Monat: November 2018
„Pflanzen für’s Herz“ auf BR Heimat
am Dienstag, 6. November 2018

Arnika, Weißdorn, Gingko und andere Heilpflanzen können das Herz heilen und stärken. Im Kräuterratsch auf BR Heimat zeigt die Heilpraktikerin Astrid Süßmuth bei Conny Glogger herzstärkende und herzerfreuende Pflanzen.

Sprichwörtlich „das Herz auf der Zunge“ tragen BR Heimat-Moderatorin Conny Glogger und Heimat-Kräuterexpertin Astrid Süßmuth im kräuterkulturellen Ratsch des Monats November: Welche sind die besten herzstärkenden Heilpflanzen, was passiert, wenn ein Herz bricht, und gibt es sowas wie ein typisch bayerisches Herz-Brauchtum? Sicher ist jedoch eines: „A Herzerl fürs Herzerl“ bezieht sich nicht nur auf die beliebten Lebkuchenherzen, sondern auch auf die Form so mancher Herz-Heilpflanze!

Die Sendung vom 06. November 2018 ist nachzuhören unter https://www.br.de/radio/br-heimat/programmkalender/sendung-2152982.html – viel Spaß!
(Foto: Bayerischer Rundfunk, 2018)

Fotos unten: Mit Artnika wurde schon die Herzerkrankung Goethes geheilt | Ginkgo ist eine klassische Heilpflanze zur Unterstützung der Durchblutung | Welcher Braut geht bei Pfingstrosen im Brautstrauß nicht das Herz auf?

 

 

 

Die Heilquelle der alten Göttin
am Samstag, 10. November 2018

Minerva Sulis - Die alte Quellgöttin des Heilwassers.An der Göttinnenquelle von Bath, dem römischen Aqua Sulis.
Wenn auch in diesem Jahr der Herbst merkwürdig lange viel zu warm und viel zu golden scheint – Abend für Abend ziehen über den Wiesen dichte, dunkle Nebel auf.
Wie schön ist es, sich bei solchem Nebelwetter in herrlich heißem Wasser zu aalen, den Rücken recken und zu strecken und das wohltuende Gefühl des puren Quellwassers auf der Haut zu spüren…

Die Lebensenergie, die allen Thermalquellen zu eigen ist, ist im südenglischen Bath besonders ausgeprägt. Schon die Römer errichteten hier eine Therme, wie sie nur noch in Rom selbst gefunden werden konnte: „Aqua sulis“, das Wasser der Göttin.
Bereits bei den Kelten galt Bath als heiliger Ort, er war ihrer Heilung bringenden Sonnengöttin Sulis geweiht. Natürlich erkannten auch die geomantisch versierten Römer die Kraft des Ortes und weihen ihn ihrer Interpretation der göttlichen Präsenz: Minverva sulis, Kriegsgöttin und Heilerin.

Schon wenn man sich der Quelle nähert, ist die Kraft des puren Wassers zu spüren. Jede Faser im Körper sehnt sich danach, einzutauchen in das türkisgrüne Nass und Kontakt aufzunehmen mit der Göttin, die so offensichtlich hier noch immer Anwesend ist.

Als „Aqua Sulis“ wurde Bath zu einer der bedeutendsten römischen Siedlungen in ganz England. Der Legende nach wurde die Quelle von einem keltischen Prinzen namens Bladud entdeckt, der durch seine Lepraerkrankung dazu verurteilt war, sich als verbannter Schweinehirt zu verdingen. Nachdem er beobachtet hatte, wie seine Schweine nach einem Bad in der Quelle von diversen Hauterkrankungen genasen, vertraute auch er sich der Heilkraft dieses besonderen Wassers an – und wurde gesund. Bis in das viktorianische Zeitalter wurde die Heilquelle bei Lepra- und Hauterkrankungen, bei Unfruchtbarkeit, Lähmungen und Rheuma genutzt und weithin gerühmt. Studien zufolge enthält das Quellwasser mindestens 43 verschiedene Mineralien, unter anderem Eisen, Kupfer, Magnesium, Kalium und Radium. Heute ist das Wasser der Cross Spring nicht mehr für Badekuren nutzbar, Taubendreck und Rattenkot in den Wasserleitungen und alten Badebecken sind anscheinend nicht in den Griff zu bekommen…

Den Hauch einer Ahnung, wie sinnlich es einst gewesen sein muss, in das Wasser einzutauchen, sich inmitten ihres eigenen Elements mit der Göttin zu verbinden, kann man im modernen Thermalbad der nur wenige hundert Meter vom alten Kultplatz entfernten Hetling Spring erfahren. Es ist eine herrliche Erfahrung, wenn aber auch jederzeit bewußt ist, daß man sich nicht am eigentlichen Heiligen Ort befindet.

Glücklicherweise ist das Wasser der Cross Spring aber als direkte Quellentnahme in homöopathischer Zubereitung in Potenzen von D bis M erhältlich.
Wenn unspezifische Schwäche, Lethargie und Antriebslosigkeit besonders in den Morgenstunden auftreten kann „Aqua sulis“ eine wunderbare konstitutionelle Ergänzung darstellen. Dies gilt besonders für Menschen mit starkem Wasserbezug, die von häufigen Wasser-Träumen und ständigen Durstgefühl mit großem Verlangen nach klarem Wasser erzählen und zu linksseitigen Beschwerden tendieren.

Bei trübem Herbstwetter hat sich folgende Tropfenmischung bewährt:

    „Aufhellender Wasserwirbel für Schmuddelwettertage (und andere mehr…)“
    Aqua sulis X8, Helios                 30 ml
    Saphir D15 Ampullen, WALA  20 ml
    Marble C12, Helios                    10 ml
    Alchemilla C7                            20 ml
    Borago officinalis, Urtinktur     10 ml
    Rosmarin Urtinktur                     10 ml

Das südenglische Städtchen Bath liegt in einem lieblichen Tal, direkt in einer Schleife des Flüsschens Avon, hier befinden sich die einzigen heißen Quellen Englands. In einem gedachten Dreieck liegt Bath, das alte Aqua sulis, auf der Spitze eines Dreiecks, das es zusammen mit Stonehenge und Glastonbury bildet. Es ist als ob sich all die überschäumende Lebenskraft in den heißen Quellen vereint. Besucht man zunächst Stonehenge, danach Glastonbury und zum Schluß Bath, gleicht es dem Gefühl, tief in sich einem Lichtschein verspürt zu haben, diesen zu hegen und zu pflegen und schließlich damit als wohldosiertes Feuerwerk in die Welt zu treten.

 

 Bath, das römische Aqua sulis In den Tiefen des Quellenreichs von Aqua sulis, direkt am Herzschlag der alten Quellgöttin

 

 

 

 

 

 

Das Rosengeheimnis
am Donnerstag, 29. November 2018

Das Rosengeheimnis, oder: Was die Rose im Schnee barg.
Viele Tage lang schon hatte ich sie beobachtet. Wie sie im ungewöhnlich warmen Spätherbste einen ihrer Triebe der immer schwächer werdenden Sonne entgegenstreckte, wie sich an der Triebspitze langsam ein kleines Kügelchen formte, das sich immer mehr aufplusterte und unter dessen satttgrünen Deckblättern schließlich ein zartrosa Flaum hervorschimmerte. Kein Zweifel: Eine Rosenknospe, die mir im November noch ihren Duft und ihre Schönheit schenken will. Dann legte sich eine feine Schneedecke über den Garten, endlich Winter!
Aber die kleine Rose? – Ich hatte sie vergessen.

Bis heute morgen, als ich durch den Garten ging und mir am Rande der Terrasse etwas ins Auge stach. Rosa rot, so ein bisserl wie ein verlorenes Herz, das achtlos der eisigen Kälte preisgegeben worden war: Die kleine Rosenknospe. Der Schnee hatte sie nicht zerstört, er hatte sie vielmehr beschützt vom eisigen Wind und der Kälte der sternklaren Nächte. Nun aber war wohl auch seine Kraft erschöpft, niedergedrückt lag die Rosenknospe, die jetzt vielmehr schon zu einer kleinen Blüte herangereift war einsam vor meinen Füßen. Vorsichtig schnitt ich sie ab, brachte sie ins Haus, und stellte sie in eine kleine Vase.
Es dauerte nur wenige Stunden, bis sie mir ihr Geheimnis preisgab, zauberhaft eingebettet in einem freudetanzenden Sommerrosenduft, der meinen Schreibtisch umhüllt.

„Auch wenn Du mich nicht siehst, ich bin dennoch da. Ob eingeschlossen oder nur verborgen, ich trage meine Kraft in mir. Weck mich nur auf und nimm mich mit Dir!“

Oder will uns die Rose vielleicht nur einen Hinweis auf den kommenden Winter geben, wie folgende Bauernregel für den November beschreibt:
Blühts im November wieder neu, währt der Winter bis zum Mai.

 

 

 

 

 

 

Individuelle Kräuterführungen

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