Blog 2018

Schlagwort: Gedanken
Mondfinsternis am 21. Januar 2019
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2019

Ob Wetter und Schneewolken wohl mitspielen? Dann kann man am frühen Morgen des 21. Januars 2019 ein ganz besonderes Schauspiel am Himmel beobachten: ab 4:45 Uhr beginnt sich der Mond immer weiter zu verdunkeln, bis gegen 5:40 Uhr die totale Mondfinsternis eintrritt und sich der Mond blutrot färbt. Eine Stunde lang wird er so über dem westlichen Horizont stehen, bis er gegen 6:45 Uhr wieder aus dem Erdschatten heraustritt und langsam wieder zum ’normalen‘ Vollmondweiß verblasst.

Es ist wahrlich beeindruckend! Die Sonne ist nicht sichtbar – aber sie zeigt sich im Dunklen. Ein guter Moment, sich selbst zu fragen welche Bereiche des eigenen Lebens gerade oder vielleicht schon länger von den wärmenden Strahlen der Sonne abgewandt sind und wieder zum Leuchten gebracht werden sollten.
Ein ganz hervorragender Moment sogar, denn dieser Vollmond ist zugleich der Wintervollmond – der Tag an dem einst das alte Jahreskreisfest Imbolc und vor gar nicht so langer Zeit noch Mariä Lichtmess als Beginn des neuen Vegetationszyklus und eines neuen Bauernjahres gefeiert wurden.

Das Bild ist übrigens beim ‚Blutmond‘ am 27. Juli 2018 von unserem Garten aus aufgenommen.

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„Eis und Schnee im Januar…“
Veröffentlicht am Freitag, 18. Januar 2019

„Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet‘ Jahr“, lautet eine wohlbekannte Bauernregel nach der ein kalter und schneereicher Januar eine gute Ernte verspricht.
Tatsächlich lässt sich diese alte Wissensüberlieferung auch statistisch belegen, denn auf kaltes Hochdruckwetter im Januar mit viel Schnee folgt in drei von fünf Jahren ein überdurchschnittlich warmer Juli. Gleiches besagt auch der etwas abgewandelte Spruch  „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß“. Kühle, feuchte Wetterlagen bei Tiefdruck im Januar mit viel Nebel führen dagegen statistisch gesehen zu viel Niederschlag in den darauffolgenden Frühjahrsmonaten.
Folgt also auf den Jahrhundertschnee wieder ein Jahrhundertsommer oder wird es eher ein feuchtnasses Jahr werden? Nachdem es ja eher trüb als klar war während der üppigen Schneefälle würde ich bedauerlicherweise auf ein eher nasses Jahr tippen.
Auch der oft gar nicht so verkehrte Hundertjährige Kalender kommt zu dieser Ansicht. Hier ist von einem warmen und eher trockenen Frühjahr zu lesen, der Sommer soll aber ziemlich verregnet sein. Übrigens: Sowohl den extrem heißen und dürren Sommer 2018 hat der Hundertjährige Kalender beschrieben („…, dann folgt ein heißer und dürrer Sommer … Wenn im Venusjahr der Sommer dürr ist, so wird das Getreide meistens dünne.„), wie auch die extremen Schneefälle der letzten Woche („Es kann so stark und heftigen regnen, dass Menschen, Tiere und auch Häuser Schaden nehmen. „).

Die Natur wird wie immer ihren Lauf nehmen… und ich freue mich jetzt schon wieder auf den nächsten Sommer, hoffe auf gute Vegetationszeiten und schöne Bergtage 🙂
Und was meint Ihr?

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Im Schnee
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2019

Verschwunden ist die blühende
Und grüne Weltgestalt;
Es eilt der Fuß, der fliehende,
Im Schneefeld nass und kalt.

Wohl dem, der nun zufrieden ist
Und innerlich sich kennt!
Dem warm ein Herz beschieden ist,
Das heimlich loht und brennt!
         (aus Gottfried Keller, „Im Schnee“)



Eigentlich wäre es ja schön jetzt einfach hinauszugehen, über verschneite Wiesen zu blicken und daran zu denken wie jetzt gerade im Lauf der Natur Blumen und Samen weit unten im Boden schlummern und vom nächsten Sommer träumen. Müsste man sich nicht darum kümmern den Gehsteig zu schippen, das S-Bahnchaos zu überblicken oder sich schlimmstenfalls um die Stabilität von Dächern und die Durchgängigkeit von Zufahrtsstraßen sorgen.
Ein sehr verlockender Gedanke wenn man auf das allesbedeckende Schneeweiß schaut, das so mir nichts Dir nichts das ganze schön durchgeplante Dasein durcheinanderwirbelt…

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Orchideenzauberwelten
Veröffentlicht am Montag, 11. Juni 2018

Wer dieser Tage mit offenen Augen die Bergwelt durchstreift, wird sich hier und da verwundert die Augen reiben: Auf dem dichten Gras grinst einen unvermittelt ein rosa Kasperl an, neben dem sich ein grünes Männchen im Sonnenschein räkelt. Pure Einbildung? Nein – es ist das Zauberreich der Orchideen, das sich jedem offenbart, der der Natur seine ungeteilte Aufmerksamkeit und einen genauen Blick schenkt.

Ob es einem wohl jemals wieder möglich ist, die Natur anders als einen von unzähligen Wesen beseelten ort zu sehen, wenn man auch nur einmal in der Kugelorchis einen rosa Kasperl, im Großen Zweiblatt das Grüne Männchen (vermutlich weniger vom Mars als von den Lechtalern), in der Ragwurz die Fliegenkönigin und im Knabenkraut das Hausgespenst mit Zipfelmütze gesehen hat? Ich glaube nicht.

Wo man am besten wandern sollte um solchen Zauberwesen zu begegnen? Hervorragende Chancen aus Orchideenkasperl und Grüneszweiblattmännchen hat man derzeit in den Lechtaler Alpen zwischen Außerfern und Imst 🙂
Und wie man sich am besten auf diese Begegnungen der botanischen Art vorbereitet? Zum Beispiel mit einem Führer zu den Orchideenparadiesen Europas  – oder dem wunderbaren Buch der Orchideen Bayerns des Arbeitskreises heimische Orchideen Bayern e.V.


 

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Das Weiße Waldvögelein – Heilkraft der Schönheit.
Veröffentlicht am Dienstag, 29. Mai 2018

 

Das Weiße Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) blüht zwischen Mai und Juli in den heimischen Bergwäldern. Oft sind es ganz verträumte Orte, an denen diese herrliche kleine Orchidee wächst.
Wer sich die Zeit nimmt, direkt bei ihr eine Pause einzulegen, sich dem Träumen hingibt und einfach nur die Schönheit von Orchidee und Umgebung auf sich wirken lässt…, der kann erfahren, wie sehr Schönheit und Ruhe dazu beitragen, sich „heil“ zu fühlen.

Tatsächlich scheint sich die Aura dieser einzigartig filigranen und doch so erhaben aufgerichteten Pflanze weit um sie herum auszudehnen und auch jeden einzuhüllen, der bei ihr verweilt. Vielleicht heißt es deshalb, daß der Spaziergang zu einem Ort an denen gleich mehrere dieser kleinen Orchideen wachsen um dort ruhig innezuhalten als Reinigung von Geist und Seele, wenn man Kontakt mit Wesen und Menschen hatte, die keine gute Energie ausstrahlen.
Eine ökologische Besonderheit des Weißen Waldvögeleins ist sein Habitat in (montanen) Fichtenmonokulturen, binnen weniger Jahre kann es sich dort flächig ausbreiten. Welche herausragende Signatur, für die heilsame Regenerationskraft der Pflanze!
Ich finde es häufig sogar ganz körperlich greifbar, daß sich die strahlende Ausstrahlung der leuchtendweißen Blüten auch in mir wiederspiegelt – manche sagen sogar, eine Meditation beim Waldvögelein würde das innere Licht eines Menschen entfachen. Probieren Sie es doch einfach aus und gehen Sie hinauf in die Bergwälder, wo diese wunderbare heimische Orchidee jetzt zischen Mai und Juni (wieder!) an vielen Orten ihre weißen Blütenflämmchen gen Himmel reckt.
In diesem Sinne wünsche ich allen eine herrliche zweite Pfingstferienwoche, vielleicht sogar in den Bergen mit der einen oder anderen Begegnung mit den Schönheiten der Natur!


 

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Der Abend senkt sich über den mystischen Untersberg…
Veröffentlicht am Sonntag, 27. Mai 2018

Nach einem Tag voller Sonnenschein, Blütenerlebnisse und Tiefenzauber wende ich mich auf der Hochebene des Untersbergs nach Westen, wo ich die Sonne verabschieden darf, die sich hier in einem ganz besonderen Leuchten zeigt. Ein letzter Sonnenstrahl zieht sich über das Schneefeld, das einen weiteren Zugang zu den Tiefen und Geheimnissen dieses ganz besonderne Ortes birgt. Der hartgefrorene Firn glitzert im letzten Licht des Abends, als wolle er uns sein Glitzern mit in die Nacht schicken, gleichzeitig reflektiert er den Sonnenstrahl so stark, daß wir uns umwenden – und dabei im Osten den emporsteigenden Mond vor uns sehen.
Ein Bild, das sich genauso tief in unsere Herzen brennt, wie zuvor das Leuchten der Abendsonne, welch ein Widerspruch dieses Wortspiel auch in sich bergen mag.
Still steigt der Mond auf seiner Himmelsbahn empor, fast ist er schon voll und wir ahnen es: Er wird uns in der Nacht, die wir oben auf dem Dach des mystischen Untersbergs verbringen, ganz besondere Träume schicken.
Bevor die Dunkelheit der Nacht über uns hereinbricht kommt mir noch ein ganz besonderer Mensch in den Sinn, dem ich an dieser Stelle einen Herzensgruß schicken möchte: White Eagle, @Rainer Limpöck, ich danke Dir für alles Wissen, das Du so großzügig verschenkst – ich wünsche Dir noch viele, viele wunderbar mystische Traumnächte oben auf dem sagenhaften Untersberg <3

 

 

 


 

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Gruseltour durch München …
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. März 2018

 

München leuchtet! Und ist berühmt für sein charmantes Lebensgefühl. Doch wenn es Nacht wird, werden mit einem Mal die dunklen Geheimnisse der Stadtgeschichte wieder lebendig, und Geister, Hexen und Spukfräulein erwachen zu neuem Leben!

Wer von Euch kennt denn solche Orte in München?

111 Spukorte in und um München, die man gesehen haben muss von Astrid Süßmuth (Emons Verlag, 2018)
Broschur, 240 Seiten
ISBN-10: 3740803363 | ISBN-13: 978-3740803360
€ 16,95 (D) , 17,50 (AT)

 



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