Das Alpenglöckchen in den Bayerischen Bergen

Sie ist eine filigrane Schönheit,die ihresgleichen sucht, wenn ihre zarten lila blütchen – glitzernd durch Abermillionen funkelnder Flavonpartikelchen – über den Almen den Bergfrühling einläutet.

Die Zukunftsaussichten für das Alpenglöckchen sind trotz europaweitem Schutz nicht gut. Noch genutzte Almwiesen leiden häufig unter Überweidung, aufgelassene Almen verkrauten. In beiden Fällen verliert der Standort für das Alpenglöckchen an Attraktivität. Besonders bestandsgefährdend wirkt sich die Vereinnahmung der Alpenwelt durch den Tourismus aus. Die Gefährdung des Alpenglöckchens durch bauliche Erschließung auch der entlegensten Täler, umfangreiche Bodenentwässerung durch den erheblichen Wasserbedarf der Schneekanonen und Verdichtung des Untergrunds durch Pistenraupen führten dazu, dass es 2004 zur Blume des Jahres gewählt wurde.

 

Schon die freundlich-violette Farbe verrät die beruhigende Wirkung dieser Pflanze, die vom gefransten Blütenrand aufgefrischt wird. Fransen sind als Signatur deutliches Zeichen für Heilmittel bei nervösen Zuständen.
Das Alpenglöckchen hat eine hervorragende Wirkung, wenn man nach einem anstrengenden Tag – nach belastenden, hohe Konzentration fordernden Arbeiten  – einfach nicht zur Ruhe kommt. Es stellt sich trotz größter Erschöpfung keine Müdigkeit ein, der Hamster (beziehungsweise auf der Alm das Murmeltier) im Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe. Bereits ein Becher starken Alpenglöckenblütentees führt zu einer angenehmen Müdigkeit mit Entspannung. Auf der Haut stellt sich dazu ein wohliges Gefühl ein, als lege sich eine Kuscheldecke um einen herum. 
Einfach Pflücken darf man die wunderbare kleine Pflanze aber nicht, vollkommen zu Recht steht sie in allen Alpenländern unter Naturschutz.

Unter Verbauungsschutz allerdings steht sie wohl nirgends.
Umso schöner, sie jetzt direkt nach der Schneeschmelze auf den abgelegeneren Almen Bayerns zu finden – und später im Jahr hoffentlich auch wieder in den höhrern Regionen der Zentralalpen.


 


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