Blog 2018

Apfelringe – fein und gesund!
Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2018

Welch eine Wahnsinnsernte dieses Jahr in Schwiegermutters Garten! Nach kiloweise eingekochtem Apfelmus sind heute Apfelringe die Verarbeitungsart des Tages. Und was für eine feine!
Während sich beim schonenden Dörrvorgang zwar das Wasser reduziert, bleiben sowohl Mineralstoffe also auch Vitamine erhalten – genauso wie die Süße der alten Obstsorten.
Entsprechend einer bereits im Jahr 2011 vorgestellten Studie bewirkt der tägliche Verzehr von (gedörrten) Apfelringen eine signifikante Senkung der LDL-Cjholesterinwerte und führt darüberhinaus sogar zu einer langfristigen Gewichtsabnahme.
Ob das wohl daran liegt, daß Apfelringe einfach ein wunderbarer Snack für die nächste Bergtour sind und einen Zusatzkick geben um noch viel mehr sportliche Leistung zu bringen? :-)

Nur eines erstaunt mich gerade: Der hohe Wasserverlust während des Dörrens. Nicht nur daß sich die Apfelscheiben vor meinen Augen zusammenziehen; wenn ich nach einer halben Stunde wieder nach dem Dörrfortschritt sehe, dann bemerke ich jedesmal, daß sich offensichtlich wieder eine ganze Apfelscheibe im Mengenverlust verflüchtigt hat!

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Pilzexkursion in der Kräuterausbildung
Veröffentlicht am Montag, 8. Oktober 2018

Was für ein spannendes Wochenende im Volksheilkundlichen Kräuterkurs! Klostergarten, Forstgarten, Eichelliqueur (selbst zubereitet natürlich) und zum krönenden Abschluss eine Pilzexkursion mit unserem wunderbaren Förster.
Und nicht nur meine Teilnehmer waren es, sondern auch ich bin vollkommen überwältigt von der unglaublichen Welt der Pilze zu der wir im ersten Urwald Bayerns durch einen kleinen Türspalt hineinschauen durften. Nein, nicht nur eine Welt, ein ganzer Kosmos der sich in allen möglichen Fomen und Farben am Waldboden ausbreitet!
Daß der Parasolpilz nur dann der Echte ist, wenn man seinen Ring verschieben kann – okay, das kriegen wir noch hin und den einen oder anderen Pilz haben wir uns wohl auch gemerkt. Aber die Pilzkunde ist und bleibt einfach unglaublich anspruchsvoll, dabei aber auch unglaublich schön und unglaublich lecker :-)

Für den geneigten Leser nun noch ein kleines Rätsel:
Welcher der vier folgenden Pilze ist ein guter Speisepilz, welcher nur jung essbar, welcher ungenießbar und welcher ist schon in der allergeringsten Menge absolut tödlich?
Die Auflösung steht unter den Fliegenpilzchen!

   

Hier die Auflösung zum herbstlichen Pilzeraten:
Guter Speisepilz: Semmel-Stoppling, Bild Nummer zwei.
Nur jung essbar: Igel-Stäubling, Bild Nummer drei.
Ungenießbar: Buchen-Schleimrübling, Bild Nummer eins.
Absolut tödlich: Grüner Knollenblätterpilz, Bild Nummer vier.

Das Beste an diesem Rätsel? Klar: hier kann niemandem etwas Falsches in den Kochtopf hüpfen!
Wer nächstes Jahr dabei ist im Volksheilkundlichen Kräuterkurs in Oberbayern, der hat eine ziemlich große Chance, diese wunderschönen Besonderheiten auch live und in voller Größe zu erleben – klar machen wir wieder eine Pilzexkursion!

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Eicheln sammeln – Vorbereitungen für den Kräuterkurs
Veröffentlicht am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… Die Möglichkeiten sind groß, der Geschmack prima und die Gesundwirkung klasse. Schade, daß die vielen Verwendungsmöglichkeiten von Eicheln ziemlich in Vergessenheit geraten sind.
Für das kommende Ausbildungswochenende des Volksheilkundlichen Kräuterkurses an der FNL-Akademie (mehr dazu hier!) stehen deshalb neben einer Pilzexkursion mit dem allerbesten Förster der Welt ;-) unter anderem auch Eichelzubereitungen auf dem Stundenplan.
Und lieb wie ich bin, hab‘ natürlich auch ich fleißig Eicheln gesammelt, damit wir genügend zum Verarbeiten haben (Ihr wisst schon, Eichelkaffee, Eichelliqueur, Eichelbrot,… – das Rezept für Eichelbrot findet Ihr weiter unten bzw. im Blog*). Unter erschwerten Bedingungen, in direkter Konkurrenz zu vorher durchgepflügten Wildschweinrotten, im hohen Gras und bei REGEN! Aber dafür mit ehegattlicher Unterstützung, und so kamen wir schließlich auch stolze 6,25 Kilogramm :-)

Rezept für Eichelbrot
200 g Eicheln
300 g Mehl
1 TL Salz
20 ml Olivenöl
50 ml Milch
50 ml lauwarmes Wasser
½ Würfel Hefe
2 Äpfel

– Eicheln in einer Eisenpfanne leicht anrösten, dann mit dem Nussknacker aufknacken, und verlesene Kerne für 2 Tage in eine Wasserschüssel legen um die Gerbstoffe herauszuschwemmen, Wasser zweimal wechseln, Eicheln danach gut abtropfen lassen und mahlen – zur Not auch in einer Kaffeemühle, dann wird aber das Mehl grober.
– Hefe in Milch auflösen, mit Mehlen, Öl und Salz vermengen
– Äpfel reiben und unter unterheben
– Teig zugedeckt eine Stunde gehen lassen, nochmals kräftig durchkneten und in eine befettete und gemehlte Form füllen, nochmals ½ Std. gehen lassen.
– Im vorgeheizten Backofen bei 180°C für 60 Minuten backen

* für alle diejenigen, die siesen Beitrag auf Facebook, Instagram oder Pinterest lesen.

 

 

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Radiotipp 02.10.18: Schwammerl in Brauchtum und im Medizinschrank
Veröffentlicht am Dienstag, 2. Oktober 2018

Herbstzeit ist Schwammerlzeit. Die BR Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth kennt sich auch mit Reherl, Stein- und Fliegenpilzen aus. Zusammen mit Moderatorin Conny Glogger geht’s in die Schwammerl!
Sie sind überall mitten unter uns, fast das ganze Jahr über führen sie aber ein völlig unauffälliges Dasein – bis eines schönen Spätsommertages nach einem leichten Regenschauer überall im Wald die Pilzhütchen aus dem feuchten Boden sprießen. Hier ein Hexenring, da ein märchenhafter Fliegenpilz – und wer Pech hat, der tritt am Ende noch auf einen Teufelsbovist! BR Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth geht im Oktober zusammen mit Heimat-Moderatorin Conny Glogger auf Schwammerlsuche und berichtet von manch wilder Legende, manch heilsamen Pilz und manch gschmackigem Rezept.

„Habe die Ehre!“ – Der kräuterkulturelle Talk am Dienstag, den 02. Oktober 2018 von 10 – 12:00 Uhr auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks – digital, über Internet oder Satellit!

Zur Fotostrecke: https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/schwammerl-pilze-sammeln-medizin-kraeuterexpertin-astrid-suessmuth-100.html

Zur Sendungshomepage mit Link zum Podcast (verfügbar ab ca. 15:00 Uhr): https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2115912.html

 

 

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Gautinger Spätlese 2018.
Veröffentlicht am Sonntag, 23. September 2018

Wenn auch das Traumwetter mit den ersten Herbstböen sowas von in die Berge locken würde – noch länger kann die Traubenlese auf der heimischen Terrasse nicht warten, wie so vieles in diesem Jahr sind auch die Weintrauben fast 3 Wochen früher reif als gewöhnlich. Und wie reif sie sind! Knackig, süß und einfach köstlich – genauso wie der Traubensaft, der gerade in meiner Küche abkühlt.
Traubensaft, und zwar ganz frischer Traubensaft hat eine ähnlich cardioprotektive Wirkung wie der im Rahmen einer feinen Mittelmeerküche als in Maßen zu genießende Rotwein. Ohne Alkohol als Konservator zersetzen sich seine Polyphenole jedoch nach kurzer Zeit.
Nun denn, was spricht also gegen ein frühherbstliches dolce far niente auf der Terrasse mit einem Gläschen frischem Traubensaft aus eigenem Anbau und mit einem stillen Dank an all die Gartennymphen, die sich hier auch in diesem Jahr wieder so emsig getummelt haben? Und natürlich einem kleinen Dankesschwupps dafür in das Beet, dorthin wo die silbrige Kugel gerade so wunderbar in den warmen Sonnenstrahlen blitzt!



 

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Die Faben des Herbstes genießen,…
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. September 2018

darauf kann man sich eigentlich schon im Sommer freuen. Zum Beispiel auf dasherrlich leuchtende Geißblatt (Lonicera caprifolium), dessen Blüten zu einemherrlich duftenden Atemwegsinfektionen Aufguß oder Sirup zur Behandlung von Husten,  Schnupfen oder Halsschmerzen verwendetwerden können – wenn auch seine Beeren zwar durchaus giftig sind. Und man kann sich schon auf wunderbar farbenprächtige Fotos freuen.

ABER WAS TUN, WENN DER FOTO INMITTEN HERRLICHSTER BERGKULISSE (und Bergflora) IM CIRQUE DE LA SOLITUDE AM KORISCHEN GR 20 DIE GRÄTSCHE MACHT??? (siehe links :cry: )
Weinen.
Dann Krönchen richten, weitergehen (hilft ja eh nix), und daheim als schnell als möglich einen neuen Foto beschaffen.
Und dann richtig über das neue Gerät freuen, das so schöne frühherbstliche Momente einfängt :-)

 
Frauenmanteltröpfchen / Echtes Geißblatt

 
Rundblättrige Glockenblume  / Zaunwinde

Rezept Geißblattsirup:
50 Geißblattblüten
200 g Zucker
250 ml Rosenwasser
1 Zitrone (Bio)

– Geißblattblüten in ein Leinnesäckchen geben und ein paarmal schütteln um eventuelle Käferchen zu entfernen
– Blüten mit Zucker und Wasser in einen (Emaille-) Topf geben und unter ständigem Rühen zum Kochen bringen; 10 Minuten simmern lassen
– Abseihen und sofort in ausgekockte Glasflaschen abfüllen

Der Sirup ist ungekühlt ca. 6 Monate haltbar.

 

 


 

 

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Das ist wahre Kräuterbegeisterung,
Veröffentlicht am Montag, 16. Juli 2018

wenn auf der Heimfahrt von einer 3-tägigen Exkursion nach Kärnten (u.a. zum FNL-Garten auf der Dreifaltigkeit) die Kursteilnehmer so wild auf die heimische Flora sind, daß sie beim Rast am Autobahnparkplatz bei Bad Aibling ganz unbedingt noch die Schotterflora botanisieren müssen :-D Unsere Ausbeute: Ampfer-Knöterich, Floh-Knöterich und Bunter Hohlzahn im romantischen Urlaubs-Flair. Dann ist unser Bus auch schon wieder weitergefahren. Schad!

Danke Jungs & Medls, superschön war es mit Euch – und vor allem auch ganz lieben Dank an das Team vom FNL in Kärnten für die supertolle Organisation!

 

 

 


 

 

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Arbeit am neuen Buchprojekt:
Veröffentlicht am Dienstag, 3. Juli 2018

Filmsequenzen und Fotos. Sehr spannend wie man ein Buch multimedial-modern gestalten kann, vor allem wenn der Buchinhalt richtig traditionell ist. Und mit Kräutern.
Und mit viel altem Wissen.

Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf das Ergebnis, danke an Wolf Ruzicka vom Freya-Verlag für einen ganz intensiven Arbeitstag mit (wie ich finde) supertollen Ergebnissen :-)

#Buchneuerscheinung2019 #freyaverlag #kräuterwissen #kräuterkunde #Blümchen4me

 

 


 

 

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Fotoshooting im Wetterstein
Veröffentlicht am Montag, 2. Juli 2018

Wow, was für ein Termin!
Fotoshooting am Berg mit Max Merget, dem Wettersteinspezialisten unter den (nicht nur bayrischen) Fotografen. Kletterfotos, Dirndlfotos, Trachtenfotos und natürlich auch Mit-Blümchen-Fotos und (bis auf das Dirndl) den allerschönsten Styles von Maloja.
Die Ausbeute war riesig, aber ich glaub ich bleib doch bei meinen Kräutern. Fotografiert-werden ist fei ganz schön anstrengend, auch mit dem besten Fotografen von allen – oder vielleicht gerade deshalb??!
Das Abschlußweißbier am Kreuzeck war auf jeden Fall verdient ;-) Danke Max!



 
Fotos: Max Merget


 

 

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Für alles ist ein Kraut gewachsen
Veröffentlicht am Samstag, 30. Juni 2018

„Die Natur schenkt uns eine Fülle an Heilpflanzen. Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch hervorragend. Und: Sie wachsen umsonst am Wegesrand, man muss sie nur ernten. Astrid Süßmuth (45) aus Gauting zeigt uns, was man im Umgang mit den Heilkräutern alles beachten muss.“, ist am 29.06.2018 im Münchner Merkur zu lesen.

Vielen Dank an die Gastro-Redaktion des Münchner Merkurs für die wunderbare Gestaltung  des Artikels „Für alles ist ein Kraut gewachsen“ in der Rubrik „Mein Küchengeheimnis“ bei dem ich mitsamt vielen Blüten und Kräutern mitwirken durfte! Gemeinsam erkundeten wir verwunschene Ecken im Garten und die unterschiedlichen Nuancen der verschiedenen alten Rosensorten, ratschten ganz viel über die schier unglaublichen Heilkräfte frisch zubereiteten Grüns, sammelten Kräuter und bereiteten schließlich ein hochköstliches Kräutermenü zu:

– Brennnesselfrischkäseröllchen mit Meerrettichblättern
– Gebackene Kräuterstängel an
  Bayerischem Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
– Vanilleeis mit Rosen-Melissen-Sauce
als Getränk dazu gab es einen zünftigen Wiesendudler aus Apfelsaft, Brennnessel, Giersch und Pfefferminze

Mehr im Münchner Merkur vom 29.06.2018 auf Seite 19 😊
Lust zum Nachkochen? Hier zwei der Rezepte:

Gebackene Kräuterstängel
für den Teig: 300 g Mehl, 2 Eier, 350 g Milch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl zum Ausgebackenes GänsefingerkrautAusbraten
15 – 20 Blattwedel vom Gänsefingerkraut
Zubereitung:
1. Teig herstellen
2. Blattwedel in den Teig tauchen und in Olivenöl rausbacken. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und im Ofen bei 50 Grad warmhalten, bis alle Stängel rausgebacken sind.

Bayerisches Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
500 g Joghurt, 100 g Klettenlabkraut, 10 Blätter Boretsch, Salz und Pfeffer, etwas gemahlener Knoblauch
Zubereitung:
1. Die Kräuter am besten mit einem Wiegemesser klein schneiden.
2. Dann die Kräuter zum Joghurt geben und würzen.
Tipp: Mit den Gewürzen sparsam umgehen, damit diese den Geschmack der Kräuter nicht übertünchen.


Ausgebackenes Gänsefingerkraut, Klettenlabkraut und Boretsch im Garten (v. links)


 

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