Immergrüne Pflanzen als Ritualgebinde

Welch ein wunderbarer Jahresabschluss für unseren Kräuterkurs an der FNL-Akademie in Bayern!
Zu Gast in der Blumenschule Schongau dürfen wir uns ganz den Heilkräften und der besonderen Bedeutung unserer heimischer Immergrünen von der Fichte über Wacholder, Tanne und Kiefer bis zur Eibe widmen – und aus ihnen, jeder für sich, eine wunderbaren Ritualkranz für die kommenden Rauhnächte gestalten.

 


Der Ritualkranz zu den Rauhnächten.

Neun verschiedene Immergrüne sollen im Rauhnachtskranz enthalten sein, jeweils eine Pflanze stellvertretend für eines der Jahreskreisfeste des vergangenen Jahres.
Vielleicht steht die Tanne für die vergangene Adventszeit und die Mistel für die letzte Wintersonnwende? Dann kann der Wacholder vielleicht das wilde Treiben zum Frühlingsvollmond repräsentieren und die Schwarzkiefer steht für wundervolle Nächte unter dem Sommervollmond am Mittelmeer?
Zusammengebunden bewahren diese Pflanzen das Vergangene, als Immergrüne stehen sie dafür, daß die Sonne nach den dunkelsten Nächten des Jahres wiederkehren wird – der Kreis, den diese Pflanzen bilden zeigt die Unendlichkeit des Lebens und gilt zudem als beschützendes Symbol für das Zuhause.
Erlebtes und die Hoffnung auf Neues verweben sich in einem Rauhnachtskranz genauso wie das Wissen um die Kraft der Pflanzen und die Achtung vor den Gaben der Natur.
Wenn der Kranz mit dem Lichtmessfeuer auflodert, zeigt er nochmals seine funkensprühende Lebenskraft, die er dann zum dunkeln Nachthimmel hinaufschickt, und als der er dann zu Asche geworden unter dem Hausbaum in den ewigen Kreislauf von Vergehen und Werden zurückkehren wird…


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