Blog 2018

Schlagwort: Berge
Fotoshooting im Wetterstein
Veröffentlicht am Montag, 2. Juli 2018

Wow, was für ein Termin!
Fotoshooting am Berg mit Max Merget, dem Wettersteinspezialisten unter den (nicht nur bayrischen) Fotografen. Kletterfotos, Dirndlfotos, Trachtenfotos und natürlich auch Mit-Blümchen-Fotos und (bis auf das Dirndl) den allerschönsten Styles von Maloja.
Die Ausbeute war riesig, aber ich glaub ich bleib doch bei meinen Kräutern. Fotografiert-werden ist fei ganz schön anstrengend, auch mit dem besten Fotografen von allen – oder vielleicht gerade deshalb??!
Das Abschlußweißbier am Kreuzeck war auf jeden Fall verdient ;-) Danke Max!



 
Fotos: Max Merget


 

 

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Rückblick auf den 3. FNL Kräuterkongress.
Veröffentlicht am Montag, 4. Juni 2018

Wie immer ist eine Rückschau auf eine besonders schöne und reiche Zeit ein bisserl von Melancholie erfüllt – so wie jetzt eben auch der Rückblick auf den 3. Kräuterkongress der Freunde Naturgemäßer Lebensweise FNL, vom 1. – 3. Juni 2018 in St. Georgen am Längsee in Kärnten.
Die über 1000 Jahre alte Klosteranlage rund um die Georgskirche auf einem sanften Hügel oberhalb des idyllischen Längsees wirkt wie der ruhige Pol inmitten der vier Heiligen Berge Kärntens – ein ganz besonderer Ort, ein Kraftort wie gemacht um in stimmigster Atmosphäre (Kräuter-) Wissen zu teilen, alte Freundschaften wiederzubeleben und neue zu schließen (im Bild: Amchi Wangdue, Siegrid Hirsch, Wolf-Dieter Storl, Florian Ploberger, Sieglinde Salbrechter, Astrid Süßmuth, v.r.n.l  | Foto: Wolfgang Ruzicka, danke :-*).

Unter dem Schwerpunktthema „Kräutersprache“ konnten fast 500 Besucher eine reiche Auswahl von Fachvorträgen grandioser Referentenkollegen lauschen, wobei die Bandbreite von Tibetischer Medizin über Kräutermandalas und Spagyrik bis hin zur Heilkraft der Küchenapotheke reichte.

Mein großer Dank geht an das einzigartige FNL-Team mit Siglinde Salbrechter und Katrin Giermaier an vorderster Front und dem einzigartigen Wolfgang Ruppnig an der Gitarre – so eine einzigartige Blues-Flamenco-Referentenvorstellung wie bei meinem Vortrag „Kräuter der Nacht“ hab‘ ich ja noch gar nie erlebt :-) :-) :-) Es war einfach klasse, mit mitsummenden, mitwippenden und dann auch dem Vortrag voll mitgehenden Publikum im (über)vollem Saal <3
(Vortragsfoto: Christine Spazier, auch Dir danke :-*)

Nachfolgend noch einige Impressionen für diejenigen die nicht dabeisein konnten – und natürlich auch für all die Kräuterfreunde, mit denen ich drei grandiose Tage in Kärnten verbringen durfte. I mog Eich fei :-)

 
Letzte Vortragsvorbereitungen

 
Verzauberte Abendstimmung mit Blick auf den mystischen Triglav

 
Geschäftiges Kongresstreiben im Stift St. Georgen am Längsee

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Das Alpenglöckchen in den Bayerischen Bergen
Veröffentlicht am Montag, 23. April 2018

Sie ist eine filigrane Schönheit,die ihresgleichen sucht, wenn ihre zarten lila blütchen – glitzernd durch Abermillionen funkelnder Flavonpartikelchen – über den Almen den Bergfrühling einläutet.

Die Zukunftsaussichten für das Alpenglöckchen sind trotz europaweitem Schutz nicht gut. Noch genutzte Almwiesen leiden häufig unter Überweidung, aufgelassene Almen verkrauten. In beiden Fällen verliert der Standort für das Alpenglöckchen an Attraktivität. Besonders bestandsgefährdend wirkt sich die Vereinnahmung der Alpenwelt durch den Tourismus aus. Die Gefährdung des Alpenglöckchens durch bauliche Erschließung auch der entlegensten Täler, umfangreiche Bodenentwässerung durch den erheblichen Wasserbedarf der Schneekanonen und Verdichtung des Untergrunds durch Pistenraupen führten dazu, dass es 2004 zur Blume des Jahres gewählt wurde.

 

Schon die freundlich-violette Farbe verrät die beruhigende Wirkung dieser Pflanze, die vom gefransten Blütenrand aufgefrischt wird. Fransen sind als Signatur deutliches Zeichen für Heilmittel bei nervösen Zuständen.
Das Alpenglöckchen hat eine hervorragende Wirkung, wenn man nach einem anstrengenden Tag – nach belastenden, hohe Konzentration fordernden Arbeiten  – einfach nicht zur Ruhe kommt. Es stellt sich trotz größter Erschöpfung keine Müdigkeit ein, der Hamster (beziehungsweise auf der Alm das Murmeltier) im Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe. Bereits ein Becher starken Alpenglöckenblütentees führt zu einer angenehmen Müdigkeit mit Entspannung. Auf der Haut stellt sich dazu ein wohliges Gefühl ein, als lege sich eine Kuscheldecke um einen herum. 
Einfach Pflücken darf man die wunderbare kleine Pflanze aber nicht, vollkommen zu Recht steht sie in allen Alpenländern unter Naturschutz.

Unter Verbauungsschutz allerdings steht sie wohl nirgends.
Umso schöner, sie jetzt direkt nach der Schneeschmelze auf den abgelegeneren Almen Bayerns zu finden – und später im Jahr hoffentlich auch wieder in den höhrern Regionen der Zentralalpen.


 

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Die Christrose
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. März 2018

Die Christrose – Blütenwunder an einem Vorfrühlingstag.

Schon im Dezember kann die Blüte der Christrose – wie der Name bereits andeutet – beginnen. Leider ist dieses kleine Weihnachtswunder auf die südlichen Gebiete wie das Tessin oder die Bergamasker Alpen beschränkt. In den nördlichen Alpen verschiebt sich die Blütezeit bis Februar oder März.

Für gewöhnlich halten Giftpflanzen ihre Blüten zur Erde geneigt – diese aber scheint direkt mit uns in Kontakt treten zu wollen. Aber was will sie uns sagen, wie kann eine Pflanze überhaupt mit Menschen kommunizieren? Zunächst einmal über ihre Gestalt. Sie ist kräftig, die Christrose, wie sie meist halb von Schnee bedeckt dasteht. Die Blütenfarben rufen bei uns Menschen eine klare Wirkung hervor. Das strahlende Weiß der Christrosenblüte erweckt den Anschein von Reinheit, von Unberührtheit, von Frische. Und in der Mitte steht ein Stahlenkranz in leuchtendem
Sonnengelb.

Die Christrose ist kein Mainstream-Blümchen. Sie widersetzt sich aktiv dem Grundsatz, dass die Blüte mit dem Frühjahr zu beginnen hat, weil die Vegetation im Winter ruht. Sie ist ein Wesen, das außerhalb der Norm bestehen kann.

(aus: „Lexikon der Alpenheilpflanzen“ von Astrid Süßmuth, AT Verlag 2013)

 

#christrose #schneerose #schnee #Alpenflora #Kräuterwissen


 

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