Blog 2018

Schlagwort: Natur
Der Weihnachtsstern
Veröffentlicht am Freitag, 7. Dezember 2018

ist ein Wolfsmilchgewächs aus Südamerika. Seinen hübschesten Namen hat er aber in Französischen, nämlich „Etoile d’amour“ (Liebesstern). In den Laubwäldern Südamerikas blüht Euphorbia pulcherrima – zu deutsch die schönste aller Wolfsmilchgewächse – zwischen November und Februar. Dann leuchten auch die farbig überlaufenen Hochblätter in durchdringendem Signalrot, denn die unscheinbaren gelbgrünen Blütchen würden im Dunkel des Waldes kaum Aufsehen erregen.
Nicht nur das Dunkel der tropischen Wälder leuchtet der Weihnachtsstern so aus, sondern auch die dunklen Nächte rund um die Wintersonnwende, wenn er zu gleich Hunderten unsere Wohnungen bevölkert seit ihn Alexander von Humboldt nach Europa brachte.

Die Zimmerpflanze, die unsere traditionellen Weihnachtsfarbe Rot und Grün wiedergibt ist in manch ein Beziehung auch wirklich ein klasse Mitbewohner: Baubiologisch sehr empfehlenswert, weil er durch den Abbau chemischer Schadstoffe das Raumklima verbessert und nach Feng Shui, weil er ganz einfach die Laune der anwesenden Personen hebt. Kleinere Kinder und Haustiere sollte man allerdings von ihm fernhalten, wie alle Wohlfsmilchgewächse ist auch der Weihnachtsstern giftig.
Ob der Weihnachtsstern nun aber aus dem schlichten Grassträußchen entstanden ist, das das arme mexikanische Mädchen Pepita mit Tränen benetzte als es seine Gabe in die Krippe zum Jesuskind legte (christliche Version) oder aus den Blutstropfen des gebrochenen Herzens einer unglücklich verliebten aztekischen Göttin (heidnische), das mag jeder für sich selbst entscheiden :-)

Nur auf eines sollte man bei der Auswahl seines Weihnachtssternes achten: sich damit keine unnötigen Pestizide ins Haus zu schleppen. Also unbedingt auf Pflanzen aus ökologischem Landbau zurückgreifen!
An einem hellen Fensterplatz mit Temperaturen um die 20 °C, mit eher weniger Wasser als zuviel und vor allem keinem Kalk darin kann das Blümchen auch in ganz normalen Haushalten mehrere Jahre alt werden.

Viel Freude beim vorweihnachtlichen Dekorieren wünscht Euch
Eure Astrid Süßmuth

P.S.: *psssssst*, nichtverraten! Auf meinen FNL-Kräuterkurs wartet morgen zu unserer kleinen Weihnachtsfeier auch für jeden ein kleiner Weihnachtsstern :-) Und klar reden wir dann auch drüber für was die Pflanze im alten Aztekenreich heilkundlich verwendet wurde!

 

 

 

 

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Newsletter zum Advent 2018
Veröffentlicht am Dienstag, 4. Dezember 2018

Soeben erschienen ist der Newsletter „Vom Gletscher zum Steinkreis“ zum Advent 2018.
Themen sind u.a.
– der heutige Barbaratag und seine Bedeutung
– besondere Zimmerpflanzen und ihre Verwendung
– Zimmerpflanzen als Radiopodcast zum Nachhören in der BR-Mediathek.

Ihr habt noch gar kein Newsletterabo und erfahrt damit weder etwas zur heiligen Barbara, noch zu interessanten Winterzimmerpflanzen und schon gleich gar nichts über die letzten Neuigkeiten „Vom Gletscher zum Steinkreis?!
Dann unbedingt gleich den Newsletter abonnieren unter https://www.vomgletscherzumsteinkreis.de/newsletter/

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

 

 

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Das Rosengeheimnis
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. November 2018

Das Rosengeheimnis, oder: Was die Rose im Schnee barg.
Viele Tage lang schon hatte ich sie beobachtet. Wie sie im ungewöhnlich warmen Spätherbste einen ihrer Triebe der immer schwächer werdenden Sonne entgegenstreckte, wie sich an der Triebspitze langsam ein kleines Kügelchen formte, das sich immer mehr aufplusterte und unter dessen satttgrünen Deckblättern schließlich ein zartrosa Flaum hervorschimmerte. Kein Zweifel: Eine Rosenknospe, die mir im November noch ihren Duft und ihre Schönheit schenken will. Dann legte sich eine feine Schneedecke über den Garten, endlich Winter!
Aber die kleine Rose? – Ich hatte sie vergessen.

Bis heute morgen, als ich durch den Garten ging und mir am Rande der Terrasse etwas ins Auge stach. Rosa rot, so ein bisserl wie ein verlorenes Herz, das achtlos der eisigen Kälte preisgegeben worden war: Die kleine Rosenknospe. Der Schnee hatte sie nicht zerstört, er hatte sie vielmehr beschützt vom eisigen Wind und der Kälte der sternklaren Nächte. Nun aber war wohl auch seine Kraft erschöpft, niedergedrückt lag die Rosenknospe, die jetzt vielmehr schon zu einer kleinen Blüte herangereift war einsam vor meinen Füßen. Vorsichtig schnitt ich sie ab, brachte sie ins Haus, und stellte sie in eine kleine Vase.
Es dauerte nur wenige Stunden, bis sie mir ihr Geheimnis preisgab, zauberhaft eingebettet in einem freudetanzenden Sommerrosenduft, der meinen Schreibtisch umhüllt.

„Auch wenn Du mich nicht siehst, ich bin dennoch da. Ob eingeschlossen oder nur verborgen, ich trage meine Kraft in mir. Weck mich nur auf und nimm mich mit Dir!“

Oder will uns die Rose vielleicht nur einen Hinweis auf den kommenden Winter geben, wie folgende Bauernregel für den November beschreibt:
Blühts im November wieder neu, währt der Winter bis zum Mai.

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Herbstliches Heublumenseminar im Schloss Goldrain
Veröffentlicht am Montag, 29. Oktober 2018

Es gibt ja besonders schöne Seminarthemen und auch besonders schöne Seminarorte – wenn beides zusammenfällt, dann ist es ein unglaublicher Glücksfall*.
Passend zum (noch) goldenen Herbst im #Südtirol durfte ich im wunderschönen Schloss Goldrain (#schlossgoldrain) zusammen mit einer hochengagierten Gruppe das Blütengold der Berge erarbeiten: die #Heublumen. Und als das Wetter gekippt ist, Regen und Schnee die Laune hätten verdrießen können? Kein Problem, dank der Heublumen!
Heublumenwickel, Heublumenkompressen und viele andere Zubereitungen frisch von der Alm haben uns wohlig und kuschelwarm gehalten. Sicherlich lag das aber auch am heimeligen Ambiente unseres Seminarraums in der urigen Schlossküche, die zum Schluss nicht nur nach #Bergblumen, sondern auch nach besonders feinem, im Heubad gekochten Schinken geduftet hat:

Wenn man einen großen Schinken schmackhaft sieden will, so legt man ihn in einen Hafen, in welchen er gut paßt, gibt etliche Hände voll Heublumen dazu, füllet den Hafen mit Wasser an, läßt den Schinken gehörig, aber nicht zu weich sieden, damit er seinen Saft behält.“
(aus: „Die baierischer Köchin in Böhmen“ von Maria Anna Neudecker. Mayer’sche Buchhandlung, 1816)

 

* Nur um ganz ehrlich zu sein: Manchmal gibt es tatsächlich auch den ganz dummen Fall, daß beides besonders blöd ist… ;-)

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Herbsthausaufgabe für den Kräuterkurs
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Oktober 2018

Kleine, herbstliche Hausaufgabe für die diesjährigen Teilnehmer am Volksheilkundlichen Kräuterkurs – wie schauts aus, wer kennt die Ursprungspflanzen?
Und nein Ihr brauch gar nicht gucken, die Lösungen hab‘ ich natürlich nicht verhashtagt ;-)

Viel Spaß beim lustingen Pflanzenraten!

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

So eine Manuskriptabgabe…
Veröffentlicht am Freitag, 19. Oktober 2018

… ist eigentlich immer so ein bisserl ein kleines persönliches Festl.
In diesem Fall mit 1400 Höhenmetern, drei Gipfeln und einem Weißbier zum Kirschkuchen mit #Kaiserblick – bestes bayerisches Brauchtum wie ich finde bei goldenster bayerischer Herbstsonne.
Jetzt noch kurz Verschnaufen, dann geht es ins Lektorat – und zum #Lichtmesstag freue ich mich auf eine tolle Buchneuerscheinung :-)

… *glücklich* mit #FreyaVerlag und #ConnyGlogger bei der #Manuskriptabgabe

 

5 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Apfelringe – fein und gesund!
Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2018

Welch eine Wahnsinnsernte dieses Jahr in Schwiegermutters Garten! Nach kiloweise eingekochtem Apfelmus sind heute Apfelringe die Verarbeitungsart des Tages. Und was für eine feine!
Während sich beim schonenden Dörrvorgang zwar das Wasser reduziert, bleiben sowohl Mineralstoffe also auch Vitamine erhalten – genauso wie die Süße der alten Obstsorten.
Entsprechend einer bereits im Jahr 2011 vorgestellten Studie bewirkt der tägliche Verzehr von (gedörrten) Apfelringen eine signifikante Senkung der LDL-Cjholesterinwerte und führt darüberhinaus sogar zu einer langfristigen Gewichtsabnahme.
Ob das wohl daran liegt, daß Apfelringe einfach ein wunderbarer Snack für die nächste Bergtour sind und einen Zusatzkick geben um noch viel mehr sportliche Leistung zu bringen? :-)

Nur eines erstaunt mich gerade: Der hohe Wasserverlust während des Dörrens. Nicht nur daß sich die Apfelscheiben vor meinen Augen zusammenziehen; wenn ich nach einer halben Stunde wieder nach dem Dörrfortschritt sehe, dann bemerke ich jedesmal, daß sich offensichtlich wieder eine ganze Apfelscheibe im Mengenverlust verflüchtigt hat!

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Pilzexkursion in der Kräuterausbildung
Veröffentlicht am Montag, 8. Oktober 2018

Was für ein spannendes Wochenende im Volksheilkundlichen Kräuterkurs! Klostergarten, Forstgarten, Eichelliqueur (selbst zubereitet natürlich) und zum krönenden Abschluss eine Pilzexkursion mit unserem wunderbaren Förster.
Und nicht nur meine Teilnehmer waren es, sondern auch ich bin vollkommen überwältigt von der unglaublichen Welt der Pilze zu der wir im ersten Urwald Bayerns durch einen kleinen Türspalt hineinschauen durften. Nein, nicht nur eine Welt, ein ganzer Kosmos der sich in allen möglichen Fomen und Farben am Waldboden ausbreitet!
Daß der Parasolpilz nur dann der Echte ist, wenn man seinen Ring verschieben kann – okay, das kriegen wir noch hin und den einen oder anderen Pilz haben wir uns wohl auch gemerkt. Aber die Pilzkunde ist und bleibt einfach unglaublich anspruchsvoll, dabei aber auch unglaublich schön und unglaublich lecker :-)

Für den geneigten Leser nun noch ein kleines Rätsel:
Welcher der vier folgenden Pilze ist ein guter Speisepilz, welcher nur jung essbar, welcher ungenießbar und welcher ist schon in der allergeringsten Menge absolut tödlich?
Die Auflösung steht unter den Fliegenpilzchen!

   

Hier die Auflösung zum herbstlichen Pilzeraten:
Guter Speisepilz: Semmel-Stoppling, Bild Nummer zwei.
Nur jung essbar: Igel-Stäubling, Bild Nummer drei.
Ungenießbar: Buchen-Schleimrübling, Bild Nummer eins.
Absolut tödlich: Grüner Knollenblätterpilz, Bild Nummer vier.

Das Beste an diesem Rätsel? Klar: hier kann niemandem etwas Falsches in den Kochtopf hüpfen!
Wer nächstes Jahr dabei ist im Volksheilkundlichen Kräuterkurs in Oberbayern, der hat eine ziemlich große Chance, diese wunderschönen Besonderheiten auch live und in voller Größe zu erleben – klar machen wir wieder eine Pilzexkursion!

7 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Eicheln sammeln – Vorbereitungen für den Kräuterkurs
Veröffentlicht am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… Die Möglichkeiten sind groß, der Geschmack prima und die Gesundwirkung klasse. Schade, daß die vielen Verwendungsmöglichkeiten von Eicheln ziemlich in Vergessenheit geraten sind.
Für das kommende Ausbildungswochenende des Volksheilkundlichen Kräuterkurses an der FNL-Akademie (mehr dazu hier!) stehen deshalb neben einer Pilzexkursion mit dem allerbesten Förster der Welt ;-) unter anderem auch Eichelzubereitungen auf dem Stundenplan.
Und lieb wie ich bin, hab‘ natürlich auch ich fleißig Eicheln gesammelt, damit wir genügend zum Verarbeiten haben (Ihr wisst schon, Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… – das Rezept für Eichelbrot findet Ihr weiter unten bzw. im Blog*). Unter erschwerten Bedingungen, in direkter Konkurrenz zu vorher durchgepflügten Wildschweinrotten, im hohen Gras und bei REGEN! Aber dafür mit ehegattlicher Unterstützung, und so kamen wir schließlich auch stolze 6,25 Kilogramm :-)

Rezept für Eichelbrot
200 g Eicheln
300 g Mehl
1 TL Salz
20 ml Olivenöl
50 ml Milch
50 ml lauwarmes Wasser
½ Würfel Hefe
2 Äpfel

– Eicheln in einer Eisenpfanne leicht anrösten, dann mit dem Nussknacker aufknacken, und verlesene Kerne für 2 Tage in eine Wasserschüssel legen um die Gerbstoffe herauszuschwemmen, Wasser zweimal wechseln, Eicheln danach gut abtropfen lassen und mahlen – zur Not auch in einer Kaffeemühle, dann wird aber das Mehl grober.
– Hefe in Milch auflösen, mit Mehlen, Öl und Salz vermengen
– Äpfel reiben und unter unterheben
– Teig zugedeckt eine Stunde gehen lassen, nochmals kräftig durchkneten und in eine befettete und gemehlte Form füllen, nochmals ½ Std. gehen lassen.
– Im vorgeheizten Backofen bei 180°C für 60 Minuten backen

* für alle diejenigen, die siesen Beitrag auf Facebook, Instagram oder Pinterest lesen.

 

 

6 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Radiotipp 02.10.18: Schwammerl in Brauchtum und im Medizinschrank
Veröffentlicht am Dienstag, 2. Oktober 2018

Herbstzeit ist Schwammerlzeit. Die BR Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth kennt sich auch mit Reherl, Stein- und Fliegenpilzen aus. Zusammen mit Moderatorin Conny Glogger geht’s in die Schwammerl!
Sie sind überall mitten unter uns, fast das ganze Jahr über führen sie aber ein völlig unauffälliges Dasein – bis eines schönen Spätsommertages nach einem leichten Regenschauer überall im Wald die Pilzhütchen aus dem feuchten Boden sprießen. Hier ein Hexenring, da ein märchenhafter Fliegenpilz – und wer Pech hat, der tritt am Ende noch auf einen Teufelsbovist! BR Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth geht im Oktober zusammen mit Heimat-Moderatorin Conny Glogger auf Schwammerlsuche und berichtet von manch wilder Legende, manch heilsamen Pilz und manch gschmackigem Rezept.

„Habe die Ehre!“ – Der kräuterkulturelle Talk am Dienstag, den 02. Oktober 2018 von 10 – 12:00 Uhr auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks – digital, über Internet oder Satellit!

Zur Fotostrecke: https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/schwammerl-pilze-sammeln-medizin-kraeuterexpertin-astrid-suessmuth-100.html

Zur Sendungshomepage mit Link zum Podcast (verfügbar ab ca. 15:00 Uhr): https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2115912.html

 

 

4 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Gautinger Spätlese 2018.
Veröffentlicht am Sonntag, 23. September 2018

Wenn auch das Traumwetter mit den ersten Herbstböen sowas von in die Berge locken würde – noch länger kann die Traubenlese auf der heimischen Terrasse nicht warten, wie so vieles in diesem Jahr sind auch die Weintrauben fast 3 Wochen früher reif als gewöhnlich. Und wie reif sie sind! Knackig, süß und einfach köstlich – genauso wie der Traubensaft, der gerade in meiner Küche abkühlt.
Traubensaft, und zwar ganz frischer Traubensaft hat eine ähnlich cardioprotektive Wirkung wie der im Rahmen einer feinen Mittelmeerküche als in Maßen zu genießende Rotwein. Ohne Alkohol als Konservator zersetzen sich seine Polyphenole jedoch nach kurzer Zeit.
Nun denn, was spricht also gegen ein frühherbstliches dolce far niente auf der Terrasse mit einem Gläschen frischem Traubensaft aus eigenem Anbau und mit einem stillen Dank an all die Gartennymphen, die sich hier auch in diesem Jahr wieder so emsig getummelt haben? Und natürlich einem kleinen Dankesschwupps dafür in das Beet, dorthin wo die silbrige Kugel gerade so wunderbar in den warmen Sonnenstrahlen blitzt!



 

3 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Vorbereitungen für den Kräuterkurs: Fermentierter Erdbeerblättertee
Veröffentlicht am Montag, 18. Juni 2018

Vorbereitungen für unser nächstes Kurswochenende beim Volksheilkundlichen Kräuterkurs an der FNL-Akademie in Bayern: Fermentierter Erdbeerblättertee, den wir gemeinsam herstellen wollen.
Nicht nur als geschmackvoller aber dabei koffeinfreier Zusatz für die Hausteemischung, sondern vor allem als Eisteevariante im Sommer sind Erdbeerblätter in dieser Zubereitungsart geschmacklich höchst zu empfehlen.

Ohnehin ist die Walderdbeere ein höchst empfehlenswertes Pflänzchen, das nicht nur bei Glutenunverträglichkeit eingesetzt werden kann, sondern auch tonisierend und kardioprotektiv wirkt. Neueren Forschungsergebnissen nach ist der wässrige Extrakt von Walderdbeer-Blättern ein direkter Vasodilatator, dessen Wirkung mit der von Weißdornblättern und -blüten direkt vergleichbar ist.

 

 

 


 

3 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Die süßesten Kirschen…
Veröffentlicht am Dienstag, 12. Juni 2018

… wachsen nicht in Nachbars Garten, sondern in meinem eigenen ;-) 
#kirschenernten #diesüßestenkirschen #naschenerlaubt #naschkätzchen #füreineschwarzekirsche…

Von der prallsüßen Symbolik ganz abgesehen – Kirschen schmecken nicht nur hochfein, sie gehören auch zu den heimischen Superfoods. In Studien konnte bereits eine positive Auswirkungdes bloßen Verzehrs von Kirschen auf Hyperurikämie, Arthritis, Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, erniedrigte HDL-Cholesterinwerte, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes festgestellt werden, zudem haben Kirschen eine deutliche neuroprotektive Wirkung.
Ganz schön beeindruckend finde ich.

 

Ob man nun von dem Sprichwort „Wer gern Kirschen isst, lernt leicht klettern“ auch einen positiven Effekt auf das sichere Beherrschen des oberen VI. Schwierigkeitsgrades ableiten kann ist nicht geklärt.
Wobei mir das jetzt eigentlich egal ist – ich mag die süßen Köstlichkeiten hier einfach wegvernaschen :-P Jetzt. Ratzeputz. Schleck.
Und dann schaun ma moi ;-)

 


 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Orchideenzauberwelten
Veröffentlicht am Montag, 11. Juni 2018

Wer dieser Tage mit offenen Augen die Bergwelt durchstreift, wird sich hier und da verwundert die Augen reiben: Auf dem dichten Gras grinst einen unvermittelt ein rosa Kasperl an, neben dem sich ein grünes Männchen im Sonnenschein räkelt. Pure Einbildung? Nein – es ist das Zauberreich der Orchideen, das sich jedem offenbart, der der Natur seine ungeteilte Aufmerksamkeit und einen genauen Blick schenkt.

Ob es einem wohl jemals wieder möglich ist, die Natur anders als einen von unzähligen Wesen beseelten ort zu sehen, wenn man auch nur einmal in der Kugelorchis einen rosa Kasperl, im Großen Zweiblatt das Grüne Männchen (vermutlich weniger vom Mars als von den Lechtalern), in der Ragwurz die Fliegenkönigin und im Knabenkraut das Hausgespenst mit Zipfelmütze gesehen hat? Ich glaube nicht.

Wo man am besten wandern sollte um solchen Zauberwesen zu begegnen? Hervorragende Chancen aus Orchideenkasperl und Grüneszweiblattmännchen hat man derzeit in den Lechtaler Alpen zwischen Außerfern und Imst :-)
Und wie man sich am besten auf diese Begegnungen der botanischen Art vorbereitet? Zum Beispiel mit einem Führer zu den Orchideenparadiesen Europas  – oder dem wunderbaren Buch der Orchideen Bayerns des Arbeitskreises heimische Orchideen Bayern e.V.


 

5 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Rückblick auf den 3. FNL Kräuterkongress.
Veröffentlicht am Montag, 4. Juni 2018

Wie immer ist eine Rückschau auf eine besonders schöne und reiche Zeit ein bisserl von Melancholie erfüllt – so wie jetzt eben auch der Rückblick auf den 3. Kräuterkongress der Freunde Naturgemäßer Lebensweise FNL, vom 1. – 3. Juni 2018 in St. Georgen am Längsee in Kärnten.
Die über 1000 Jahre alte Klosteranlage rund um die Georgskirche auf einem sanften Hügel oberhalb des idyllischen Längsees wirkt wie der ruhige Pol inmitten der vier Heiligen Berge Kärntens – ein ganz besonderer Ort, ein Kraftort wie gemacht um in stimmigster Atmosphäre (Kräuter-) Wissen zu teilen, alte Freundschaften wiederzubeleben und neue zu schließen (im Bild: Amchi Wangdue, Siegrid Hirsch, Wolf-Dieter Storl, Florian Ploberger, Sieglinde Salbrechter, Astrid Süßmuth, v.r.n.l  | Foto: Wolfgang Ruzicka, danke :-*).

Unter dem Schwerpunktthema „Kräutersprache“ konnten fast 500 Besucher eine reiche Auswahl von Fachvorträgen grandioser Referentenkollegen lauschen, wobei die Bandbreite von Tibetischer Medizin über Kräutermandalas und Spagyrik bis hin zur Heilkraft der Küchenapotheke reichte.

Mein großer Dank geht an das einzigartige FNL-Team mit Siglinde Salbrechter und Katrin Giermaier an vorderster Front und dem einzigartigen Wolfgang Ruppnig an der Gitarre – so eine einzigartige Blues-Flamenco-Referentenvorstellung wie bei meinem Vortrag „Kräuter der Nacht“ hab‘ ich ja noch gar nie erlebt :-) :-) :-) Es war einfach klasse, mit mitsummenden, mitwippenden und dann auch dem Vortrag voll mitgehenden Publikum im (über)vollem Saal <3
(Vortragsfoto: Christine Spazier, auch Dir danke :-*)

Nachfolgend noch einige Impressionen für diejenigen die nicht dabeisein konnten – und natürlich auch für all die Kräuterfreunde, mit denen ich drei grandiose Tage in Kärnten verbringen durfte. I mog Eich fei :-)

 
Letzte Vortragsvorbereitungen

 
Verzauberte Abendstimmung mit Blick auf den mystischen Triglav

 
Geschäftiges Kongresstreiben im Stift St. Georgen am Längsee

18 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Das Weiße Waldvögelein – Heilkraft der Schönheit.
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Mai 2018

 

Das Weiße Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) blüht zwischen Mai und Juli in den heimischen Bergwäldern. Oft sind es ganz verträumte Orte, an denen diese herrliche kleine Orchidee wächst.
Wer sich die Zeit nimmt, direkt bei ihr eine Pause einzulegen, sich dem Träumen hingibt und einfach nur die Schönheit von Orchidee und Umgebung auf sich wirken lässt…, der kann erfahren, wie sehr Schönheit und Ruhe dazu beitragen, sich „heil“ zu fühlen.

Tatsächlich scheint sich die Aura dieser einzigartig filigranen und doch so erhaben aufgerichteten Pflanze weit um sie herum auszudehnen und auch jeden einzuhüllen, der bei ihr verweilt. Vielleicht heißt es deshalb, daß der Spaziergang zu einem Ort an denen gleich mehrere dieser kleinen Orchideen wachsen um dort ruhig innezuhalten als Reinigung von Geist und Seele, wenn man Kontakt mit Wesen und Menschen hatte, die keine gute Energie ausstrahlen.
Eine ökologische Besonderheit des Weißen Waldvögeleins ist sein Habitat in (montanen) Fichtenmonokulturen, binnen weniger Jahre kann es sich dort flächig ausbreiten. Welche herausragende Signatur, für die heilsame Regenerationskraft der Pflanze!
Ich finde es häufig sogar ganz körperlich greifbar, daß sich die strahlende Ausstrahlung der leuchtendweißen Blüten auch in mir wiederspiegelt – manche sagen sogar, eine Meditation beim Waldvögelein würde das innere Licht eines Menschen entfachen. Probieren Sie es doch einfach aus und gehen Sie hinauf in die Bergwälder, wo diese wunderbare heimische Orchidee jetzt zischen Mai und Juni (wieder!) an vielen Orten ihre weißen Blütenflämmchen gen Himmel reckt.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine herrliche zweite Pfingstferienwoche, vielleicht sogar in den Bergen mit der einen oder anderen Begegnung mit den Schönheiten der Natur!


 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Hollerkücherl im Bierteig
Veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2018

Eine der schönsten Seiten des Monats Mai ist für mich immer wieder der  Genuss feinster Hollerspezialitäten. So lecker die Kücherl, so einfach die Zubereitung:

– 140 g Mehl
250 ml Bier
2 Eier
Zucker und 1 Prise Salz
20 g Butter
12 Hollerblütendolden,
700 g Butterschmalz

Eier trennen, Eigelb mit Mehl, Bier, Zucker, Salz und geschmolzenem Butter verrühren. Steifgeschlagenes Eiweiß unterheben, Blütendolden in den Bierteig tauchen und gleich einer hohen Pfanne mit dem zerlassenen Butterschmalz ausbacken, noch heiß servieren, nach Geschmack evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen – viel Spaß beim Fingerabschlecken 😊

Den Holler jetzt aber nur auf eine frühsommerlicher Leckerei zu beschränken wäre völlig falsch. Richtig ist vielmehr, daß der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) – so der korrekte Name des bayrischen Hollers – zu den wichtigsten Heilpflanzen in der Hausapotheke gehöre.

Holunderblütentee wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, er ist entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral; gleichzeitig stimulieren die in den Blüten enthaltenen Flavonoide die Gewebszellen in den Atemwegen, unterstützen damit den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien und lösen hartnäckigen Stockschnupfen. Anwendungsgebiete sind insbesondere trockener Husten und obstruktive Bronchitis, Heiserkeit durch Schleim im Kehlkopf und durch Schnupfen bedingte Stillprobleme bei Babys. Bei Kopf- und Ohrenschmerzen wirken Holunderblüten schmerzlindernd, auf Kinder zudem beruhigend. Holunderblütentee vor dem Schlafengehen kann übermäßige Albtraumneigung nach Schock- und Schreckerlebnissen mildern.
(aus: „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“ von Astrid Süßmuth / Steffen G. Fleischhauer, at Verlag 2018)


 

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Hollerkücherl im Bierteig
Veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2018

Eine der schönsten Seiten des Monats Mai ist für mich immer wieder der  Genuss feinster Hollerspezialitäten. So lecker die Kücherl, so einfach die Zubereitung:

– 140 g Mehl
250 ml Bier
2 Eier
Zucker und 1 Prise Salz
20 g Butter
12 Hollerblütendolden,
700 g Butterschmalz

Eier trennen, Eigelb mit Mehl, Bier, Zucker, Salz und geschmolzenem Butter verrühren. Steifgeschlagenes Eiweiß unterheben, Blütendolden in den Bierteig tauchen und gleich einer hohen Pfanne mit dem zerlassenen Butterschmalz ausbacken, noch heiß servieren, nach Geschmack evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen – viel Spaß beim Fingerabschlecken 😊

Den Holler jetzt aber nur auf eine frühsommerlicher Leckerei zu beschränken wäre völlig falsch. Richtig ist vielmehr, daß der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) – so der korrekte Name des bayrischen Hollers – zu den wichtigsten Heilpflanzen in der Hausapotheke gehöre.

Holunderblütentee wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, er ist entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral; gleichzeitig stimulieren die in den Blüten enthaltenen Flavonoide die Gewebszellen in den Atemwegen, unterstützen damit den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien und lösen hartnäckigen Stockschnupfen. Anwendungsgebiete sind insbesondere trockener Husten und obstruktive Bronchitis, Heiserkeit durch Schleim im Kehlkopf und durch Schnupfen bedingte Stillprobleme bei Babys. Bei Kopf- und Ohrenschmerzen wirken Holunderblüten schmerzlindernd, auf Kinder zudem beruhigend. Holunderblütentee vor dem Schlafengehen kann übermäßige Albtraumneigung nach Schock- und Schreckerlebnissen mildern.
(aus: „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“ von Astrid Süßmuth / Steffen G. Fleischhauer, at Verlag 2018)


 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Finde den Fehler!
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Mai 2018

Ich finde es prinzipiell ja schon klasse, daß sich eine „Online-Apotheke“ der Heilpflanzen annimmt und sogar ein Heilpflanzen-Lexikon kreiert.
Aber es sollte dann halt schon korrekt bebildert sein…

Sehr Ihr den Fehler? Online zu finden unter https://www.juvalis.de/heilpflanzenlexikon/heilpflanze/teufelskralle/

Ich glaub, ich geh lieber in den Garten und schau mir da meine eigenen Teufelskrallen an. Da bin ich mir wenigstens sicher um wen es sich genau handelt und welche Heilwirkung sie wirklich haben.
Oder in die Berge – da sind sie eigentlich fast noch schöner als bei mir daheim ;-) 

Schwarze Teufelskralle au jardin | Niedrige Teufelskralle am Weingartengletscher, Walliser Alpen  (von links)

 

 

 

 

4 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Die erste Rosenblüte 2018 – im Mai, genau zur Kalten Sofie!
Veröffentlicht am Dienstag, 15. Mai 2018

Nachdem zunächst der Winter schier unendlich lange gedauert hatte, und dann plötzlich der überraschende Sommer im Frühling ausgebrochen war entdeckte ich mit einigem Erstaunen, daß schon Anfang Mai einige meiner Rosen dick mit Knospen bestückt waren. Es war also nur eine Frage von Tagen, wann sich die erste Rosenblüte öffnen würde – Anfang Mai! Normalerweise beginnt die Rosenblüte erst im Juni, dem klassischen Rosenmonat.

Das Rennen gemacht hat schließlich eine meiner schönsten Rosen, Paul’s Himalayan Musk, eine englische Rose von George Paul aus dem Jahre 1916 in einer geschützten Lage an der Hauswand, etwa 3 Meter über dem Boden.
Die zartrose Ramblerrose kann Höhen von bis zu 10 Metern erreichen, zuverlässig verziert sie Jahr für Jahr meine Eingangstür als überreichlich blühende Pergola und hüllt jeden der das Haus betritt ihn ihren unvergleichlichen Duft. Aber nur für rund drei Wochen, danach ist sie verblüht.
Es ist eben eine alte Rose, aber eine der herrlichsten die ich kenne <3

So sehr mich nun jede einzelne Rosenblüte auch freut, jetzt im Mai wo ich eigentlich eher mit der einsetzenden Fliederblüte rechnen würde – der aber schon fast verblüht ist in diesem Jahr, mischt sich auch das eine oder andere nachdenkliche Gefühl dazu.
Unbestreitbar, einen derart warmen Jahrestart habe ich noch nie erlebt. Klimawandel, Klimaerwärmung – so fern einem die schmelzenden Polkappen oft vorkommen, sogar die Gartenblumen machen sichbar daß sich die Welt verändert. Bereits verändert hat. Direkt vor meiner Haustür.

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Das Alpenglöckchen in den Bayerischen Bergen
Veröffentlicht am Montag, 23. April 2018

Sie ist eine filigrane Schönheit,die ihresgleichen sucht, wenn ihre zarten lila blütchen – glitzernd durch Abermillionen funkelnder Flavonpartikelchen – über den Almen den Bergfrühling einläutet.

Die Zukunftsaussichten für das Alpenglöckchen sind trotz europaweitem Schutz nicht gut. Noch genutzte Almwiesen leiden häufig unter Überweidung, aufgelassene Almen verkrauten. In beiden Fällen verliert der Standort für das Alpenglöckchen an Attraktivität. Besonders bestandsgefährdend wirkt sich die Vereinnahmung der Alpenwelt durch den Tourismus aus. Die Gefährdung des Alpenglöckchens durch bauliche Erschließung auch der entlegensten Täler, umfangreiche Bodenentwässerung durch den erheblichen Wasserbedarf der Schneekanonen und Verdichtung des Untergrunds durch Pistenraupen führten dazu, dass es 2004 zur Blume des Jahres gewählt wurde.

 

Schon die freundlich-violette Farbe verrät die beruhigende Wirkung dieser Pflanze, die vom gefransten Blütenrand aufgefrischt wird. Fransen sind als Signatur deutliches Zeichen für Heilmittel bei nervösen Zuständen.
Das Alpenglöckchen hat eine hervorragende Wirkung, wenn man nach einem anstrengenden Tag – nach belastenden, hohe Konzentration fordernden Arbeiten  – einfach nicht zur Ruhe kommt. Es stellt sich trotz größter Erschöpfung keine Müdigkeit ein, der Hamster (beziehungsweise auf der Alm das Murmeltier) im Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe. Bereits ein Becher starken Alpenglöckenblütentees führt zu einer angenehmen Müdigkeit mit Entspannung. Auf der Haut stellt sich dazu ein wohliges Gefühl ein, als lege sich eine Kuscheldecke um einen herum. 
Einfach Pflücken darf man die wunderbare kleine Pflanze aber nicht, vollkommen zu Recht steht sie in allen Alpenländern unter Naturschutz.

Unter Verbauungsschutz allerdings steht sie wohl nirgends.
Umso schöner, sie jetzt direkt nach der Schneeschmelze auf den abgelegeneren Almen Bayerns zu finden – und später im Jahr hoffentlich auch wieder in den höhrern Regionen der Zentralalpen.


 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Heilkräuterausbildung, Kurswochenende in der Aubinger Lohe
Veröffentlicht am Montag, 16. April 2018

Rückblick auf ein Ausbildungswochenende des Volksheilkundlichen Kräuterkurses an der FNL-Akademie in Oberbayern, das nicht nur reich an geballtem Wissen (unter anderem durch eine grandiose Einführung in Botanik und Systematik mit meiner lieben Südtiroler FNL-Referentenkollegin Dr. Sigrid Thaler) und erlesenen Pflänzchen, sondern auch reich an besonderen Momenten wie dem Sonnenuntergang in der mystischen Aubinger Lohe im Westen Münchens war.

Eine Vielzahl von Sagen spinnt sich rund um dieses Wäldchen: Einst soll sich dort auf dem Teufelsberg ein prachtvolles Schloss befunden haben, das von einem jungen Grafenpaar bewohnt wurde. Als der Graf auf der Jagd in den Lohwäldern erschlagen worden war, verfluchte die Witwe Wald und Burg, die daraufhin mit all ihren Schätzen im Teufelsberg versank… Tiefer im Wald ist die Athmosphäre noch ein bisschen düsterer – fanden einst wirklich Opferzeremonien an den uralten Keltenschanzen statt? Fast könnte man davon überzeugt sein, angesichts der Übermasse dorniger Sträucher wie den üppig wachsenden Schlehen, die ihre zarten weißen Blütchen über zentimeterlange Dornen breiten. Lichtflecken tanzen über den Waldboden und verschwimmen mit den Schatten uralter Bäume, um an anderer Stelle wie ein greller Blitz wieder aufzutauchen! Fast könnte man für einen Augenblick überzeugt sein, die Gestalt einer weißgekleideten Gestalt wahrgenommen zu haben.
Oder war es doch nur ein Schlehenstrauch, der uns seine Zweige in den letzten Strahlen der Abendsonne entgegengestreckt hat?

 


 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Das Schneeglöckchen
Veröffentlicht am Sonntag, 11. März 2018

Als einer der ersten Frühlingsblüher ist das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Sinnbild der Hoffnung und feiert die baldige Rückkehr der Frühlingsgöttin.

In Zukunft ist die kleine Blume vielleicht auch eine große Hoffnung für Alzheimer-Patienten. Seit Jahren belegen Studien die Wirksamkeit der Pflanze (siehe Link), dennoch ist die Schneeglöckchen-Therapie noch nicht etabliert.

Aufgrund ihrer Giftigkeit wird die Pflanze naturheilkundlich ausschließlich in homöopathischer Zubereitung verwendet. Hier gehört Galanthus in der Potenz C30 standardmäßig als Akutmittel in die Rucksackapotheke. Es ist bei Kreislaufkollaps mit Kälte, Zittern und unregelmäßigem Puls eine wertvolle Hilfe.

Generell ist ein Akutstadium, für das das Schneeglöckchen ein Heilmittel sein kann, immer mit großer Kälte verbunden. Schließlich blüht es ja auch zur kältesten Jahreszeit mitten im Schnee!

Der Legende nach hatte Schnee nach der Schöpfung hatte keine Farbe, nur das Schneeglöckchen wollte ihm helfen und schenkte ihm die seine. Darum kann das Schneeglöckchen auch in diesem lebensfeindlichen Umfeld blühen. Tatsächlich enthält das Schneeglöckchen wie auch andere Winterblüher eine Art Frostschutzmittel, das als Zucker im Wasser der Pflanzenzellen den Gefrierpunkt so weit heruntersetzt, daß sich keine Eiskristalle bilden, die die Zellen platzen lassen. Topfpflanzen, die im Gewächshaus vorgezogen wurden, müssen deshalb erst abgehärtet werden, bevor man sie auspflanzt.

Besonders wohltuend sind entspannende Meditationen mit den ersten Schneeglöckchen – aber dabei die dicke Jacke nicht vergessen, wir haben im Gegensatz zu der kleinen Winterlilie kein Frostschutzmittel eingelagert!

#schneeglöckchen #frühlingserwachen #stillwinter #imschnee

 



1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?



Übelkeit in der Schwangerschaft- Hilfe aus der Naturheilkunde
Veröffentlicht am Sonntag, 14. Januar 2018

Sie ist ebenso altbekannt wie grundsätzlich harmlos aber dennoch gefürchtet: Emesis gravidarum, die Schwangerschaftsübelkeit. Vor allem Mitte des ersten Schwangerschaftstrimesters kommt es zu starker Übelkeit mit und ohne Erbrechen, das bevorzugt morgens – durchaus aber auch zu jeder anderen Tageszeit – auftreten kann. Rund 80% aller Schwangeren sind davon betroffen.
Unter anderem kann die Schwangerschaftsübelkeit mit heftigem Sodbrennen einhergehen, Linderung verschafft beispielsweise folgendes Teerezept:

• Teemischung bei unstillbarem Sodbrennen
– 1 EL Kamillenblüten, 1EL Ehrenpreiskraut 1 EL Mädesüßblüten und 1 EL Malvenblüten mit 750 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen
– jew. 10 Tropfen Mandragora officinalis D12 und Magnesium muriaticum D12 in den heißen Aufguss eintropfen lassen, auf Trinktemperatur abkühlen lassen und in einer Thermoskanne bereitstellen um ihn tagsüber in kleinen Schlucken zu trinken.

Der vollständige Artikel mit weiteren Hintergründen, Heilpflanzen und unterstützenden Rezepturen ist in der Zeitschrift Naturheilpraxis, Ausgabe Januar 2018 erschienen.
Ich wünsche allen eine schöne Kugelbauchzeit!


 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Themen in unserem Blog: