Im Blog ‚Vom Gletscher zum Steinkreis‘ findet Ihr Themen rund um die Natur zwischen der wilden Alpenwelt und den besonderen Orten der Kraft rund um uns herum: Heilpflanzen, Wildkräuter, Naturmythologie, Kräuterbrauchtum, die Naturapotheke, altes Wissen im Jahreskreis und vieles, vieles mehr. Viel Spaß beim Stöbern, ich freue mich auf Eure Kommentare!
📚🖋🌸
.

Blog
Auf Vorexkursion im Starnberger Land
Veröffentlicht am Mittwoch, 24. Februar 2021
 
Das erste Blütenfest des Jahres! Ganz unverhofft stehe ich mit einem Mal einem hüfthohen (!), in voller Blüte stehenden Seidelbast gegenüber. Wunderschön, mit betörendem Duft – und so richtig saugiftig.
Manchmal findet man auf den Vorexkursionen für den Kräuterkurs einfach so richtige Märchenwiesen 🙂
Seinen Namen hat der Seidelbast übrigens vom alten Wort „Zidal“ für die Bienen, für diese ist er nämlich die erste wichtige Nahrungsquelle nach dem Winter und wurde dementsprechend von den frühem Imkern – den ‚Zeidlern‘ – als heilige Pflanze verehrt: Ein blühender Zweig wurde im Chiemgau in den Herrgottswinkel gesteckt, um das Jahr über eine gute (Honig-) Tracht zu sichern.
 
Ohne Bienenstock zuhause hab ich natürlich alle Blüten den emsigen Bienchen und tanzenden Schlemmerlingen überlassen – und mich einfach daran gefreut, welch wunderbaren Ort ich für unseren Kräuterkurs entdeckt habe <3
 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Neuerscheinung: Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen
Veröffentlicht am Montag, 22. Februar 2021

Buchtipp: Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen
von Astrid Süßmuth, Steffen Fleischhauer u.a.

            • Die 50 beliebtesten Heilpflanzen erkennen, sammeln und nützen.
            • Heilpflanzen und Heilkräuter für die Hausapotheke: Mit diesem Ratgeber Wildpflanzen für die Pflanzenheilkunde nutzen.
            • Ein Buch mit effektiven Rezepten und Anwendungen sowie nützlichen Informationen für alternative Heilmethoden.

Neuerscheinung im AT Verlag, Februar 2021
ISBN: 978-3-03902-122-2
Broschur mit Klappe,
288 Seiten

In unserer unmittelbaren Umgebung wachsen viele Pflanzen, die dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wirksame Heilpflanzen sind. Dieses Buch stellt die 50 beliebtesten wildwachsenden Heilpflanzen vor, detailliert und anschaulich beschrieben, sodass sie auch für Laien sicher bestimmbar sind. Mit über 400 Farbfotos, detailgenauen Skizzen und Zeichnungen zu jeder Pflanze sowie ausführlichen Hinweisen auf giftige oder wirkungslose Doppelgänger. Einfache Anwendungen und in der Heilpraxis erprobte Rezepte zeigen, wie die wilden Heilpflanzen Teil der Hausapotheke werden. Mit Erklärung der Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen, übersichtlicher Erntezeittabelle sowie Beschreibung der Grundzubereitungen von Dekokt, Gel, Lotion, Mazerat, Medizinalwein bis zu Ölauszug, Salbe, Sirup, Tinktur und Wickel. Ein perfekter Ratgeber für die Wildpflanzen-Hausapotheke, auch für Einsteiger mit wenig Pflanzenkenntnis.

Erhältlich im AT Verlag oder überall, wo es gute Bücher gibt 🙂

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Wintersträucher im Februar
Veröffentlicht am Montag, 15. Februar 2021
Noch liegt Schnee bei uns im Bayerischen Voralpenland, doch die schon wieder längeren Tage laden unbedingt zu längen Streifzügen durch die Natur ein! Habt Ihr schon die besonderen Wintersträucher des Monats entdeckt? Mehr darüber im „Wintersträucher“-Video auf YouTube!
 
 
0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Kräuterkulturelle Wege rund um den Starnberger See
Veröffentlicht am Mittwoch, 3. Februar 2021
Nicht von ungefähr galt eine Partie zum Starnberger See schon vor hunderten Jahren als der Gipfel aller erlesenen Freizeitgenüsse – und hat seitdem nichts von seiner Faszination eingebüßt. BR Kräuterexpertin Astrid Süßmuth stellt bei Heimat-Moderator Johannes Hitzelberger neben der großen Seerunde kleine Wander- und Ausflugsziele vor, auf denen man ganz entspannt sommers wie winters ganz besondere Naturerlebnisse und Kulturmomente finden kann.
 
 
Seegenuss live am 03.02.2021 von 10 – 12:00 Uhr auf der auf der 📻-Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks BR, im Internet unter https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2937682.html oder ganz entspannt hier als Podcast:
 
2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Schulstress ohne Schule in Coronazeiten
Veröffentlicht am Montag, 18. Januar 2021
Stress und übergroße Anforderungen, denen man sich nicht gewachsen fühlt, machen jede Freude am Lernen zunichte. Ungreifbare Unsicherheitsmomente und ganz konkrete Sorgen – noch dazu ohne erkennbare Perspektiven – lassen Schüler verzweifeln. Körperlich wie seelisch. Und der bewährte therapeutische Lösungsansatz, den Grund des Übels aus der Welt zu schaffen, ist nicht realisierbar.
Vor allem Heilpflanzen, die das Selbstvertrauen stärrken, können in Coronazeiten eine große Unterstützung sein, denn je selbstbewusster ein Schüler, desto weniger leidet er unter (Nicht-)Schulstress und dessen Folgen.

Hier einige dieser besonderne Pflanzen:
:: Bryophyllum (Brutblatt / Keimzumpe) Ø – D5 / Rh D3: Wenn immer wieder aufwallende Schul- und Versagensangst am Einschlafen hindert.
:: Laurus nobilis (Lorbeer), Ø / Aufguss: Zurückhaltende Kinder, die sich wegen schlechter Schulleistungen unzulänglich fühlen und mit Blasenentzündungen reagieren.
:: Malva sylvestris (Wilde Malve), Ø – D6: Stärkt Selbstvertrauen gehemmter Jugendlicher, hilft den Mund wieder aufzukriegen.
Verwendung findet die Malve besonders auch in der Zubereitung als
:: Malvenöl (Fa. Wala): Schulter- und Rückeneinreibungen und Massagen bei nervöser Erschöpfung und zum Aufbau einer stärkenden Schutzhülle.

… die Zeiten werden besser.
Bis dahin alles Liebe Euch, und vor allem allen vom Schul-Lockdown betroffenen Kindern und Jugendlichen!
Euere Astrid

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Radiotipp: Naturentdeckungen im bayerischen Winter
Veröffentlicht am Montag, 11. Januar 2021
📻 12.01.2021 auf BR Heimat, jetzt als Podcast zum Download:
Ob Schneeregen oder Sonnenschein, Stadtpark oder Uferweg – im bayerischen Winter gibt es so einiges zu entdecken. BR Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth ratscht mit Heimat-Moderator Johannes Hitzelberger über Winterblüten, dem Vergnügen bei grauestem Winterwetter über grünes Moos zu schreiten, und darüber, wo man sogar mitten in München echte Seelilien entdecken kann und mit welchen Ideen jeder Winterausflug auch direkt vor der Haustür zur Expedition wird.


Die ganze Sendung wie immer live über Digitalradio, Satellit oder Internet auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks – oder als Podcast zum Nachhören unter https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/ausstrahlung-2328562.html.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Zuhören! ❄️🍄☃️💚

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Segen für das Haus: Gold, Fichtenharz und Meisterwurz ⭐️
Veröffentlicht am Mittwoch, 6. Januar 2021
Auch wenn in diesem Jahr keine Sternsinger ihre Runden ziehen, so darf doch gerade heute das eigene Zuhause nicht auf gute Wünsche und einen frohen Segen für das kommende neue Jahr verzichten!
Klassischerweise brachten die Weisen aus dem Morgenland – die Magier, Sterndeuter, Drei Heiligen Könige – Gold, Myrrhe und Weihrauch, was selbstverständlich höchst kostbar und vom magischen Effekt her unschlagbar ist.
Fast unschlagbar 🙂

Denn eigentlich ist es doch viel, viel feiner das Zuhause mit dem zu segnen was bei uns wächst und gedeiht: Die Meisterwurz, feinstes Fichtenharz und als besondere Gabe einen Hauch von Blattgold* für die Naturwesen, die das Zuhause beschützen sollen.
Mit dem Rauch laden wir die guten Geister ein, auf uns zu schauen und unser Heim zu schützen – die mit Kreide aufgebrachte Jahreszahl wirkt dazu wie eine Bekräftigung und magische Versiegelung der Eingangstür.

Euch und Euerem Zuhause ein glückliches Sonnenjahr 2021 – und viele fröhliche kleine Naturwesen, die sich im Rauch des kraftvollen Dreipacks tummeln mögen! ✨

            * doch, auch Gold ist bei uns heimisch, beispielsweise in Isar oder Mangfall – wenn man viiiiiel Geduld hat 😉

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Kräuterwanderungen, Seminare und mehr 2021
Veröffentlicht am Samstag, 2. Januar 2021

In diesem Winter sind die Planung für das nächste Jahr mit so einigen Obs und Wenns angefüllt, aaaaber wir tun einfach etwas gegen den Winter-C-Blues: Die ersten Termine für das kommende Kräuterjahr sind auf der Homepage freigeschalten. Vom Frühlingserwachen in der Aubinger Lohe über Kräutertage in Tirol bis hin zur Kunst des Kartenlegens nach Mlle. Lenormand findet Ihr schon jetzt einen bunten Strauß spannender Naturentdeckungen, Kräuterkursen und naturheilkundlichen Praxisseminaren!
Unser Tipp: Meldet Euch doch einfach an zum Newsletter ‚Vom Gletscher zum Steinkreis‘, dann seid Ihr immer als erstes informiert!

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Auf ins Neue Jahr!
Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Dezember 2020
Welch magischer Moment, dabeisein zu dürfen, als in Venedig mit Feuer und Donner die Dämonen welcher Couleur auch immer vertrieben wurden! Gerade dort, wo sich die Elemente Wasser und Erde umarmen vollzogen Feuer und Luft einen wahrlich göttlichen Tanz. Und das Jahr darauf? Eines der wunderbarsten Jahre der letzten Zeit.
Komisch… zum vergangenen Silvester war mir das Fehlen der rituellen Zeremonien, die fast schon unheimliche Stille ganz seltsam scheußlich vorgekommen. Und es scheint, als hätten danach wirklich Dämonen die Macht übernommen.
 
So wünsche ich Euch trotz und mit allem eine friedvolle Silvesternacht, lasst es krachen, schürt die Feuer – und vielleicht mag ja die eine oder andere Glut aus der Holzschale bis in den Himmel hinauf stieben!
 
Ein glückliches Neues Jahr ☘🍄🐞 – und daß sich Eure Wünsche mit jedem einzelnen Feuersfunken erfüllen mögen 🔥
0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Die Wilde Jagd macht sich bereit…
Veröffentlicht am Sonntag, 27. Dezember 2020

Ist es zauberhaft – oder doch bedrohlich, wenn sich weit oben am Himmel über dem kleinen Bergsee die Wilde Jagd bereit macht für ihren nächtlichen Tanz…

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Astrid Süßmuth (@astridsuessmuth)

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Live-Mitschnitt: Vom Kräuterzauber der Rauhnächte
Veröffentlicht am Samstag, 19. Dezember 2020
Zum Nachhören für die dunklen Abende bis zum Ende der Rauhnächte: Für Euch die Aufzeichnung des Livestream-Vortrags vom Freitag, den 18.12.2020 auf YouTube „Mit Kräuterzauber durch die Rauhnächte ins Neue Jahr“ 🌿✨

Wenn sich nach der längsten Nacht des Jahres Ruhe und Stille über das Land legen und die tiefstehende Sonne immer nur kurz ihren fein schimmernden, goldenen Glanz webt, galt dies für die Menschen einst als Zeichen sich von der Welt zurückzuziehen. Nicht von ungefähr ranken sich allerlei Geschichten über wilde Geister um diese langen Nächte…“
Viel Freude beim Lauschen und Ideenholen!

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Sieben Immergrüne für den Kranz
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Dezember 2020

Es heißt, daß sich die Vegetationsgeister – die Naturwesen die das Pflanzenreich beseelen – in die Immergrünen zurückziehen, die sich uns vor allem zeigen, wenn die Welt rundum zu Eis erstarrt ist. Ihr Grün ist Ausdruck ihrer Lebenskraft, von der Heiligen Hildegard Viriditas genannt, und sie sind Hoffnungsträger für das Wiedererwachen der Natur.

Als Kranz sind die sieben Pflanzen zu einem Kreis gewunden –unendlich wie der Lauf der Zeit – der, aber dennoch mit dem ersten gebundenen Grün seinen Anfang genommen hat. Den Kranz fertigzustellen, schließt damit das Jahr ab und überträgt genau diese Lebenskraft und die besondere Symbolik der sieben Pflanzen auf das Haus an dessen Tür er hängt: Efeu symbolisiert Treue und Liebe, als Rankpflanze zudem den Übergang in andere, höhere Welten; die Schneeheide steht für Widerstandsfähigkeit, Wacholdern für Reinigung, der Bärlapp für Initiation und die dazu notwendige Kraft; die Fichte steht besonders für die weibliche, lebenserneuernde Kraft, während die Latsche Verbindung zu Naturwesen und alten Erdenkräfte symbolisiert. Der Ilex ist ein Symbol für die Weihnachtszeit, die rote Schleife steht für Lebenskraft.

Und der kleine Anhänger? Der heißt einfach, daß ich mich auf Weihnachten freue 😊

#Immergrüne #Jahresrad #Jahreskreis #Rauhnachtswissen #Wacholder #Fichte #Bärlapp #Ilex #Weihnachtszeit #Schneeheide #Efeu

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Nachlese: Kräutermärchen und Zauberpflanzen
Veröffentlicht am Freitag, 4. Dezember 2020
…zum Zuhören, Zu-Luasen und Entspannen 🌹🌿✨
 
Von Frau Holles Baum bis zur Christrose des kleinen Hirten am Kripperl, Pflanzensymbolik spielt in Märchen und Mythen eine große Rolle. In einem Bilderbogen führt die BR Heimat – Kräuterexpertin Astrid Süßmuth zusammen mit Heimat-Moderator Johannes Hitzelberger durch die zauberhafte Welt der Märchen und erzählt über die in alten Überlieferungen verborge Heilkraft der Pflanzen.
Ein frühwinterlicher Ratsch zum Genießen, Lauschen – und wieder ein bisschen wie auf Omas Schoß fühlen!“

Ich wünsche Euch eine entspannte Zeit in der Märchenwelt der Kräuter!
Eure Astrid

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Lebenskraft.
Veröffentlicht am Montag, 30. November 2020

Einfach eine Wetterfichte, weit oben in den Bayrischen Bergen?


… oder ist dieser Baum vielmehr ein Symbol, ein Gedankenanstoß vor dem Winter? 💚

 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Ein Schelm, der Böses denkt!
Veröffentlicht am Freitag, 20. November 2020

Natürlich ist dies KEINE Juckpulvergroßproduktion, sondern eine ganz schlichte Vorbereitung zum Räuchern.

Tatsächlich ist es gar nicht wahnsinnig bekannt, daß sich Hagebutten unserer heimischen Heckenrose, Rosa canina, hervorragend zum Räuchern eignen. Schade!
Rot und herbstkräftig weckt ihr leicht süßlicher, fast ein bisserl ins vanillige gehende Duft alle Lebensgeister und schenkt Freude am Dasein – so grau die Welt rundum auch scheint. Hagebutten sind ideal für Räucherungen, mit denen man eine positive Stimmung im Haus verbreiten möchte und es heißt auch, daß sie viel besser geeignet dafür geeignet seien als die üblichen Rosenblüten, um den Herren der Wahl in eine beschwingte Stimmung zu versetzen 😉

… wenn es nicht funktioniert mit der beschwingten Stimmung?
Nun, dann sind ja immer noch die Kerne aus der Räucherwerksvorbereitung übrig 😆 

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Eigentlich ist es hundsgemein…
Veröffentlicht am Freitag, 13. November 2020
 
Jedes Jahr im Spätherbst freue ich mich über einen Hahnenfuß, der als allerletzter, golden wie die allerschönste Herbstsonne 🌞🌼😃, auf der Bergwiese blüht. Unverdrossen, knallgelb und strahlend.
Dann geht das Jahr dahin 🌨☃️, und wenn einige Monate später die ersten Blüten ihre Köpfchen aus dem schmelzenden Schnee hervorstrecken, dann hab ich meine Begeisterung über die wunderbare Hahnenfußblüte des Jahresabends jedesmal wieder vollkommen vergessen 😌. Und bin dann eigentlich oft sogar recht unangetan von gelben Hahnenfußfluren – ich würde doch viel lieber irgendwelche botanische Raritäten auf den Wiesen finden!
Vielleicht liegt es einfach im Wesen der Pflanze nur dann wertgeschätzt zu werden, wenn sie die Möglichkeit hat ihre wunderbare Einzigartigkeit zu präsentieren, und vor allem, daß sie sich dafür den Zeitpunkt des Jahrse dafür reserviert hat, in der vielen anderen Kräutern schon ihre Kraft ausgegangen ist.

Ein Hoch also auf den wunderbaren Hahnenfuß 🐓 – am Bild ist es übrigens der Scharfe Hahnenfuß (Ranunculus acris), der es in jedem Herbst wieder schafft, ein Lächeln und einen wärmenden Sonnenstrahl in mein Herz 💛 zu schicken.

In diesem Jahr hab ich es übrigens getan: Ich hab mich endlich mit der Pflanze auseinandergesetzt: Und wisst Ihr, was ich tun werde? Nächstes Frühjahr, da werde ich am Karfreitag einen Kranz aus Hahnenfuß ans Fenster hängen, der das Jahr über ein Schutz vor allen Unbilden des Wetters sein wird. So wie es in Böhmen wohl Jahrhunderte lang der Brauch war 🌥🌦⛈🌨☀️

 

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Nachlese „BR Heimat, Habe die Ehre! – Herbstvorräte“ vom 10. 11.2020:
Veröffentlicht am Dienstag, 10. November 2020
Podcast und Lieblingsrezepte.
Anders als unsere steinzeitlichen Vorfahren brauchen wir in Zeiten ganzjähriger Supermarktversorgung mit frischen Lebensmitteln keine ausgeklügelte Vorratshaltung mehr. Eigentlich. Wer aber einmal entdeckt hat, wieviel Freude es macht, sich ganz unabhängig aus einem selbst eingemachten Vorrat versorgen zu können und auch nicht jeden Tag einkaufen gehen zu müssen, wird darauf nicht mehr verzichten wollen.“

Die Sendung als Podcast zum Nachhören gibt auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks unter https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2851932.html – wie immer verbunden mit einem ganz sakrisch herzlichen Dank von mir an das engagierte Team der Welle BR Heimat!

Und die Lieblingsrezepte zum Nachkochen? Die findet Ihr in der neuersten Ausgabe des Newsletters ‚Vom Gletscher zum Steinkreis“!

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Ein Glückspilzl für Euch 🍄☘️😘
Veröffentlicht am Montag, 26. Oktober 2020
Wie erstaunlich, dass gerade der Inbegriff des tödlich giftigen Gipftpilzes der weltweit bekannteste und beliebteste Glücksbringer ist! Mit seinem leuchtendroten Hut und den charakteristischen weißen Tupfen darauf ist er wohl jedem Kind bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Tupfen schon von starken Regengüssen einfach weggespült werden, nicht weil sich ihre Farbe auflösen würde, sondern weil es sich einfach um die Rest der Fruchthülle handelt, die heranreifende Pilze zum Schutz der Sporen umschließt.
Besonders häufig findet man den leuchtenden Fliegenpilz unter Birken oder Fichten und direkt neben schmackhaften Steinpilzen.

Der Legende nach ist der Fliegenpilz während der Rauhnächte aus Blut und Geifer von Wotans Pferd Sleipnirs entstanden, während der der germanische Schamane, Toten- und Kriegsgott mit seinem Heer der Wilden Jagd über die Lande flog. Vielleicht wird der Pilz deshalb nach Wotans Begleitern, den Raben Hugin und Munin, auch „Rabenbrot“ genannt, wobei sie eher für Rehe und Rentiere ein bevorzugter Leckerbissen sind. Vermutlich ist der Fliegenpilz das älteste Halluzinogen der Menschheitsgeschichte, noch heute wird er in indigenen Kulturkreisen wie etwas in Sibirien von Schamanen konsumiert um sich Ekstase, einem Zustand des psychedelisch-euphorischen Flugs zu versetzen. Nach der gemeinen Stubenfliege ist der Fliegenpilz damit sicher nicht benannt.
Heilkundlich wird der Fliegenpilz nur noch in der Homöopathie verwendet, das Krankheitsbild von Agaricus umfasst einen weiten Formenkreis von manischen Psychosen, motorischer Unruhe, extremer Nervosität, Sehstörungen und Out-of-Body-Erfahrungen.

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Im Garten…
Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2020
„Es ist Herbst“, sagt meine kleine Gartenfee.
Und ich freue mich über die herbstlich leuchtende Besenheide, die traditionell das Zuhause vor den (wie man es früher so feinfühlig umschrieb) ‚Gefahren der zunehmenden Dunkelheit und ihrer Wesen‘ beschützt 🍂👻🌠
 

 

 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Herbstkräuterabend.
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Oktober 2020
Vielen Dank 😘 für einen wunderbaren Abend 🌙💚 mit so vielen Kräuterfreunden, bekannten und neuen Menschen wie zulässig – es war schon irgendwie eine ganz besondere Stimmung ✨. Ein bisserl herbstmelancholisch versunken in Kräuterwelten, vor allem wohl aber nachhaltig einfach schön, einen freudvollen Abend zusammen verbringen zu können.
Und
… zusammen einen Blick auf die Flora zu werfen: Blüht die Besenheide heuer bis in die Spitzen, so daß es laut überliefertem Herbstorakel wohl einen recht schneereichen Winter geben wird? 🌸🌨❄️
… motiviert für einen schwungvollen Herbstputz 🍂nach Hause gehen, um mit Lorbeeraufguss im Wischwasser oder im letzten Spülgang der Bettwäsche lästigen Hausstaubmilben den Garaus zu machen!
… einfach ein gutes G’fühl haben, daß es auch in so blöden Zeiten wie jetzt immer noch ein paar Lichtblicke gibt.
Herbstsonnenstrahlen eben 🍁🍄🌞

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Schwammerlentdeckungen
Veröffentlicht am Montag, 5. Oktober 2020
Aufregende Entdeckungen mit dem FNL-Kräuterkurs im Herbstwald: Zwergerlfeuer, Totentropmete, Echte Korallen und Rüscherlrock-Opernballschwammerl – und nur bei einem haben wir uns den Namen ausgedacht (was glaubt Ihr wohl, bei welchen?) 😀
Spannend ist es mit meinen Kräutermedls im Volksheilkundlichen Kräuterkurs 🍄🍁🌿
 
 
 
 
 

 

 

 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Wintereinbruch und Blütenpracht
Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2020
❄️ Wintereinbruch und Blütenpracht in den bayerischen Bergen 💙💚❤️ Leuchten die eigentlich sooooo arg spießigen Geranien nicht wunderschön an der alten Almhütte?
… und wusstet Ihr eigentlich, daß eine unter vielsagenden Blicken überreichte zartrosa Geranie einst die Botschaft übermittelte: „Ich erwarte dich an der bekannten Stelle!“ 💕 Ich glaub, ich mag des Blümi 😘

 

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Es wird Herbst. Und Zeit für die letzte Himbeermarmelade!
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. September 2020

Wenn die Dunkelheit langsam wieder zunimmt aber die Sonne alles noch einmal in goldenes Licht taucht,  ist auch die Zeit der ersten Stürme. Schon tauchen am Horizont die ersten dunklen Wolken auf.

Doch einmal noch vor dem Winter entfaltet der Herbst einen wahren Farbenrausch, bevor sich das Jahr zur Ruhe legt, um in der Stille neue Kraft zu schöpfen.
Es ist Zeit, die letzten Vorräte für den Winter anzulegen, so wie vielleicht auch ein kleines Mäuschen die wilde Himbeere angeknabbert hat.

Habt Ihr schon Eure Vorratskammer fertig bestückt? Wenn nicht, dann habe ich hier für Euch ein Rezept, mit dem Ihr aus den letzten gesammelten Himbeeren im Handumdrehen ein schleckerfeines Marmelade zaubern könnt. Gutes Gelingen!

Schnelle Himbeermarmelade für die letzten Vorratssammler
~ 500 g Himbeeren, sauber verlesen (aber nicht waschen, damit sie nicht matschig werden), zerdrücken und mit
~ 500 g Gelierzucker 1:1 vermischen.
~ Mit einem Handquirl ca. 5 Minuten auf höchster Stufe verquirlen, bis sich der Gelierzucker vollkommen aufgelöst und auf der Oberfläche feiner weißer Schaum abgesetzt hat.
~ In ausgekochte Gläser abfüllen, den Deckel jeweils mit Himbeergeist ausschwenken und mit Inhalt aufschrauben.
~ Die kaltgerührte Marmelade ist im Kühlschrank ca. 7 Monate haltbar.

 

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Welch ein gelungener Kräuterkurstag
Veröffentlicht am Samstag, 19. September 2020
im Revier des Wildschützen Jennerwein, mit herrlich leuchteblauem Eisenhut, Steinadlerüberflug 🦅, einem wunderbaren Aussichtsgipfel nur für uns allein und oberfeinem Käsekuchen ☕️🍰 zum Abschluss.
Was uns der Augentrost erzählt hat? Daß es heuer (in den bayerischen Alpen) wohl recht viel Schnee ❄️❄️❄️ gibt – entsprechend der überüppigen Blüte, wie das bislang an sich immer recht verlässliche Orakel verrät. Wir sind gespannt!

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Just magic ✨
Veröffentlicht am Dienstag, 15. September 2020

Enzianzauber der Bergfeen im Märchenwald 😍
… ich glaub das heißt, daß sie sich auf unseren Kräuterkurs kommendes Wochenende freuen 😉 Was meint Ihr?

 

 

 

2 Kommentare - möchtest du an der Diskussion teilnehmen?

Von Äpfeln, Sonnenfäden und der blauen Donau…
Veröffentlicht am Montag, 14. September 2020

… in Kürze erscheint wieder der Newsletter „Vom Gletscher zum Steinkreis“.
Jetzt anmelden unter www.vomgletscherzumsteinkreis.de/newsletter und erfahren, woher der Altweibersommer seinen Namen hat, was Aphrodites Lieblingsfrucht ist und wie man die beste Naturkosmetik des Spätsommers zaubert 😉

 

 

 

 

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Altweibersommer am Mittelmeer
Veröffentlicht am Mittwoch, 9. September 2020

Zugegeben: Ein echtes Postkartenmotiv ist dieses leuchtende Alpenveilchen wirklich nicht. Viel zu zentral wartet mittendrin die langbeinige Spinne auf ihre Beute. Mag ‚man‘ einfach ned. Und ‚frau‘ vermutlich erst recht nicht 😉
Aber ist das kunstvolle Baldachingewebe eigentlich nicht ein echtes Kunstwerk? Und das Alpenveilchen wirklich eine ganz besondere Schönheit der Blumenwelt? Und hat die Spinne auf dem Alpenveilchen vielleicht sogar eine ganz besondere Bedeutung?!

Seinen Namen hat das Alpenveilchen – hier das Griechische Alpenveilchen, Cyclamen graecum – vom griechischen Wort κύκλος / kyklos = „Kreis“, was sich vordergründig auf die runde Knolle beziehen mag, vor allem aber für den Jahrekreis steht.  Als eine der Pflanzen aus dem Garten der Hexengöttin und alten Erdenmutter Hekate ist das Alpenveilchen eine der großen alten Heil- und Mysterienpflanzen. Und zwar eine tödlich giftige.
Die weisen Frauen nutzten die Kraft der Pflanze einst für die Begleitung schwieriger Geburten und den Übergang in andere Welten, symbolisch steht es damit für den Übergang von einer (Lebens-) Zeit zur nächsten.
Passenderweise wird das Alpenveilchen heute homöopathisch u.a. bei
Zukunftsängsten, Folgen von schmerzlichen Lebenseinschnitten und bei rapider Alterung im Klimakterium eingesetzt. Die wiederum im Jahreskreis dem Altweibersommer entspricht, in der die Blüte der bezaubernden kleinen Schönheit einsetzt.

Und die Spinne? Inmitten ihres Netzes als Symbol der kosmischen Ordnung spinnt sie den schicksalsbestimmenden Lebensfaden und wird – vielleicht in einer Art unterbewusster Erkenntnis – von vielen Menschen mit Respekt bis Ängstlichkeit betrachtet. In der griechischen Mythologie war Arachne, so der wissenschaftliche Name der Spinnen, eine Teppichweberin, die durch einen vollendeten Teppich mit Liebesszenen zwischen Göttern und Sterblichen den Zorn der Göttin Athene erregte und von dieser samt aller Nachkommen in Spinnen verwandelt wurde, nachdem sie den Teppich vernichtet hatte. Schade eigentlich, vielleicht hätte es darauf die eine oder andere interessante Szene zu entdecken gegeben 😉 Auf jeden Fall aber findet sich auch hier wieder ein großer Bezug zum Kreis des Lebens.

Ein schöner Gedanke, wenn mir jetzt in der Zeit zwischen den herrlich leichten Tages des Hochsommers und den ersten kalten Nächten hauchfeine Klebefäden und taunasse Silbernetze im hohen Gras oder zwischen den Blättern meines Apfelbaums auffallen.
Es ist eine Zeit der Wandlung, der Sommer geht zur Neige – aber genieße das Leben.
Unbedingt!

 

 

 

 

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Botanische Wanderung im Wilden Kaiser
Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Juli 2020

Genial – AV-Tour zum Alpengarten im Wilden Kaiser 🌼🌿👑☀️ Nach einem wolkenbruchartigen Duscherer im Kaiseranstieg reißt unvermutet die Wolkendecke auf, und die schönste Sommersommersonne taucht den Alpengarten am Vorderkaiserfeldern in die zauberhaftesten Alpenblumenfarben 🌸🌺🌈
… was wir alles entdeckt haben? Na, alles an Alpenblumen, was so Rang und Namen hat: Gelber Enzian und Edelweiß, Goldregen und Silberwurz – und natürlich wie auf den Bilder zu sehen ist: Sterndolde, Mannstreu, Türkenbundlilien und Wolfshut 🐺👒⚡️
… und was man mit diesen Blümchen so macht im Hausgebrauch? Tja, an sich ist hier für jeden etwas dabei, von der Heilpflanze bei leichten Erkältungen über Meditationswesen bis hin zur gschmackigen Schnapsgrundlage 🧙‍♀️

1 Kommentar - möchtest du den Kommentar lesen?

Das Brand-Knabenkraut im Kräuterkurs
Veröffentlicht am Montag, 13. Juli 2020

Über das vergangene Wochenende will ich alpin- und bergblumentechnisch lieber nicht reden (🌧 pritschl, tropf, einweich… pfui Deife!), da schwelge ich lieber in den Blumenentdeckungen mit meinem Kräuterkurs im Isarwinkel in der Woche davor 🌸🌿. Ganz unverhofft standen wir auf einer Alm vor einem wunderschönen und bei uns ganz seltenen Brand-Knabenkraut (Neotinea ustulata).
Was für eine Besonderheit, alleine schon der Farbverlauf von purpurrot nach weiß unten am Blütenstand – der sich im Verlauf der Blütezeit zudem noch verändert und zu verlaufen scheint! Und so selten, daß es zu den Erlebnissen gehört, die unseren FNL-Kräuterkurs zu so einer unvergesslichen Zeit machen
Nein, heilkundlich wird diese besondere Pflanze selbstverständlich nicht verwendet und steht als Orchidee natürlich auch unter absolutem Naturschhutz – aber die weisen Frauen wussten einst, daß eine Räucherung mit den getrockneten Blüten lüstern macht und jeden Ehestreit aus dem Wege schaffen konnte. Klar, dann denkt man auch an etwas anderes, als ans Streiten.
Aber weiß, vielleicht hat doch auch ein über dem Bett angebrachtes Bild des Brand-Knabenkrauts eine recht nette Wirkung? 😉 💋 😀

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Buchneuerscheinung: 111 Almen und Hütten in Oberbayern
Veröffentlicht am Donnerstag, 9. Juli 2020

Mit allergrößter Freude darf ich Euch nach gut zwei Jahren Recherche zu Fuß, mit Tourenskiern, dem Mountainbike (im reinen Muskelantrieb natürlich!) und über 70.000 zurückgelegten Höhenmetern die Buchneuerscheinung „111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss“ (natürlich aus dem Emons Verlag) präsentieren 🙂

Beschaulich in die Berglandschaft geschmiegt oder vor atemberaubender Felsenkulisse gelegen sind Almen und Hütten Traumziele für Entdecker jeden Alters. So einzigartig wie die bayerischen Almen sind auch ihre Geschichten von Bergidyll, Wanderglück und Hüttenromantik. 111 Almen und Hütten in Oberbayern führen Sie auf ausgesuchten Wegen in eine Bilderbuchlandschaft, wie sie bayerischer nicht sein könnte, und erzählen dabei von verwegenen Wilderern, köstlichsten Almspezialitäten und unvergleichlichem Naturerlebnis.“

Erhältlich ist dieser Wanderführer der besonderen und ein bisserl anderen Art direkt beim Emons Verlag, oder natürlich in jeder guten Buchhandlung 🙂

Viel Spaß beim Schmökern und in den Bergen!

0 Kommentare - möchtest du einen Kommentar schreiben?

Themen in unserem Blog: