen Augen zusammenziehen; wenn ich nach einer halben Stunde wieder nach dem Dörrfortschritt sehe, dann bemerke ich jedesmal, daß sich offensichtlich wieder eine ganze Apfelscheibe im Mengenverlust verflüchtigt hat!

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Pilzexkursion in der Kräuterausbildung
Veröffentlicht am Montag, 8. Oktober 2018

Was für ein spannendes Wochenende im Volksheilkundlichen Kräuterkurs! Klostergarten, Forstgarten, Eichelliqueur (selbst zubereitet natürlich) und zum krönenden Abschluss eine Pilzexkursion mit unserem wunderbaren Förster.
Und nicht nur meine Teilnehmer waren es, sondern auch ich bin vollkommen überwältigt von der unglaublichen Welt der Pilze zu der wir im ersten Urwald Bayerns durch einen kleinen Türspalt hineinschauen durften. Nein, nicht nur eine Welt, ein ganzer Kosmos der sich in allen möglichen Fomen und Farben am Waldboden ausbreitet!
Daß der Parasolpilz nur dann der Echte ist, wenn man seinen Ring verschieben kann – okay, das kriegen wir noch hin und den einen oder anderen Pilz haben wir uns wohl auch gemerkt. Aber die Pilzkunde ist und bleibt einfach unglaublich anspruchsvoll, dabei aber auch unglaublich schön und unglaublich lecker 🙂

Für den geneigten Leser nun noch ein kleines Rätsel:
Welcher der vier folgenden Pilze ist ein guter Speisepilz, welcher nur jung essbar, welcher ungenießbar und welcher ist schon in der allergeringsten Menge absolut tödlich?
Die Auflösung steht unter den Fliegenpilzchen!

   

Hier die Auflösung zum herbstlichen Pilzeraten:
Guter Speisepilz: Semmel-Stoppling, Bild Nummer zwei.
Nur jung essbar: Igel-Stäubling, Bild Nummer drei.
Ungenießbar: Buchen-Schleimrübling, Bild Nummer eins.
Absolut tödlich: Grüner Knollenblätterpilz, Bild Nummer vier.

Das Beste an diesem Rätsel? Klar: hier kann niemandem etwas Falsches in den Kochtopf hüpfen!
Wer nächstes Jahr dabei ist im Volksheilkundlichen Kräuterkurs in Oberbayern, der hat eine ziemlich große Chance, diese wunderschönen Besonderheiten auch live und in voller Größe zu erleben – klar machen wir wieder eine Pilzexkursion!

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