Monat: Januar 2019
Im Schnee
am Donnerstag, 10. Januar 2019

Verschwunden ist die blühende
Und grüne Weltgestalt;
Es eilt der Fuß, der fliehende,
Im Schneefeld nass und kalt.

Wohl dem, der nun zufrieden ist
Und innerlich sich kennt!
Dem warm ein Herz beschieden ist,
Das heimlich loht und brennt!
         (aus Gottfried Keller, „Im Schnee“)



Eigentlich wäre es ja schön jetzt einfach hinauszugehen, über verschneite Wiesen zu blicken und daran zu denken wie jetzt gerade im Lauf der Natur Blumen und Samen weit unten im Boden schlummern und vom nächsten Sommer träumen. Müsste man sich nicht darum kümmern den Gehsteig zu schippen, das S-Bahnchaos zu überblicken oder sich schlimmstenfalls um die Stabilität von Dächern und die Durchgängigkeit von Zufahrtsstraßen sorgen.
Ein sehr verlockender Gedanke wenn man auf das allesbedeckende Schneeweiß schaut, das so mir nichts Dir nichts das ganze schön durchgeplante Dasein durcheinanderwirbelt…

Schneepause mit Christrose
am Freitag, 11. Januar 2019

Wie Silberschalen glänzen die Christrosenblüten über dem glitzernden Schnee…  Als Hochwinterblüher ist die Christrose zudem ein hervorragender Lichtverwerter, der Sonnenlicht speichern und seine Photosynthese schon bei wenigen Stunden Sonnenlicht am Tag durchführen kann. Sie ist das Licht der dunkelsten Zeit des Jahres. Im Verblühen zeigt die Blüte das ungewöhnliche Verhalten des Vergrünens und kehrt damit zu ihrem ursprünglichen Zustand zurück. Dies geschieht genau dann, wenn es in der Natur wärmer wird. Kommt also die Wärme von außen, kann sich die Pflanze entspannen und kehrt zu ihrem eigentlichen Korpus zurück. Sie beschreibt damit, wie man aus Erkaltungsphasen in neue Wärmephasen übertreten kann.

Schneepause! Und während der Mann dem Mastwurf einhängt damit ich ihn zum Dachabräumen sichern kann hab ich noch Zeit meine kleine Christrose von ihrer großen Schneehaube zu befreien.
Es ist eine wunderschöne Winterpflanze – und übrigens auch Abzeichen unserer FNL-Kräuterakademie unter deren Blüten unsere Volksheilkundlichen Kräuterkurse stattfinden.

„Eis und Schnee im Januar…“
am Freitag, 18. Januar 2019

„Eis und Schnee im Januar künden ein gesegnet‘ Jahr“, lautet eine wohlbekannte Bauernregel nach der ein kalter und schneereicher Januar eine gute Ernte verspricht.
Tatsächlich lässt sich diese alte Wissensüberlieferung auch statistisch belegen, denn auf kaltes Hochdruckwetter im Januar mit viel Schnee folgt in drei von fünf Jahren ein überdurchschnittlich warmer Juli. Gleiches besagt auch der etwas abgewandelte Spruch  „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß“. Kühle, feuchte Wetterlagen bei Tiefdruck im Januar mit viel Nebel führen dagegen statistisch gesehen zu viel Niederschlag in den darauffolgenden Frühjahrsmonaten.
Folgt also auf den Jahrhundertschnee wieder ein Jahrhundertsommer oder wird es eher ein feuchtnasses Jahr werden? Nachdem es ja eher trüb als klar war während der üppigen Schneefälle würde ich bedauerlicherweise auf ein eher nasses Jahr tippen.
Auch der oft gar nicht so verkehrte Hundertjährige Kalender zu dieser Ansicht. Hier ist von einem warmen und eher trockenen Frühjahr zu lesen, der Sommer soll aber ziemlich verregnet sein. Übrigens: Sowohl den extrem heißen und dürren Sommer 2018 hat der Hundertjährige Kalender beschrieben („…, dann folgt ein heißer und dürrer Sommer … Wenn im Venusjahr der Sommer dürr ist, so wird das Getreide meistens dünne.„), wie auch die extremen Schneefälle der letzten Woche („Es kann so stark und heftigen regnen, dass Menschen, Tiere und auch Häuser Schaden nehmen. „).

Die Natur wird wie immer ihren Lauf nehmen… und ich freue mich jetzt schon wieder auf den nächsten Sommer, hoffe auf gute Vegetationszeiten und schöne Bergtage 🙂
Und was meint Ihr?

Mondfinsternis am 21. Januar 2019
am Sonntag, 20. Januar 2019

Ob Wetter und Schneewolken wohl mitspielen? Dann kann man am frühen Morgen des 21. Januars 2019 ein ganz besonderes Schauspiel am Himmel beobachten: ab 4:45 Uhr beginnt sich der Mond immer weiter zu verdunkeln, bis gegen 5:40 Uhr die totale Mondfinsternis eintrritt und sich der Mond blutrot färbt. Eine Stunde lang wird er so über dem westlichen Horizont stehen, bis er gegen 6:45 Uhr wieder aus dem Erdschatten heraustritt und langsam wieder zum ’normalen‘ Vollmondweiß verblasst.

Es ist wahrlich beeindruckend! Die Sonne ist nicht sichtbar – aber sie zeigt sich im Dunklen. Ein guter Moment, sich selbst zu fragen welche Bereiche des eigenen Lebens gerade oder vielleicht schon länger von den wärmenden Strahlen der Sonne abgewandt sind und wieder zum Leuchten gebracht werden sollten.
Ein ganz hervorragender Moment sogar, denn dieser Vollmond ist zugleich der Wintervollmond – der Tag an dem einst das alte Jahreskreisfest Imbolc und vor gar nicht so langer Zeit noch Mariä Lichtmess als Beginn des neuen Vegetationszyklus und eines neuen Bauernjahres gefeiert wurden.

Das Bild ist übrigens beim ‚Blutmond‘ am 27. Juli 2018 von unserem Garten aus aufgenommen.

Volksheilkundlicher Kräuterkurs | Impressionen

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