Pilzexkursion in der Kräuterausbildung

Was für ein spannendes Wochenende im Volksheilkundlichen Kräuterkurs! Klostergarten, Forstgarten, Eichelliqueur (selbst zubereitet natürlich) und zum krönenden Abschluss eine Pilzexkursion mit unserem wunderbaren Förster.
Und nicht nur meine Teilnehmer waren es, sondern auch ich bin vollkommen überwältigt von der unglaublichen Welt der Pilze zu der wir im ersten Urwald Bayerns durch einen kleinen Türspalt hineinschauen durften. Nein, nicht nur eine Welt, ein ganzer Kosmos der sich in allen möglichen Fomen und Farben am Waldboden ausbreitet!
Daß der Parasolpilz nur dann der Echte ist, wenn man seinen Ring verschieben kann – okay, das kriegen wir noch hin und den einen oder anderen Pilz haben wir uns wohl auch gemerkt. Aber die Pilzkunde ist und bleibt einfach unglaublich anspruchsvoll, dabei aber auch unglaublich schön und unglaublich lecker :-)

Für den geneigten Leser nun noch ein kleines Rätsel:
Welcher der vier folgenden Pilze ist ein guter Speisepilz, welcher nur jung essbar, welcher ungenießbar und welcher ist schon in der allergeringsten Menge absolut tödlich?
Die Auflösung steht unter den Fliegenpilzchen!

   

Hier die Auflösung zum herbstlichen Pilzeraten:
Guter Speisepilz: Semmel-Stoppling, Bild Nummer zwei.
Nur jung essbar: Igel-Stäubling, Bild Nummer drei.
Ungenießbar: Buchen-Schleimrübling, Bild Nummer eins.
Absolut tödlich: Grüner Knollenblätterpilz, Bild Nummer vier.

Das Beste an diesem Rätsel? Klar: hier kann niemandem etwas Falsches in den Kochtopf hüpfen!
Wer nächstes Jahr dabei ist im Volksheilkundlichen Kräuterkurs in Oberbayern, der hat eine ziemlich große Chance, diese wunderschönen Besonderheiten auch live und in voller Größe zu erleben – klar machen wir wieder eine Pilzexkursion!


6 Kommentare zu “Pilzexkursion in der Kräuterausbildung
  1. Lisa sagt:

    Die Nummer drei ist ja hübsch, der Pilz schaut ja aus wie ein kleiner Igel! Und das soll man wirklich essen können, piekst das nicht?

    • Astrid Süßmuth sagt:

      Nein, als ganz junger Pilz nicht :-) Übrigens heißt er auf Englisch ganz passend „Hedgehog Mushroom“, passt doch oder?

  2. Huber E. sagt:

    Den Semmelstoppling kenn ich gut, die gibt es viele bei uns im Wald und wir haben die schon als Kinder immer gesammelt. Heute lassen den schönen Pilz aber viele Leute stehen, ich glaube er ist ihnen zu klein zum Sammeln.

  3. S.B. Reichelt sagt:

    Uuuuh, der Knollenblätterpilz, das ist doch der an dem so viele Leute sterben. Und der ist da einfach so freilaufend im Wald? Das ist ja gemeingefährlich!

    • Astrid Süßmuth sagt:

      Ja, völlig freilaufend – soweit man das als Pilz kann, natürlich. Und fürchterlich schwierig von ähnlichen Speisepilzen zu unterscheiden, so als Nichtfachmann.

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