Mondfinsternis am 21. Januar 2019

Ob Wetter und Schneewolken wohl mitspielen? Dann kann man am frühen Morgen des 21. Januars 2019 ein ganz besonderes Schauspiel am Himmel beobachten: ab 4:45 Uhr beginnt sich der Mond immer weiter zu verdunkeln, bis gegen 5:40 Uhr die totale Mondfinsternis eintrritt und sich der Mond blutrot färbt. Eine Stunde lang wird er so über dem westlichen Horizont stehen, bis er gegen 6:45 Uhr wieder aus dem Erdschatten heraustritt und langsam wieder zum ’normalen‘ Vollmondweiß verblasst.

Es ist wahrlich beeindruckend! Die Sonne ist nicht sichtbar – aber sie zeigt sich im Dunklen. Ein guter Moment, sich selbst zu fragen welche Bereiche des eigenen Lebens gerade oder vielleicht schon länger von den wärmenden Strahlen der Sonne abgewandt sind und wieder zum Leuchten gebracht werden sollten.
Ein ganz hervorragender Moment sogar, denn dieser Vollmond ist zugleich der Wintervollmond – der Tag an dem einst das alte Jahreskreisfest Imbolc und vor gar nicht so langer Zeit noch Mariä Lichtmess als Beginn des neuen Vegetationszyklus und eines neuen Bauernjahres gefeiert wurden.

Das Bild ist übrigens beim ‚Blutmond‘ am 27. Juli 2018 von unserem Garten aus aufgenommen.


3 Kommentare zu “Mondfinsternis am 21. Januar 2019
  1. Elke Geiser sagt:

    Liebe Astrid, vielen Dank für deine schöne Erklärung für diesen Moment

    Aber das hab ich nicht gewusst dass früher Maria Lichtmess schon hier gefeiert wurde.
    Ja man lernt zum Glück nie aus.
    Liebe Grüße aus dem Saarland elke

  2. Astrid Süßmuth sagt:

    Liebe Elke, ja, das ist ist ein sehr spannendes gebiet, wie die ehemals naturreligiösen Festtage von Vollmonden und Sonnwenden des Jahreslaufs unter einer christlichen Bedeutungserklärung zu rein christlichen Feiertagen gewandelt haben.
    Herzliche Grüße ins Saarland,
    Astrid

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