Blog 2018

Schlagwort: Kochen
Apfelringe – fein und gesund!
Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2018

Welch eine Wahnsinnsernte dieses Jahr in Schwiegermutters Garten! Nach kiloweise eingekochtem Apfelmus sind heute Apfelringe die Verarbeitungsart des Tages. Und was für eine feine!
Während sich beim schonenden Dörrvorgang zwar das Wasser reduziert, bleiben sowohl Mineralstoffe also auch Vitamine erhalten – genauso wie die Süße der alten Obstsorten.
Entsprechend einer bereits im Jahr 2011 vorgestellten Studie bewirkt der tägliche Verzehr von (gedörrten) Apfelringen eine signifikante Senkung der LDL-Cjholesterinwerte und führt darüberhinaus sogar zu einer langfristigen Gewichtsabnahme.
Ob das wohl daran liegt, daß Apfelringe einfach ein wunderbarer Snack für die nächste Bergtour sind und einen Zusatzkick geben um noch viel mehr sportliche Leistung zu bringen? :-)

Nur eines erstaunt mich gerade: Der hohe Wasserverlust während des Dörrens. Nicht nur daß sich die Apfelscheiben vor meinen Augen zusammenziehen; wenn ich nach einer halben Stunde wieder nach dem Dörrfortschritt sehe, dann bemerke ich jedesmal, daß sich offensichtlich wieder eine ganze Apfelscheibe im Mengenverlust verflüchtigt hat!

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Für alles ist ein Kraut gewachsen
Veröffentlicht am Samstag, 30. Juni 2018

„Die Natur schenkt uns eine Fülle an Heilpflanzen. Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch hervorragend. Und: Sie wachsen umsonst am Wegesrand, man muss sie nur ernten. Astrid Süßmuth (45) aus Gauting zeigt uns, was man im Umgang mit den Heilkräutern alles beachten muss.“, ist am 29.06.2018 im Münchner Merkur zu lesen.

Vielen Dank an die Gastro-Redaktion des Münchner Merkurs für die wunderbare Gestaltung  des Artikels „Für alles ist ein Kraut gewachsen“ in der Rubrik „Mein Küchengeheimnis“ bei dem ich mitsamt vielen Blüten und Kräutern mitwirken durfte! Gemeinsam erkundeten wir verwunschene Ecken im Garten und die unterschiedlichen Nuancen der verschiedenen alten Rosensorten, ratschten ganz viel über die schier unglaublichen Heilkräfte frisch zubereiteten Grüns, sammelten Kräuter und bereiteten schließlich ein hochköstliches Kräutermenü zu:

– Brennnesselfrischkäseröllchen mit Meerrettichblättern
– Gebackene Kräuterstängel an
  Bayerischem Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
– Vanilleeis mit Rosen-Melissen-Sauce
als Getränk dazu gab es einen zünftigen Wiesendudler aus Apfelsaft, Brennnessel, Giersch und Pfefferminze

Mehr im Münchner Merkur vom 29.06.2018 auf Seite 19 😊
Lust zum Nachkochen? Hier zwei der Rezepte:

Gebackene Kräuterstängel
für den Teig: 300 g Mehl, 2 Eier, 350 g Milch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl zum Ausgebackenes GänsefingerkrautAusbraten
15 – 20 Blattwedel vom Gänsefingerkraut
Zubereitung:
1. Teig herstellen
2. Blattwedel in den Teig tauchen und in Olivenöl rausbacken. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und im Ofen bei 50 Grad warmhalten, bis alle Stängel rausgebacken sind.

Bayerisches Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
500 g Joghurt, 100 g Klettenlabkraut, 10 Blätter Boretsch, Salz und Pfeffer, etwas gemahlener Knoblauch
Zubereitung:
1. Die Kräuter am besten mit einem Wiegemesser klein schneiden.
2. Dann die Kräuter zum Joghurt geben und würzen.
Tipp: Mit den Gewürzen sparsam umgehen, damit diese den Geschmack der Kräuter nicht übertünchen.


Ausgebackenes Gänsefingerkraut, Klettenlabkraut und Boretsch im Garten (v. links)


 

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Das Weiße Waldvögelein – Heilkraft der Schönheit.
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Mai 2018

 

Das Weiße Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) blüht zwischen Mai und Juli in den heimischen Bergwäldern. Oft sind es ganz verträumte Orte, an denen diese herrliche kleine Orchidee wächst.
Wer sich die Zeit nimmt, direkt bei ihr eine Pause einzulegen, sich dem Träumen hingibt und einfach nur die Schönheit von Orchidee und Umgebung auf sich wirken lässt…, der kann erfahren, wie sehr Schönheit und Ruhe dazu beitragen, sich „heil“ zu fühlen.

Tatsächlich scheint sich die Aura dieser einzigartig filigranen und doch so erhaben aufgerichteten Pflanze weit um sie herum auszudehnen und auch jeden einzuhüllen, der bei ihr verweilt. Vielleicht heißt es deshalb, daß der Spaziergang zu einem Ort an denen gleich mehrere dieser kleinen Orchideen wachsen um dort ruhig innezuhalten als Reinigung von Geist und Seele, wenn man Kontakt mit Wesen und Menschen hatte, die keine gute Energie ausstrahlen.
Eine ökologische Besonderheit des Weißen Waldvögeleins ist sein Habitat in (montanen) Fichtenmonokulturen, binnen weniger Jahre kann es sich dort flächig ausbreiten. Welche herausragende Signatur, für die heilsame Regenerationskraft der Pflanze!
Ich finde es häufig sogar ganz körperlich greifbar, daß sich die strahlende Ausstrahlung der leuchtendweißen Blüten auch in mir wiederspiegelt – manche sagen sogar, eine Meditation beim Waldvögelein würde das innere Licht eines Menschen entfachen. Probieren Sie es doch einfach aus und gehen Sie hinauf in die Bergwälder, wo diese wunderbare heimische Orchidee jetzt zischen Mai und Juni (wieder!) an vielen Orten ihre weißen Blütenflämmchen gen Himmel reckt.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine herrliche zweite Pfingstferienwoche, vielleicht sogar in den Bergen mit der einen oder anderen Begegnung mit den Schönheiten der Natur!


 

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Hollerkücherl im Bierteig
Veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2018

Eine der schönsten Seiten des Monats Mai ist für mich immer wieder der  Genuss feinster Hollerspezialitäten. So lecker die Kücherl, so einfach die Zubereitung:

– 140 g Mehl
250 ml Bier
2 Eier
Zucker und 1 Prise Salz
20 g Butter
12 Hollerblütendolden,
700 g Butterschmalz

Eier trennen, Eigelb mit Mehl, Bier, Zucker, Salz und geschmolzenem Butter verrühren. Steifgeschlagenes Eiweiß unterheben, Blütendolden in den Bierteig tauchen und gleich einer hohen Pfanne mit dem zerlassenen Butterschmalz ausbacken, noch heiß servieren, nach Geschmack evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen – viel Spaß beim Fingerabschlecken 😊

Den Holler jetzt aber nur auf eine frühsommerlicher Leckerei zu beschränken wäre völlig falsch. Richtig ist vielmehr, daß der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) – so der korrekte Name des bayrischen Hollers – zu den wichtigsten Heilpflanzen in der Hausapotheke gehöre.

Holunderblütentee wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, er ist entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral; gleichzeitig stimulieren die in den Blüten enthaltenen Flavonoide die Gewebszellen in den Atemwegen, unterstützen damit den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien und lösen hartnäckigen Stockschnupfen. Anwendungsgebiete sind insbesondere trockener Husten und obstruktive Bronchitis, Heiserkeit durch Schleim im Kehlkopf und durch Schnupfen bedingte Stillprobleme bei Babys. Bei Kopf- und Ohrenschmerzen wirken Holunderblüten schmerzlindernd, auf Kinder zudem beruhigend. Holunderblütentee vor dem Schlafengehen kann übermäßige Albtraumneigung nach Schock- und Schreckerlebnissen mildern.
(aus: „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“ von Astrid Süßmuth / Steffen G. Fleischhauer, at Verlag 2018)


 

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Hollerkücherl im Bierteig
Veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2018

Eine der schönsten Seiten des Monats Mai ist für mich immer wieder der  Genuss feinster Hollerspezialitäten. So lecker die Kücherl, so einfach die Zubereitung:

– 140 g Mehl
250 ml Bier
2 Eier
Zucker und 1 Prise Salz
20 g Butter
12 Hollerblütendolden,
700 g Butterschmalz

Eier trennen, Eigelb mit Mehl, Bier, Zucker, Salz und geschmolzenem Butter verrühren. Steifgeschlagenes Eiweiß unterheben, Blütendolden in den Bierteig tauchen und gleich einer hohen Pfanne mit dem zerlassenen Butterschmalz ausbacken, noch heiß servieren, nach Geschmack evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen – viel Spaß beim Fingerabschlecken 😊

Den Holler jetzt aber nur auf eine frühsommerlicher Leckerei zu beschränken wäre völlig falsch. Richtig ist vielmehr, daß der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) – so der korrekte Name des bayrischen Hollers – zu den wichtigsten Heilpflanzen in der Hausapotheke gehöre.

Holunderblütentee wirkt schweißtreibend und fiebersenkend, er ist entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral; gleichzeitig stimulieren die in den Blüten enthaltenen Flavonoide die Gewebszellen in den Atemwegen, unterstützen damit den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien und lösen hartnäckigen Stockschnupfen. Anwendungsgebiete sind insbesondere trockener Husten und obstruktive Bronchitis, Heiserkeit durch Schleim im Kehlkopf und durch Schnupfen bedingte Stillprobleme bei Babys. Bei Kopf- und Ohrenschmerzen wirken Holunderblüten schmerzlindernd, auf Kinder zudem beruhigend. Holunderblütentee vor dem Schlafengehen kann übermäßige Albtraumneigung nach Schock- und Schreckerlebnissen mildern.
(aus: „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“ von Astrid Süßmuth / Steffen G. Fleischhauer, at Verlag 2018)


 

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