Nächte des Geistertreibens

Unzählige geisterhafte Erscheinungen sollen die Allerheiligen- und die Allerseelennacht bevölkern, ein äußerst unheimliches Treiben das in ebenso unzähligen Überlieferungen und Legenden seinen Niederschlag gefunden hat. Es sind die „armen Seelen“ genannten unerlösten Toten, die in dieser Nacht zurück in unsere Welt kommen. Dem Menschen gefährlich werden die Seelengeister nur im Dunklen, weshalb niemand mehr nach Einbruch der Dunkelheit das Haus verlassen sollte – so heißt es nicht nur im Alpenraum, wo auf Allerheiligen hin die „Nacht der 1000 Lichter“ begangen wird.
Ein Kerzchen auf jedes Grab, ein Schälchen Milch unter den Hollerbaum für die armen Seelen und ein Hausgeist vor der eigenen Türe als Schutz vor den Dämonen der dunklen Zeit. Die einen stellen dafür kunstvoll geschnitzte Halloween-Kürbisse auf, traditioneller sind die herrlich schief flackernden Rübengoischter aus der heimischen Herbstrübe – oder man verbündet sich mit einem kleinne Lindengoischt.
Schade eigentlich, daß „Happy Halloween“ so gar nicht in den Alpenraum passt! Deshalb wünsche ich allen Lesern einfach eine herrlich spannende Geisterdunkelnacht. Buh!

 

 


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