Blog 2018

Das Alpenglöckchen in den Bayerischen Bergen
Veröffentlicht am Montag, 23. April 2018

Sie ist eine filigrane Schönheit,die ihresgleichen sucht, wenn ihre zarten lila blütchen – glitzernd durch Abermillionen funkelnder Flavonpartikelchen – über den Almen den Bergfrühling einläutet.

Die Zukunftsaussichten für das Alpenglöckchen sind trotz europaweitem Schutz nicht gut. Noch genutzte Almwiesen leiden häufig unter Überweidung, aufgelassene Almen verkrauten. In beiden Fällen verliert der Standort für das Alpenglöckchen an Attraktivität. Besonders bestandsgefährdend wirkt sich die Vereinnahmung der Alpenwelt durch den Tourismus aus. Die Gefährdung des Alpenglöckchens durch bauliche Erschließung auch der entlegensten Täler, umfangreiche Bodenentwässerung durch den erheblichen Wasserbedarf der Schneekanonen und Verdichtung des Untergrunds durch Pistenraupen führten dazu, dass es 2004 zur Blume des Jahres gewählt wurde.

 

Schon die freundlich-violette Farbe verrät die beruhigende Wirkung dieser Pflanze, die vom gefransten Blütenrand aufgefrischt wird. Fransen sind als Signatur deutliches Zeichen für Heilmittel bei nervösen Zuständen.
Das Alpenglöckchen hat eine hervorragende Wirkung, wenn man nach einem anstrengenden Tag – nach belastenden, hohe Konzentration fordernden Arbeiten  – einfach nicht zur Ruhe kommt. Es stellt sich trotz größter Erschöpfung keine Müdigkeit ein, der Hamster (beziehungsweise auf der Alm das Murmeltier) im Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe. Bereits ein Becher starken Alpenglöckenblütentees führt zu einer angenehmen Müdigkeit mit Entspannung. Auf der Haut stellt sich dazu ein wohliges Gefühl ein, als lege sich eine Kuscheldecke um einen herum. 
Einfach Pflücken darf man die wunderbare kleine Pflanze aber nicht, vollkommen zu Recht steht sie in allen Alpenländern unter Naturschutz.

Unter Verbauungsschutz allerdings steht sie wohl nirgends.
Umso schöner, sie jetzt direkt nach der Schneeschmelze auf den abgelegeneren Almen Bayerns zu finden – und später im Jahr hoffentlich auch wieder in den höhrern Regionen der Zentralalpen.


 

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Heilkräuterausbildung, Kurswochenende in der Aubinger Lohe
Veröffentlicht am Montag, 16. April 2018

Rückblick auf ein Ausbildungswochenende des Volksheilkundlichen Kräuterkurses an der FNL-Akademie in Oberbayern, das nicht nur reich an geballtem Wissen (unter anderem durch eine grandiose Einführung in Botanik und Systematik mit meiner lieben Südtiroler FNL-Referentenkollegin Dr. Sigrid Thaler) und erlesenen Pflänzchen, sondern auch reich an besonderen Momenten wie dem Sonnenuntergang in der mystischen Aubinger Lohe im Westen Münchens war.

Eine Vielzahl von Sagen spinnt sich rund um dieses Wäldchen: Einst soll sich dort auf dem Teufelsberg ein prachtvolles Schloss befunden haben, das von einem jungen Grafenpaar bewohnt wurde. Als der Graf auf der Jagd in den Lohwäldern erschlagen worden war, verfluchte die Witwe Wald und Burg, die daraufhin mit all ihren Schätzen im Teufelsberg versank… Tiefer im Wald ist die Athmosphäre noch ein bisschen düsterer – fanden einst wirklich Opferzeremonien an den uralten Keltenschanzen statt? Fast könnte man davon überzeugt sein, angesichts der Übermasse dorniger Sträucher wie den üppig wachsenden Schlehen, die ihre zarten weißen Blütchen über zentimeterlange Dornen breiten. Lichtflecken tanzen über den Waldboden und verschwimmen mit den Schatten uralter Bäume, um an anderer Stelle wie ein greller Blitz wieder aufzutauchen! Fast könnte man für einen Augenblick überzeugt sein, die Gestalt einer weißgekleideten Gestalt wahrgenommen zu haben.
Oder war es doch nur ein Schlehenstrauch, der uns seine Zweige in den letzten Strahlen der Abendsonne entgegengestreckt hat?

 


 

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Wie Alpenblumen auf den Klimawandel reagieren
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. April 2018

Alpenblumen wie der Gletscherhahnenfuß sind Spezialisten, sie überleben in den wildesten Umgebungen, trotzen Kälte, Sturm und UV-Strahlung. Eines sind sie aber nicht: Konkurrenzstark.

Immer mehr Arten wurden in den letzten Jahren im alpinen und sogar nivalen Umfeld entdeckt, Pflanzen die dort einen neuen Lebensraum gefunden haben. Doch wohin sollen die alpinen Spezialisten ausweichen?
Auch der Alpenverein hat sich mit dieser Fragestellung beschäftigt: www.alpenverein.de (externer Link) und kommt zu einem bitteren Ergebnis.

Bild oben: Gletscherhahnenfuß hoch über dem Kesselwandferner in den Ötztaler Alpen
Bilder unten: Der Gletscherhahnenfuß ist eine der faszinierendsten Alpenpflanzen – ein echter „Trotzdemblüher“ mit echtem Gefrierschutz in den Blattadern!

 


 

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Kräutergespräche im Radio.
Veröffentlicht am Dienstag, 10. April 2018

Was für eine tolle Sendung!
Der erste Dank geht natürlich an alle Zuhörer, die mit ihren Kräuterfragen so fleißig angerufen und gemailt haben, daß wir leider gar nicht alle auf Sendung nehmen konnten. Aber versprochen: Fortsetzung folgt, wir sind schon auf der Suche nach einem geeigneten Sendetermin :-) Der zweite, aber überhaupt nicht unwesentlichere Dank geht an das ganze Team von BR Heimat, Technik und Redaktion – vielen Dank, ohne Euch hätten Conny und ich die Sendung nie so machen können.

Für alle, die heute vormitteg nicht live zuhören konnten, oder die einfach noch einmal nachhören möchten welche Alpenblumen sich für eine Balkonbepflanzung besonders gut eignen, für was die Hauswurz besonders gut geeignet ist und warum man bei Husten abends einen großen Topf mit dampfendem Thymiantee ins Zimmer stellen sollte, hier der Link zum Podcast: https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/heilkraeuter-heilpflanzen-astrid-suessmuth-100.html – „Habe die Ehre – Das Kräutergespräch“ auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks vom 10. April 2018. 

#brheimat #kräuterratsch #kräuterwissen #radiosendung #Kräuterkunde #herbalknowledge


 

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Über Kräuter reden! – Zwei (Radio-) Stunden rund um Kräuter
Veröffentlicht am Sonntag, 8. April 2018

Welche Heilpflanzen helfen bei Halsweh? Wie bereite ich Kräutertee richtig zu?  Und welche Wildkräuter eignen sich am besten für einen schmackhaften Brotaufstrich?

Was Sie schon immer über Kräuter, heimische Heilpflanzen und ihre Verwendung wissen wollten – aber nie die Gelegenheit zu fragen hatten, können Sie am 10. April zwischen 10 und 12 Uhr auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks von Astrid Süßmuth live beim Kräuterratsch „Habe die Ehre!“ erfahren.

Rufen Sie uns im Studio an unter (0049) (0)800 / 5900 777 oder schreiben Sie ganz einfach eine Mail unter studio@br-heimat.de – Heimat-Moderatorin Conny Glogger und Astrid Süßmuth freuen sich auf Ihre Fragen!

Mehr zur Sendung: https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/ausstrahlung-1375196.html
„Habe die Ehre!“, der Kräuterkulturelle Ratsch auf der Radio-Welle BR-Heimat des Bayerischen Rundfunks ist wie immer zu empfangen über Digitalradio, Internet oder Satellit.

#brheimat #kräuterratsch #kräuterwissen #radiosendung #Kräuterkunde #herbalknowledge


 

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Die Christrose
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. März 2018

Die Christrose – Blütenwunder an einem Vorfrühlingstag.

Schon im Dezember kann die Blüte der Christrose – wie der Name bereits andeutet – beginnen. Leider ist dieses kleine Weihnachtswunder auf die südlichen Gebiete wie das Tessin oder die Bergamasker Alpen beschränkt. In den nördlichen Alpen verschiebt sich die Blütezeit bis Februar oder März.

Für gewöhnlich halten Giftpflanzen ihre Blüten zur Erde geneigt – diese aber scheint direkt mit uns in Kontakt treten zu wollen. Aber was will sie uns sagen, wie kann eine Pflanze überhaupt mit Menschen kommunizieren? Zunächst einmal über ihre Gestalt. Sie ist kräftig, die Christrose, wie sie meist halb von Schnee bedeckt dasteht. Die Blütenfarben rufen bei uns Menschen eine klare Wirkung hervor. Das strahlende Weiß der Christrosenblüte erweckt den Anschein von Reinheit, von Unberührtheit, von Frische. Und in der Mitte steht ein Stahlenkranz in leuchtendem
Sonnengelb.

Die Christrose ist kein Mainstream-Blümchen. Sie widersetzt sich aktiv dem Grundsatz, dass die Blüte mit dem Frühjahr zu beginnen hat, weil die Vegetation im Winter ruht. Sie ist ein Wesen, das außerhalb der Norm bestehen kann.

(aus: „Lexikon der Alpenheilpflanzen“ von Astrid Süßmuth, AT Verlag 2013)

 

#christrose #schneerose #schnee #Alpenflora #Kräuterwissen


 

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Gruseltour durch München …
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. März 2018

 

München leuchtet! Und ist berühmt für sein charmantes Lebensgefühl. Doch wenn es Nacht wird, werden mit einem Mal die dunklen Geheimnisse der Stadtgeschichte wieder lebendig, und Geister, Hexen und Spukfräulein erwachen zu neuem Leben!

Wer von Euch kennt denn solche Orte in München?

111 Spukorte in und um München, die man gesehen haben muss von Astrid Süßmuth (Emons Verlag, 2018)
Broschur, 240 Seiten
ISBN-10: 3740803363 | ISBN-13: 978-3740803360
€ 16,95 (D) , 17,50 (AT)

 



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Das Schneeglöckchen
Veröffentlicht am Sonntag, 11. März 2018

Als einer der ersten Frühlingsblüher ist das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) Sinnbild der Hoffnung und feiert die baldige Rückkehr der Frühlingsgöttin.

In Zukunft ist die kleine Blume vielleicht auch eine große Hoffnung für Alzheimer-Patienten. Seit Jahren belegen Studien die Wirksamkeit der Pflanze (siehe Link), dennoch ist die Schneeglöckchen-Therapie noch nicht etabliert.

Aufgrund ihrer Giftigkeit wird die Pflanze naturheilkundlich ausschließlich in homöopathischer Zubereitung verwendet. Hier gehört Galanthus in der Potenz C30 standardmäßig als Akutmittel in die Rucksackapotheke. Es ist bei Kreislaufkollaps mit Kälte, Zittern und unregelmäßigem Puls eine wertvolle Hilfe.

Generell ist ein Akutstadium, für das das Schneeglöckchen ein Heilmittel sein kann, immer mit großer Kälte verbunden. Schließlich blüht es ja auch zur kältesten Jahreszeit mitten im Schnee!

Der Legende nach hatte Schnee nach der Schöpfung hatte keine Farbe, nur das Schneeglöckchen wollte ihm helfen und schenkte ihm die seine. Darum kann das Schneeglöckchen auch in diesem lebensfeindlichen Umfeld blühen. Tatsächlich enthält das Schneeglöckchen wie auch andere Winterblüher eine Art Frostschutzmittel, das als Zucker im Wasser der Pflanzenzellen den Gefrierpunkt so weit heruntersetzt, daß sich keine Eiskristalle bilden, die die Zellen platzen lassen. Topfpflanzen, die im Gewächshaus vorgezogen wurden, müssen deshalb erst abgehärtet werden, bevor man sie auspflanzt.

Besonders wohltuend sind entspannende Meditationen mit den ersten Schneeglöckchen – aber dabei die dicke Jacke nicht vergessen, wir haben im Gegensatz zu der kleinen Winterlilie kein Frostschutzmittel eingelagert!

#schneeglöckchen #frühlingserwachen #stillwinter #imschnee

 



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Übelkeit in der Schwangerschaft- Hilfe aus der Naturheilkunde
Veröffentlicht am Sonntag, 14. Januar 2018

Sie ist ebenso altbekannt wie grundsätzlich harmlos aber dennoch gefürchtet: Emesis gravidarum, die Schwangerschaftsübelkeit. Vor allem Mitte des ersten Schwangerschaftstrimesters kommt es zu starker Übelkeit mit und ohne Erbrechen, das bevorzugt morgens – durchaus aber auch zu jeder anderen Tageszeit – auftreten kann. Rund 80% aller Schwangeren sind davon betroffen.
Unter anderem kann die Schwangerschaftsübelkeit mit heftigem Sodbrennen einhergehen, Linderung verschafft beispielsweise folgendes Teerezept:

• Teemischung bei unstillbarem Sodbrennen
– 1 EL Kamillenblüten, 1EL Ehrenpreiskraut 1 EL Mädesüßblüten und 1 EL Malvenblüten mit 750 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen
– jew. 10 Tropfen Mandragora officinalis D12 und Magnesium muriaticum D12 in den heißen Aufguss eintropfen lassen, auf Trinktemperatur abkühlen lassen und in einer Thermoskanne bereitstellen um ihn tagsüber in kleinen Schlucken zu trinken.

Der vollständige Artikel mit weiteren Hintergründen, Heilpflanzen und unterstützenden Rezepturen ist in der Zeitschrift Naturheilpraxis, Ausgabe Januar 2018 erschienen.
Ich wünsche allen eine schöne Kugelbauchzeit!


 

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