Monat: Juni 2018
Rückblick auf den 3. FNL Kräuterkongress.
am Montag, 4. Juni 2018

Wie immer ist eine Rückschau auf eine besonders schöne und reiche Zeit ein bisserl von Melancholie erfüllt – so wie jetzt eben auch der Rückblick auf den 3. Kräuterkongress der Freunde Naturgemäßer Lebensweise FNL, vom 1. – 3. Juni 2018 in St. Georgen am Längsee in Kärnten.
Die über 1000 Jahre alte Klosteranlage rund um die Georgskirche auf einem sanften Hügel oberhalb des idyllischen Längsees wirkt wie der ruhige Pol inmitten der vier Heiligen Berge Kärntens – ein ganz besonderer Ort, ein Kraftort wie gemacht um in stimmigster Atmosphäre (Kräuter-) Wissen zu teilen, alte Freundschaften wiederzubeleben und neue zu schließen (im Bild: Amchi Wangdue, Siegrid Hirsch, Wolf-Dieter Storl, Florian Ploberger, Sieglinde Salbrechter, Astrid Süßmuth, v.r.n.l  | Foto: Wolfgang Ruzicka, danke :-*).

Unter dem Schwerpunktthema „Kräutersprache“ konnten fast 500 Besucher eine reiche Auswahl von Fachvorträgen grandioser Referentenkollegen lauschen, wobei die Bandbreite von Tibetischer Medizin über Kräutermandalas und Spagyrik bis hin zur Heilkraft der Küchenapotheke reichte.

Mein großer Dank geht an das einzigartige FNL-Team mit Siglinde Salbrechter und Katrin Giermaier an vorderster Front und dem einzigartigen Wolfgang Ruppnig an der Gitarre – so eine einzigartige Blues-Flamenco-Referentenvorstellung wie bei meinem Vortrag „Kräuter der Nacht“ hab‘ ich ja noch gar nie erlebt :-) :-) :-) Es war einfach klasse, mit mitsummenden, mitwippenden und dann auch dem Vortrag voll mitgehenden Publikum im (über)vollem Saal <3
(Vortragsfoto: Christine Spazier, auch Dir danke :-*)

Nachfolgend noch einige Impressionen für diejenigen die nicht dabeisein konnten – und natürlich auch für all die Kräuterfreunde, mit denen ich drei grandiose Tage in Kärnten verbringen durfte. I mog Eich fei :-)

 
Letzte Vortragsvorbereitungen

 
Verzauberte Abendstimmung mit Blick auf den mystischen Triglav

 
Geschäftiges Kongresstreiben im Stift St. Georgen am Längsee

Heilpflanzen mit Steffen und Astrid – im Radio und als Podcast.
am Freitag, 8. Juni 2018

Kamille, Fichtenwipfel oder Schöllkraut wachsen nicht nur wild und fast überall, sie haben auch ganz besondere Heilkräfte. Gemeinsam mit meinem (herzallerliebsten) Kollegen und Wildpflanzenkenner Steffen Fleischhauer (essbare-wildpflanzen.de) war ich diese Woche in der Sendung „Habe die Ehre“ auf der Welle BR Heimat des Bayerischen Rundfunks zu Gast um über den großen Schatz unserer wildwachsenden heimischen Heilpflanzen sprechen – und darüber, welche Kräuter unbedingt in die Hausapotheke gehören.

Heilpflanzen wachsen überall wild um uns herum und leben mit uns: Es sind Pflanzen mit einem enormen Potenzial für unsere Gesundheit mit einem breiten Verwendungsspektrum bei meist nur geringe Nebenwirkungen. Es wäre schade, wenn wir diesen Schatz verlieren würden, weil wir das Wissen über die Pflanzen unserer direkten Umgebung nicht pflegen – ist es also ein Wunder, daß wir ihnen unser erstes gemeinsames Buchprojekt „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“ gewidmet haben?


…oder Nachzuhören auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks unter https://www.br.de/radio/br-heimat/sendungen/habe-die-ehre/hausapotheke-heilkraeuter-astrid-suessmuth-100.htmlViel Spaß!

 

Orchideenzauberwelten
am Montag, 11. Juni 2018

Wer dieser Tage mit offenen Augen die Bergwelt durchstreift, wird sich hier und da verwundert die Augen reiben: Auf dem dichten Gras grinst einen unvermittelt ein rosa Kasperl an, neben dem sich ein grünes Männchen im Sonnenschein räkelt. Pure Einbildung? Nein – es ist das Zauberreich der Orchideen, das sich jedem offenbart, der der Natur seine ungeteilte Aufmerksamkeit und einen genauen Blick schenkt.

Ob es einem wohl jemals wieder möglich ist, die Natur anders als einen von unzähligen Wesen beseelten ort zu sehen, wenn man auch nur einmal in der Kugelorchis einen rosa Kasperl, im Großen Zweiblatt das Grüne Männchen (vermutlich weniger vom Mars als von den Lechtalern), in der Ragwurz die Fliegenkönigin und im Knabenkraut das Hausgespenst mit Zipfelmütze gesehen hat? Ich glaube nicht.

Wo man am besten wandern sollte um solchen Zauberwesen zu begegnen? Hervorragende Chancen aus Orchideenkasperl und Grüneszweiblattmännchen hat man derzeit in den Lechtaler Alpen zwischen Außerfern und Imst :-)
Und wie man sich am besten auf diese Begegnungen der botanischen Art vorbereitet? Zum Beispiel mit einem Führer zu den Orchideenparadiesen Europas  – oder dem wunderbaren Buch der Orchideen Bayerns des Arbeitskreises heimische Orchideen Bayern e.V.


 

Die süßesten Kirschen…
am Dienstag, 12. Juni 2018

… wachsen nicht in Nachbars Garten, sondern in meinem eigenen ;-) 
#kirschenernten #diesüßestenkirschen #naschenerlaubt #naschkätzchen #füreineschwarzekirsche…

Von der prallsüßen Symbolik ganz abgesehen – Kirschen schmecken nicht nur hochfein, sie gehören auch zu den heimischen Superfoods. In Studien konnte bereits eine positive Auswirkungdes bloßen Verzehrs von Kirschen auf Hyperurikämie, Arthritis, Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, erniedrigte HDL-Cholesterinwerte, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes festgestellt werden, zudem haben Kirschen eine deutliche neuroprotektive Wirkung.
Ganz schön beeindruckend finde ich.

 

Ob man nun von dem Sprichwort „Wer gern Kirschen isst, lernt leicht klettern“ auch einen positiven Effekt auf das sichere Beherrschen des oberen VI. Schwierigkeitsgrades ableiten kann ist nicht geklärt.
Wobei mir das jetzt eigentlich egal ist – ich mag die süßen Köstlichkeiten hier einfach wegvernaschen :-P Jetzt. Ratzeputz. Schleck.
Und dann schaun ma moi ;-)

 


 

Vorbereitungen für den Kräuterkurs: Fermentierter Erdbeerblättertee
am Montag, 18. Juni 2018

Vorbereitungen für unser nächstes Kurswochenende beim Volksheilkundlichen Kräuterkurs an der FNL-Akademie in Bayern: Fermentierter Erdbeerblättertee, den wir gemeinsam herstellen wollen.
Nicht nur als geschmackvoller aber dabei koffeinfreier Zusatz für die Hausteemischung, sondern vor allem als Eisteevariante im Sommer sind Erdbeerblätter in dieser Zubereitungsart geschmacklich höchst zu empfehlen.

Ohnehin ist die Walderdbeere ein höchst empfehlenswertes Pflänzchen, das nicht nur bei Glutenunverträglichkeit eingesetzt werden kann, sondern auch tonisierend und kardioprotektiv wirkt. Neueren Forschungsergebnissen nach ist der wässrige Extrakt von Walderdbeer-Blättern ein direkter Vasodilatator, dessen Wirkung mit der von Weißdornblättern und -blüten direkt vergleichbar ist.

 

 

 


 

Gar Schauriges aus der Ortschronik
am Mittwoch, 27. Juni 2018

hat die Gemeinde Haar zu berichten: Am 12.März 1893 ereignete sich im letzten, schon etwas abgelegenen Anwesen des Ortsteils Salmdorfs – „beim Neuhauser“ – ein bis heute nicht vollständig aufgeklärter Vierfachmord.  Die Witwe Reitsberger und ihre drei Töchter (14, 16 und 23 Jahre alt) wurden dabei in ihren Betten getötet. Der Täter raubte das Geld und zündete auch noch den Hof an. Bis heute weiß niemand, wer die Tat begangen hat.

Es wurde eine Kapelle an der Stelle errichtet, an der der Hof stand. Im Inneren der Kapelle war eine Gedenktafel mit Bildern der Ermordeten angebracht. Das Kirchlein steht heute nicht mehr- es wurde in den 50er/60ern abgerissen und durch ein Wegkreuz ersetzt. Die Gedenktafel befindet sich im Gemeindearchiv. Die Bevölkerung war damals verständlicherweise komplett aufgebracht. Die Zeitungen gingen mit dem grauseligen Schicksal der Familie aber auch nicht gerade zimperlich um – und schürten damit die Ängste der Salmdorfer immer mehr … „, schreibt die Gemeinde Haar auf ihrer Facebookseite, und weiter daß Morde, Hof und diese Geschichte heute fast vergessen wären, wäre da nicht die „Hofkatze die immer wieder vor der Kapelle auftaucht und laut maunzt. Sie ließ sich bis heute nicht nicht einfangen oder streicheln. Gänsehautfaktor. … mehr wird aber nicht verraten.“.

Wie die Gemeinde Haar nach über 120 Jahren auf einmal wieder ihre Geisterkatze entdeckt hat? Es ist eine der 111 Geschichten rund um München aus dem Buch „111 Spukorte in und um München, die man gesehen haben muss„!

 
Beitragsbild und Kapellenfoto: Screenshot der Facebook-Seite der Gemeinde Haar bei München

 

 

 


 

Für alles ist ein Kraut gewachsen
am Samstag, 30. Juni 2018

„Die Natur schenkt uns eine Fülle an Heilpflanzen. Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch hervorragend. Und: Sie wachsen umsonst am Wegesrand, man muss sie nur ernten. Astrid Süßmuth (45) aus Gauting zeigt uns, was man im Umgang mit den Heilkräutern alles beachten muss.“, ist am 29.06.2018 im Münchner Merkur zu lesen.

Vielen Dank an die Gastro-Redaktion des Münchner Merkurs für die wunderbare Gestaltung  des Artikels „Für alles ist ein Kraut gewachsen“ in der Rubrik „Mein Küchengeheimnis“ bei dem ich mitsamt vielen Blüten und Kräutern mitwirken durfte! Gemeinsam erkundeten wir verwunschene Ecken im Garten und die unterschiedlichen Nuancen der verschiedenen alten Rosensorten, ratschten ganz viel über die schier unglaublichen Heilkräfte frisch zubereiteten Grüns, sammelten Kräuter und bereiteten schließlich ein hochköstliches Kräutermenü zu:

– Brennnesselfrischkäseröllchen mit Meerrettichblättern
– Gebackene Kräuterstängel an
  Bayerischem Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
– Vanilleeis mit Rosen-Melissen-Sauce
als Getränk dazu gab es einen zünftigen Wiesendudler aus Apfelsaft, Brennnessel, Giersch und Pfefferminze

Mehr im Münchner Merkur vom 29.06.2018 auf Seite 19 😊
Lust zum Nachkochen? Hier zwei der Rezepte:

Gebackene Kräuterstängel
für den Teig: 300 g Mehl, 2 Eier, 350 g Milch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl zum Ausgebackenes GänsefingerkrautAusbraten
15 – 20 Blattwedel vom Gänsefingerkraut
Zubereitung:
1. Teig herstellen
2. Blattwedel in den Teig tauchen und in Olivenöl rausbacken. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und im Ofen bei 50 Grad warmhalten, bis alle Stängel rausgebacken sind.

Bayerisches Tzaziki mit Klettenlabkraut und Boretsch
500 g Joghurt, 100 g Klettenlabkraut, 10 Blätter Boretsch, Salz und Pfeffer, etwas gemahlener Knoblauch
Zubereitung:
1. Die Kräuter am besten mit einem Wiegemesser klein schneiden.
2. Dann die Kräuter zum Joghurt geben und würzen.
Tipp: Mit den Gewürzen sparsam umgehen, damit diese den Geschmack der Kräuter nicht übertünchen.


Ausgebackenes Gänsefingerkraut, Klettenlabkraut und Boretsch im Garten (v. links)


 

Individuelle Kräuterführungen

Outdoorküche mit der Familie oder Kräuterkosmetik mit Freundinnen - eine tolle Geschenkidee für Weihnachten, zur Hochzeit und für alle anderen Anlässe, die gemeinsame Freude schenkt.
• Kontakt Bayern: Astrid Süßmuth
...Fon: +49 / (0)89 / 94 50 26 17
• Kontakt Tirol: Babsi Waldegger
...Fon: +43/ (0)676 / 700 16 72
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